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Lohnen sich Bundesschatzbriefe?

Ein Bundesschatzbrief ist eine gute und alt bewerte Geldanlage. Der Staat ist in aller Regel ein guter Schuldner und der ein oder andere spricht auch gern vom Superschuldner. Doch fragen sich viele, ob sich die Anlage, welche auf 6 bis 7 Jahre Dauer angelegt ist, wirklich lohnenswert ist. Die Zinssätze sind aktuell nicht sehr hoch und so ist die Frage berechtigt, ob man sein Geld nicht lieber anders anlegen sollte.

Das Produkt
Der Bundesschatzbrief ist eine Geldanlage, welche direkt von der Bundesfinanzagentur ausgegeben wird. Erwerben kann man diese Anlagen bei allen Banken und es dürfen nur natürliche Personen und gemeinnützige Vereine einen Bundesschatzbrief erwerben. Die Anlage wird auch an keiner Börse gehandelt. Dies macht die Anlage zunächst recht sicher. Es gibt keine Kursschwankungen und auch an einer Börse darf der Bundesschatzbrief nicht gehandelt werden. Damit kommt hier auch schon der erste Vorteil zum Tragen. Das Geld, welches hier angelegt wird, kann zumindest durch eine Wirtschaftskrise oder eine Krise an den Finanzmärkten nicht weniger werden.

Zinsen werden beim Bundesschatzbrief in aller Regel gestaffelt gezahlt. Damit werden diese von Jahr zu Jahr höher. So soll der Kunde gehalten sein, die Schatzbriefe für längere Zeit zu halten und nicht als kurzfristige Anlage zu nutzen. So steigt man hier meist mit einem Zinssatz von unter einem halben Prozent ein und kann sich steigern auf über 4 Prozent. Über die gesamte Laufzeit gesehen ist daher der Zinssatz selten über 2,5 % geklettert.

Lohnt sich diese Anlage nun?
Auch nach 40 Jahren des Bestehens der Anlageform von Bundesschatzbriefen kann man sagen, dass sich diese Anlage nicht wirklich lohnt. Die Zinsen, welche hier gezahlt werden, sind sehr gering. Der Zinssatz deckt meist gerade so die Infektionsrate und so ist von einer Vermehrung des Vermögens meist keine Rede mehr. Hier sollte man zu anderen Finanzprodukten greifen, um eine bessere Absicherung gegen eine Inflation zu haben.

So kopieren hier zahlreiche Banken den Bundesschatzbrief. Doch im Gegensatz zu diesem, wird schon in den ersten Jahren eine etwas höhere Rendite gezahlt. Damit ist der Zinseszinseffekt zum einen etwas höher und zum anderen fällt die Rendite beim vorzeitigen Auflösen der Anlage meist etwas höher aus. Der Schatzbrief lässt sich ähnlich wie beim staatlichen Modell nach einem Jahr im 30-Tages-Rhythmus auflösen und so ist man nur indirekt an die 6 Jahresbindung gebunden und kann die Anlage vorher auflösen. Aber hier sind dann recht hohe Zinsabschläge in Kauf zu nehmen.

Es bleibt daher dabei, dass die Anlage nur etwas für sehr konservative Anleger ist, welche ihr Geld nicht vermehren wollen, sondern nur sicher gehen wollen, das es nicht weniger Wert wird. Gewinne lassen sich durch die Inflationsrate von durchschnittlich zwei Prozent kaum realisieren und so ist der Bundesschatzbrief eigentlich keine Wertanlage. Hier wird man dann doch zu risikoreicheren Anlagen greifen müssen, um auch kleinere Gewinne zu realisieren.

Der Bundesschatzbrief lässt sich im Übrigen ganz ohne Ausgabeaufschlag oder Depotführungsgebühren bei den Banken beziehen. Hier werden keine Gebühren fällig. Wäre dies anders, würden die mageren Gewinne noch geringer ausfallen.
Autor: admin

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