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Dresden – Lebensart an der Elbe

Semper Oper in Dresden
Wer Dresden hört, denkt an Frauenkirche, Semperoper und den berühmten Kreuzchor. Die populären Aushängeschilder werben nach wie vor für die sächsische Landeshauptstadt. Doch die „Perle des Barock“ hat weit mehr zu bieten als ihr prächtiges Stadtzentrum. Kunst, Wissenschaft und Know-how gehen hier eine wegweisende Symbiose ein. Dresden pulsiert und macht schon beim ersten Besuch Lust auf mehr!

Dresden – Glanz und Gloria
August der Starke und seine Prachtbauten - die Altstadt strotzt nur so davon. Sie beweist, welcher Schöngeist und Lebemann der sächsische Kurfürst und König von Polen war. Die Liste „seiner Prestigeobjekte“ ist umfangreich: So gehen z. B. Zwinger, Brühlsche Terrasse, Grünes Gewölbe , Augustinum, Semperoper und –galerie auf sein Konto. Sie prägen das historische Stadtbild und bezirzen immer wieder. Am architektonisch beeindruckenden Theaterplatz kommt fast kein Gast vorbei. Klassizismus, Renaissance und Barock treffen hier aufeinander und ergeben einen wunderbaren Stilmix. Dieses Arrangement ist von außen und innen absolut sehenswert!

Solche eine Kulisse ruft nach einem Päuschen. Sightseeing macht pflastermüde. Ein „Schälchen Heeßen“ (Tasse Kaffee im Dialekt) und ein Stück Eierschecke sind die beste Medizin.

Nun ein Vorschlag für Kunstliebhaber: Das Grüne Gewölbe, die prall gefüllte Schatzkammer August des Starken beeindruckt nachhaltig. Dafür schufen Goldschmiede, Juweliere und andere Künstler geniale Werke, etwa 3000 an der Zahl. Sie werden von Gold, Silber, Elfenbein und Bernstein verkleideten Wänden perfekt in Szene gesetzt. Ein Tipp: Das Ticket-Kontigent für diesen Teil der Staatlichen Kunstsammlungen ist begrenzt. Näheres dazu unter: www.skdmuseum.de.

Dresden- Auferstanden aus Ruinen
Eine Stippvisite der Frauenkirche komplettiert jeden Dresdenaufenthalt. Sie ist der Touristenmagnet schlechthin. Jeder mag sehen, wie historisches Trümmermaterial und moderne Technologie zusammengehen und ob die Kirche wirklich hält, was sie verspricht. Steigen Sie in die „Unterkirche“ und vergessen Sie für einen Moment die Opulenz. Dieser Raum zeigt den wahren Beweggrund für den Wiederaufbau: Menschen brauchen und wollen Versöhnung.

Unweit vom Altstadtkern liegt Dresdens Shoppingmeile, die Prager Straße. Hier sind meistens große Modeketten vertreten; kleine, feine Läden finden Sie rund um den Albertplatz in der Neustadt. Dieser Stadtteil ist quirlig, bunt und echt. Sehenswert sind: Dreikönigskirche, Goldener Reiter, Kunsthaus Dresden, Pfunds Molkerei
Geheimtipp: Steigen Sie am Hauptbahnhof in die Straßenbahnlinie 11 (Richtung Bühlau). Damit „erfahren“ Sie nahezu alle Facetten der Stadt.
Zur Teatime sei Ihnen das Hotel Bellevue empfohlen. Den grandiosen Canalettoblick auf die barocke Elbseite gibt es hier gratis.

Dresden – Nostalgie auf und unter Brücken
Dresden lässt sich fabelhaft per Schaufelraddampfer erkunden, je nach Wetterlage unter Deck oder auf dem Sonnendeck. Die Fahrt bis Pillnitz ist reizend und aufschlussreich. Dort erwartet Sie das Schloss mit seinem Park. Beide gehörten einst Gräfin Cosel, der wohl berühmtesten Mätresse August des Starken.
Überhaupt profitiert Dresden von seinen Brücken und Fähren. Die Loschwitzer Brücke ist als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ zu bewundern. Wenn dann noch ein Dampfschiff seinen Schornstein einklappt, um das „Blaue Wunder“ zu passieren, ist das mehr als ein Foto wert.

Zu guter Letzt noch ein Veranstaltungstipp: Alljährlich Ende Juni findet das Dresdner Elbhangfest statt. Initiiert von Bürgern der Stadtteile Loschwitz und Pillnitz erwuchs es zu einem echten Sommerhappening. Kleinkunst, Kultur und sächsische Gemütlichkeit ergeben ein harmonisches Ganzes mit einzigartigem Flair. In diesem Jahr feiert das Elbhangfest unter dem Motto „Der Elbhang träumt“ seinen 20. Geburtstag. Romantischer geht es wohl kaum!
Autor: admin

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