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Willingen (Cityguide)

Kegelbahn
Kegeltour Willingen – Wiederholung nicht ausgeschlossen

Im Hochsauerland zwischen Soest und Bad Wildungen liegt das nette Örtchen Willingen. Die etwa 6500 Einwohner zählende Gemeinde ist bekannt für ihre guten Wintersportmöglichkeiten und für seine ausgesprochene Gastfreundlichkeit. Genau die wollten wir mit unserer kleinen Kegelgemeinschaft Eifelholz bei nächster Gelegenheit testen. Da unsere Damen alle knapp über 50 Jahre auf dem Buckel haben, nur zwei unserer 'Mädels' liegen noch wenige Jährchen hinter uns, sprach uns das Venue Hotel direkt am Kurpark an. Das Wort Kur versprach ein paar Fältchen den Garaus zu machen, oder zumindest nicht mit zusätzlichen heim zu kehren.

Nach unserer Ankunft stellten wir fest: wir hatten eine gute Wahl getroffen. Die Zimmer sind nett eingerichtet und das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen. Es gibt täglich selbst gebackenen Kuchen im hoteleigenen Café und in der Hotelbar mixt man wirklich tolle Cocktails. Im Restaurant kann man lecker italienisch essen, es gibt aber auch tolle Fischgerichte. Die Beauty Farm hielt für unser Damen-Klübchen Sauna und Dampfbad bereit, außerdem kann man im Hotel noch kosmetische Behandlungen und verschiedene Anwendungen buchen. Aber natürlich waren wir nicht nur zur Wellness nach Willingen gekommen. Also verschafften wir uns erst mal einen Überblick, was der hübsche Ort zu bieten hat. Im Zentrum fanden wir alles, was für einen abwechslungsreichen Aufenthalt notwendig ist. Es gibt eine Kneipp-Anlage, ein Lagunenbad, eine Eisporthalle, eine Reitanlage und das Highlight: ein uriges Brauhaus. Genau das wurde für unseren ersten Abend auserkoren, der Krustenbraten und die Schweinshaxn sind hier wirklich vorzüglich, dazu das frische Willinger Landbier und der Abend ist perfekt. Das riesige Brauhaus teilt sich in neun Bereiche, die dem Haus trotz der Größe eine gewisse familiäre Atmosphäre verleihen.

Da wir am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück etwas Bewegung gebrauchen konnten, machten wir uns auf zum Willinger Wildpark. Neben den obligatorischen Wildgehegen gibt es hier auch eine Falknerei und einen recht hübsch gemachten Saurierpark. Am Nachmittag testeten wir das Lagunenbad und genehmigten uns in der Karibikbar erst mal ein leckeres Eis. In dem 28 Grad warmen Süßwasserbecken kann man locker mehrere Stunden verbringen und die rasante Wasserrutsche ist einfach klasse. Zum Abendessen genehmigten wir uns typische chinesische Spezialitäten im 'Peking-Garten' und ließen den Abend bei kubanischen Rhythmen im 'Havanna' ausklingen.

Den Samstagmorgen gingen wir rasant im Kart- und Bowlingcenter an, vor dem Aufwärmen erhielten wir eine sorgfältige Einweisung in die Welt des Kartsports. Es folgte ein freies Training mit anschließendem Qualifying. Dann startete das richtige Rennen, das knapp 20 Minuten dauerte und für ungeübte Fahrer wie uns außerordentlich anstrengend war. Als Siegerin durfte sich unsere 'Oma' brüsten und gleich danach ein Sektchen im Bistro der Kartbahn springen lassen. Da es sowieso gerade Mittagszeit war kam auch gleich eine zünftige Brotzeit auf den Tisch und frisch gestärkt frönten wir am Nachmittag dem Bowling. Beim so genannten Discobowling kommt man sich vor wie in Las Vegas, die Halle wird abgedunkelt und die Bahn bunt beleuchtet. Dazu fetzige Musik, das macht wirklich Laune - solche Sachen sollten wir unserem heimischen Dorfwirt einmal Näher bringen. Am Abend spürten wir – wie nicht anders zu erwarten – jeden einzelnen Knochen und verlaibten uns im Hotelrestaurant Pangasiusfilet und Gambas ein.

Den Vormittag unseres letzten Tages verbrachten wir damit unsere geschundenen Knochen im Wellness-Bereich des Hotels zu pflegen. Zum Mittag hin mussten wir schließlich wieder fit sein, da wir vor unserer Heimreise noch dem Sauerland Stern einen Besuch abstatten mussten. Also putzen wir uns am späten Vormittag heraus und machten uns auf zum ersten Haus am Platze, wie man so schön sagt. Die Restaurants des Hauses dürfen sich mit zahlreichen Auszeichnungen schmücken und versprechen Gourmet-Erlebnisse erster Klasse. Wir kehrten im Gutshof Itterbach ein und waren von der Karte und vor allem von den darin enthaltenen Preisen angenehm überrascht. Von der Taubenbrust nahmen wir aus Rücksicht auf unsere heimischen Eifeler Dorftauben Abstand und ließen uns Marlinfilet, Garnelen-Suppe und Milchkalbsrücken kredenzen – ein wahrlich fürstlicher Abschluss dieser wunderschönen Tour.
Wer richtig Remmi Demmi sucht ist in Willingen auch bestens aufgehoben, schon morgens tobt in den meisten Kneipen der Stadt der Bär. Mit der Seilbahn fährt man hoch zur Hütte und feiert vom Feinsten. Abends kann man dann im Sauerlandstern noch wunderbar tanzen. Was will man mehr.
Autor: admin

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