Kaffee (Antialkoholisches)
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Es gibt unterschiedliche Theorien und Annahmen wer und zu welchem Zeitpunkt den Kaffee entdeckt hat. Eine davon ist, dass Mönche die Kaffeekirschen, so nennt man die Früchte welche die Bohnen enthalten, mit heissem Wasser übergossen und die belebende Wirkung beim Genuss des Aufgusses festgestellt haben. Der Kaffee kam im 15. Jahrhundert in den Jemen. Bereits im 16. Jahrhundert versorgten die Jemeniten mit Ihren Karawanen die Arabische Welt mit Kaffee. Durch die Kolonialisierung begann man im 17. und 18. Jahrhundert mit dem Kaffeeanbau in Brasilien. Dies ist heute der weltweit grösste Lieferant von Kaffee. In Ceylon und Java wurde sogar noch ein paar Jahre früh mit der Anpflanzung von Kaffeeplantagen begonnen. Heute gibt es rund um den Äquator Plantagen. Das wir in Europa heute ein Volk von Kaffeetrinkern sind, haben wir in erster Linie der Belagerung Wiens durch die Türken (Osmanen) im Jahre 1683 zu verdanken. Von da aus begab sich der Kaffee auf einen wahren Siegeszug durch den restlichen Kontinent. Seit dem sind die Wiener Kaffeehäuser mit ihren vielfältigen Kaffeevariationen (Mokka, Fiaker, Pharisäer, etc.) legendär. Pflanze Die Kaffeebohne ist der Samen der roten Kaffeekirsche. Die Früchte wachsen an bis zu 3 Meter hohen Sträuchern. Die Pflanzen wachsen nur in Gebieten wo keine Temperaturextreme herrschen. Die Durchschnittstemperatur muss zwischen 18 °C und 25 °C liegen. Es muss zudem genügend Regen fallen. Damit die Sträucher vor zu starker Sonneneinstrahlung und Wind geschützt sind, werden Schattenbäume gepflanzt. Der Boden muss locker und durchlässig sein. Sorten Es gibt insgesamt acht Sorten welche weltweit vermarktet werden. Arabica mit ca. 60% der Weltproduktion und Robusta mit ca. 36%, sind klar die Spitzenreiter. Dazu kommen Liberica, Excelsa, Stenophylla, Maragogype und Kopi Luwak. Der Kopi Luwak ist der seltenste und teuerste Kaffee. Die Kaffeekirschen werden von einer wilden Katzenart gefressen, in deren Darm werden die Bohnen dann fermentiert, wobei Bitterstoffe entzogen werden, und anschliessend ausgeschieden. Die Hochlandkaffees wie der Arabica werden in einer Höhe zwischen 600 und 1.200 Meter angepflanzt. Die Robusta Bohnen wachsen hingegen zwischen etwa 300 und 800 Meter über Meer. Der Hochlandkaffee weist bedeutend weniger Säuren und Koffein auf als die Robusta Pflanze in tieferen Lagen. In höheren Lagen müssen sich die Kaffeefrüchte weniger Schädlinge erwehren und produzieren deshalb auch weniger Säuren und Koffein zur Abwehr. Die Aromen sind deshalb spürbar feiner und angenehmer. In Deutschland werden etwa 80% Arabica Bohnen konsumiert. Fertig gekaufte Mischungen enthalten jedoch auch Robust Bohnen. Für Espresso muss der Anteil sogar sehr hoch sein. Aufgrund der einfacheren und oft mehrmaligen Ernte im Tiefland und des weniger feinen Geschmacks des Robusta Kaffees, ist dieser preislich auch klar billiger als der Hochlandkaffee. Inhaltsstoffe Kaffeebohnen bestehen nicht nur aus Koffein, sie beinhalten zudem Kohlenhydrate, Fettstoffe (Kaffeeöle), Wasser, Eiweissstoffe, Säuren, Mineralstoffe und nicht zu vergessen die mehr als 1.000 flüchtigen Aromastoffe. Ernte und Verarbeitung Die Früchte reifen unterschiedlich schnell, weshalb eine Ernte mehrere Wochen dauern kann. Geerntet wird per Hand oder Maschine. Je nach Lage der Plantage kann ein oder sogar mehrere Male pro Jahr geerntet werden. Plantagen in Äquatornähe können deshalb einen höheren Ertrag ausweisen. Es gibt Nass- und Trockenverfahren um die Kaffeebohnen aus den Früchten zu entnehmen. Das Fruchtfleisch und das Pergament- und Silberhäutchen welches die Bohnen umgibt wird dabei entfernt. Es gibt Verfahren bei welchem die Bohnen erst einer Fermentation unterzogen und solche bei welcher die Bohnen direkt getrocknet werden. Abschliessend werden die Bohnen gereinigt und nach Grösse und Qualität sortiert. Am Ende ist das Produkt als Rohkaffee zum Transport bereit. Für entkoffeinierten Kaffee wird mit Hilfe von Extraktionsmitteln den Bohnen das Koffein entzogen. Das extrahierte Koffein wird zu Koffeintabletten und anderen Produkten verarbeitet. Röstung Der wichtigste Prozess bei der Kaffeeherstellung ist ohne Zweifel die Röstung der Bohnen. Der Geschmack des Kaffees wird massgeblich durch die Temperatur und Dauer des Röstvorgangs bestimmt. Der Röstmeister ist dafür verantwortlich. In grossen Röstereien werden die Kaffeebohnen kurze Zeit bei hoher Hitze, in kleinen Betrieben wird länger, dafür bei niedriger Temperatur geröstet. Das Ergebnis sind bei der zweiten Vorgehensweise mildere und vollmundigere Kaffees. Helle Röstungen sind übrigens eher säuerlich, dafür weniger bitter. Dunkle dagegen sind leicht süss aber enthalten dafür mehr Bitterstoffe. Es gibt übrigens für rund EUR 200,- kleine Röstmaschinen mit Heissluftgebläse für zu Hause. Zubereitung In Deutschland ist das von Melitta Bentz 1908 entwickelte Filterkaffeeverfahren nach wie vor beliebt. Besonders für grössere Mengen eignet sich dieses. Seit den 80er Jahren haben jedoch Vollautomaten in den Haushalten Einzug gehalten. Im Prinzip die beste Methode, da der Kaffee stets frisch gemahlen wird. In den letzten Jahren haben aber vor allem kleinere Maschinen mit fertig abgepackten Kapseln und Beuteln ihren Siegeszug angetreten. Der Vorteil liegt in der einfachen Handhabung und der Möglichkeit den Kaffee bei jeder Zubereitung neu zu wählen. Instant-Kaffee (lösliches Pulver) ist zu den bereits genannten Zubereitungsarten eine beliebte Alternative. In einem maschinellen Vorgang wird der Kaffeeextrakt gewonnen und danach gefriergetrocknet. Die Qualität des trinkfertigen Kaffees ist abgesehen von der Erntequalität, der Sortenmischung und der Röstung auch vom Stärkegrad der Mahlung (je feineres Pulver, desto stärker) und des verwendeten Wassers abhängig. Es gilt auf jeden Fall: Kaffee ist Genuss und erlaubt ist was schmeckt... Lagerung Bei der Frage nach der Lagerung scheiden sich die Geister. Tatsache ist, der Kaffee verliert auf jeden Fall an Aromastoffen je länger er gelagert wird, egal ob als Bohnen oder bereits gemahlen. Bohnen werden am besten im Originalbeutel belassen und in einer luftdicht verschlossenen Plastikdose im Kühlschrank aufbewahrt. Mit bereits gemahlenem Pulver dürfen Sie dies aber auf keinen Fall tun. Durch die Temperaturschwankungen im Kühlschrank kann in der Dose oder im Beutel Kondenswasser entstehen, welches dann durch das gemahlene Pulver aufgenommen wird. Dafür können sie bereits gemahlene Bohnen aber problemlos in der Gefriertruhe lagern. Da Kaffee die Eigenschaft hat Gerüche jeglicher Art wie ein Schwamm aufzusaugen, darf dieser niemals offen im Kühlschrank stehen. Tipp: Sollte Ihr Kühlschrank unangenehm riechen, legen Sie einfach ein offenes kleines Gefäss mit Kaffeepulver rein, der Geruch wird dann verschwinden (Zwiebeln, Fisch, etc.). Gesundheit Kaffee ist ein Genussmittel und in Massen genossen wirkt er belebend und hat auf diverse Funktionen des Körpers einen positiven Einfluss. Übermässiger Konsum von Kaffee oder besser gesagt dem darin enthaltenen Koffeein, haften aber auch die bekannten negativen Folgen an. |
| Autor: admin |
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