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Immobilienkauf in Zeiten der Krise – worauf achten?

Generell ist das Investment in Immobilien kein einfaches Geschäft. Denn wer kennt sich schon so gut mit Immobilien aus, dass er den Wert eines Gebäudes richtig einschätzen kann. Mitunter lassen sich Faktoren, wie die Entwicklung des Standorts sowie die Nachfrage, sofern die Immobilie vermietet werden soll, nur schwer abschätzen.

Die Immobilienkrise in den USA im Jahre 2009 hat es gezeigt: Der Kauf und die Investition in Immobilien ist keinesfalls krisensicher. Denn wenn die Kaufkraft sinkt und auch Darlehen nur schwer zu bekommen sind, fällt der Wert einer Immobilie. Und dabei muss man sich vor Augen halten, dass die meisten Menschen mit dem Erwerb einer Immobilie insgesamt mehrere Jahreseinkommen aufbringen.

Zunächst einmal sollte man sich genau überlegen, in welche Art von Immobilie investiert werden soll. Gerade in Krisenzeiten ist es wenig ratsam Gewerbeimmobilien zu kaufen. Denn eine Krise beginnt immer mit dem Verlust von Arbeitsplätzen und der Schließung einzelner oder sogar ganzer Büros bzw. Firmen. Da verwundert es nicht, dass schon heute viele Immobilienmakler keine gewerblichen Objekte mehr in ihre Kartei aufnehmen.
Hinsichtlich Mietwohnungen wird es immer Bedarf geben. Denn auch wenn die Zahl an Arbeitslosen und schlecht Verdienenden in Zeiten einer Krise steigt, so soll und will doch niemand auf der Straße sitzen. Hinzu kommt, dass diverser Wohnraum mitunter vom Staat finanziert wird, sofern der Mieter berechtigter Empfänger von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch ist. Da stehen die Chancen gut, dass die Mietzahlungen jeden Monat pünktlich auf dem Konto eingehen. Wer aber Wohnungen bzw. Häuser verkaufen möchte, wird es in Zeiten der Krise schwer haben. Denn die Kaufkraft ist dann allgemein geschwächt, so dass die Nachfrage eher gering sein wird. So kann es dann leicht passieren, dass man auf seiner leeren Immobile „sitzen bleibt“.

Daneben kommt es auf eine gute Lage der Immobile an.  Auch wenn eine Krise das gesamte Land betrifft, so wirkt sie sich doch in Großstädten wie Berlin, München und Hamburg weniger stark aus, als in ländlichen Regionen.
Außerdem sollten Sie sich über den jeweiligen Immobilienmarkt einer Stadt gut informieren. In Städten mit einer hohen Anzahl an leer stehenden Gebäuden ist es bedeutend schwieriger, Immobilien zu verkaufen bzw. zu vermieten. Man denke etwa an Leipzig. Solche Städte haben kein Interesse daran, ihre unvermieteten Immobilien abzureißen, um damit den privaten Immobilienmarkt in Schwung zu bringen.
Und auch in einer Stadt selbst kommt es auf eine gute Lage der Immobilie an – da sind mitunter hellseherische Kräfte gefragt. In Zeiten einer Krise wird die Schere zwischen Reich und Arm zwar immer größer, es gibt aber zugleich mehr Menschen mit geringerem Einkommen. Hochklassige Immobilien lassen sich so mitunter viel schwieriger vermieten oder verkaufen.

Wenn Sie eine Immobilie kaufen möchten, um sie selbst zu nutzen, dann müssen Sie auch hier immer damit rechnen, dass sie bei einem späteren Verkauf weniger Wert ist und also ein Verlust eingefahren wird.



Autor: admin

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