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Mixtechniken ()


Um ein optimales Ergebnis zu erreichen werden je nach Art des Cocktails unterschiedliche Mix- und Arbeitsmethoden verlangt.

1. Shaken
Das Shaken ist sicher die am meisten verwendete Zubereitungsart und macht auf Gäste immer einen höllischen Eindruck. Der Ablauf gestaltet sich wie folgt.

Als erstes wird das Glas, in welches das Getränk später kommt, zur Kühlung mit Eis gefüllt und zur Seite gestellt. Das Kühlen der Cocktails ist mitunter der wichtigste Punkt.


Stellen Sie sich die benötigten Spirituosen, Säfte und andere Ingredienzen zur Seite und bereiten Sie die allenfalls benötigte Dekoration schon jetzt vor.

Der Dritte Schritt ist die eigentliche Zubereitung des Cocktails. Dafür nehmen Sie den gläsernen Teil des Boston-Shakers und füllen ihn mit Eiswürfel (niemals Crushed-Ice) etwa halb voll. Jetzt setzen Sie als erstes das Sieb (Strainer) drauf und giessen mit dessen Hilfe das erste Schmelzwasser ab.
Mit dem doppelten Massbechers (Jigger) messen Sie nun entsprechend dem Rezept die Alkoholika, Sirups und Säfte ab und geben diese zum Eis.

Mit dem Blender (silberner Teil des Boston-Shakers) verschliessen Sie nun den Shaker. Ein kurzer Schlag mit dem Handballen führt zu einem leichten "Klack"-Geräusch. Blender und Glas sitzen meist leicht schräg aufeinander, lassen Sie sich davon nicht irritieren, prüfen sie den Sitz der beiden aber trotzdem.

Schütteln Sie nun den Boston Shaker kräftig und waagrecht über der Schulter oder vor der Brust. Auf diese Art wird der grösste Hub erreicht und das Eis kann die Flüssigkeit am besten und schnellsten kühlen. Das dauert 10 Sekunden, dann bildet sich an der Aussenseite des Blenders eine dünne Frostschicht. Dies ist das Zeichen, dass der Drink nun gut gekühlt ist.
Es wird übrigens immer mit Eis geshaket, ohne macht dieser Schritt überhaupt keinen Sinn.

Nun öffnen Sie den Shaker. Halten Sie dazu den Shaker mit einer Hand am Blender Fest und schlagen Sie mit dem Handballen oder der Handkante der anderen kurz aber kräftig an den oberen Rand.

Wird der Drink ohne Eis serviert, wird das zum kühlen verwendete Eis nun aus dem Glas entfernt. Benötigt der Drink Eis, wird das im Glas befindliche Eis jetzt mit dem Barsieb (Strainer) abgeseiht. Abschliessend wird ebenfalls mit Hilfe des Strainers der Drink aus dem Blender ins Glas abgeseiht. Das zum Shaken verwendete Eis wird nicht im Getränk belassen. Wenn Sie in mehrere Gläser eingiessen müssen, dann machen Sie dies abwechselnd, damit am Schluss jeder Gast gleich viel im Glas hat. Nun kommt noch die vorbereitete Deko auf den Glasrand und fertig…

2. Rühren
Der Ablauf bei Cocktails welche gerührt und nicht geschüttelt werden (z.B. Martini Cocktail) ist im Prinzip derselbe wie beim Shaken.


Die Zutaten werden allerdings im Mixingglas (Rührglas) mit dem Barspoon (Barlöffel) vermengt. Als Mixingglas dient uns dabei der gläserne Teil des Boston-Shakers. Ein echtes Mixingglas hat gerade Seitenwände und keine konisch geformten, zusätzlich ist eine Messskala aufgedruckt.
Auch hier wird das Eis erst abgeseiht. Wie beim Shaken werden die Flüssigkeiten und das Eis dann mit dem Löffel während 10 Sekunden kräftig durchgemengt. Die restlichen Abläufe sind identisch.

3. Blender-Mixer
Der Blender-Mixer ist ein Stabmixer unter welchen der Blender (silbernes Teil des Boston-Shakers) gehalten werden kann. Er eignet sich besonders für das vermengen von schwer vermengbaren Zutaten (z.B. bei Rezepten mit Fruchtmus). Das Gerät würde im Heimbereich jedoch keinen anderen Anwendungsbereich finden, weshalb eine Anschaffung nicht in Frage kommt. Die sonstigen Abläufe sind wieder mit den beiden vorhergehenden Varianten identisch.


4. Electrix-Mixer
Der Aufsatzmixer oder in der Barsprache "Electric-Mixer" genannt ist das wichtigste Utensil für die so genannten "Frozen-Drinks". Bekannt sind vor allem die Frozen-Daiquiris, welche es in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen gibt. Er zerkleinert die ganzen Eiswürfel zusammen mit den Zutaten und führt so zum gewünschten Ergebnis. Dies ist eine der wenigen Arten wo das Eis aus dem Gerät direkt ins Glas gelangt.


Zu Hause dürfen Sie in Ihren Aufsatzmixer aber auf keinen Fall ganze Eiswürfel geben. Diese zerstörten die rotierenden Messer in kürzester Zeit. Für den Heimgebrauch müssen Sie deshalb mit bereits zerkleinertem Eis (Crushed-Ice) arbeiten.
Die Profi Aufsatz-Mixer sind nicht unter 600,- Euro zu bekommen und können leicht über 1.000,- EUR kosten.

5. Shiften
Für das "Shiften" (Schichten) brauchen Sie lediglich ein Shooter-Glas und den Barlöffel. Damit werden die "Pousse-Cafés" gemacht.

Es handelt sich dabei um Drinks, bei welchen unterschiedliche Spirituosen und Liköre im Glas aufeinander geschichtet werden ohne dabei miteinander zu vermengen. Dazu giesst man die Flüssigkeiten über den Rücken des Barlöffels langsam am Rand des Glases hinein. Die Flüssigkeiten werden grundsätzlich nach ihrem Alkoholgehalt eingefüllt. Je weiter oben je mehr Alkoholgehalt. Das spezifische Gewicht ist ausschlaggebend (deshalb schwimmt Öl auch auf dem Wasser)

Bekannter Vertreter dieser Sorte ist der "B52". Er beinhaltet je nach Region, Kaffeelikör, Baileys und einen hochprozentigen Rum oder Weinbrand. Er wird angezündet und während die Flamme brennt mit einem Strohhalm auf einen Zug getrunken.
Für zu Hause eignen sich also besonders die ersten beiden und die letzte Methode. Damit lässt sich auch der mit Abstand grösste Teil der Mixgetränke zubereiten.
Autor: admin

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