St. Martin (Feiertage & Saisonales)

St. Martin war der Mann, der in einer bitterkalten Nacht seinen Mantel mit einem Bettler geteilt hat. Am 11. November ist der St. Martinstag. Mit St. Martin beginnt eine vierzigtägige Fastenzeit vor Weihnachten. Heute ziehen zum St. Martinstag Kinderscharen mit Laternen durch die Straßen und singen. St. Martins-Umzüge finden in vielen Regionen in Deutschland statt. In Süddeutschland beispielsweise bringt der Pelzmärtel am Martinstag die Geschenke. Aber auch in Österreich und in der Schweiz sind Umzüge üblich. Zu St. Martin wird ein Martinsfeuer angezündet und St. Martin reitet hoch zu Ross. So wird die Legende um St. Martin nachgestellt. Für Kinder sind die leuchtenden Laternen und das lodernde Feuer immer etwas ganz Besonderes. Am Ende des Martinsumzuges ziehen die Kinder mit ihren Laternen und Gesang von Haus zu Haus um Gebäck, Obst oder Süßigkeiten zu erbitten. Zum St. Martinstag werden traditionell Stutenkerle gebacken. Meist wird nach dem Backen in den Teig noch eine Tonpfeife mit eingearbeitet. Möchte man Stutenkerle selbst herstellen, so kann man sicherlich solche Pfeifen bei seiner Bäckerei erbitten. Die Stutenkerle werden aus Hefeteig gemacht.

Punsch und Gebäck zum St. Martinstag
Nach einer Laternenwanderung an einem kalten Abend ist ein alkoholfreier Punsch bei Alt und Jung gleichermaßen beliebt. Er wärmt den Körper von innen und ist einfach eine Wohltat. Mit Hagebuttentee, schwarzem Johannisbeersaft und einigen Gewürzen kann man ihn leicht herstellen. Leckeres Gebäck zum Punsch kann ebenfalls gut selbst gemacht werden. Die Auswahl der Rezepte ist riesengroß. Hat man eine Vorliebe für Dominosteine oder doch eher für Lebkuchen, so lassen sich beide Gebäckspezialitäten mit den richtigen Zutaten leicht herstellen. Neben orientalischen Gewürzen, Honig, Nelken, Zimt oder Anis, bringen Koriander oder Ingwer die richtige Würze in dieses Gebäck. Leb- oder Pfefferkuchen zeichnet sich dadurch aus, dass er ohne den Zusatz von Hefe gebacken wird. Als Treibmittel werden oftmals Hirschhornsalz oder Pottasche empfohlen. Beides gibt dem rohen Teig einen bitteren Geschmack. Jedoch wird mit Nüssen, Mandeln, Zitronat und Schokolade der typische Lebkuchengeschmack hergestellt.

Traditionelles Gänsebratengericht zum St. Martinstag
Ein weiterer Brauch zum St. Martinstag ist das Martinsgans-Essen. Der Brauch hat seinen Ursprung in der Legende über das Leben Martins. Martin sollte zum Bischof geweiht werden und hielt sich dazu für unwürdig, er versteckte sich in einem Gänsestall. Jedoch schnatterten die Gänse so aufgeregt, dass er gefunden und doch geweiht wurde. Den Gänsen geht es am St. Martinstag an den Kragen. Zur Zubereitung einer Martinsgans muss man gut vier Stunden einkalkulieren. Zu St. Martin kommt die ganz Familie zusammen, um an diesem Tag vor der Fastenzeit gemeinsam das Essen zu genießen. Nach einem üppigen Mahl darf auch der Nachtisch nicht fehlen. Traditionell werden Nussäpfel zubereitet. aber auch andere Apfelrezepte wie beispielsweise Bratäpfel mit Wallnüssen sind sehr beliebt.
Autor: admin

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