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Geldanlage in der Krise (Finanzen)

Aktienkauf für Privatanleger

Viele Kleinanleger sind verunsichert. So mancher hat in der Finanzkrise einen erklecklichen Teil seines Vermögens verloren, unzählige Altersabsicherungen stehen auf dem Spiel.

Doch: Wohin mit dem Geld? Wie kann man sein Erspartes heute sicher anlegen? Wie unsicher viele Privatanleger momentan sind, zeigt die Tatsache, dass die Tresorbranche boomt. Aber die Vermutung, dass viele nun ihr Vermögen unter die Matratze legen, bedeutet nicht gleichzeitig, dass dies die ideale Anlageform für die Altersvorsorge ist.


Das Vertrauen in die Banken ist weg
Was aber tun? Wohin mit dem Ersparten? Kann man Bankberatern noch trauen? Längst weiß man, dass viele von ihnen die Kunden nur dahingehend beraten haben, dass sie ihnen Verträge verkauften, die für sie selbst die höchsten Bonuszahlungen einbrachten. Wie rücksichtslos manche Banken dabei vorgingen, ist seit der Pleite von Lehmann Brothers und den nun wertlosen Lehmann Zertifikaten jedem bekannt. Diese hoch risikoreichen Papiere wurden insbesondere Senioren verkauft.


Privatanleger vertrauen nur noch dem Staat
Die Konsequenz: Der Zulauf zu Bundeswertpapieren wie Bundesschatzbriefen und Finanzierungsschätzen ist so groß wie nie. Auch wenn diese Geldanlagen nur wenige Zinsen bieten, setzen gerade Privatanleger vermehrt auf die Sicherheit des Staates. Wenn wir eines aus der Finanzkrise gelernt haben, dann dieses: Wer hohe Zinsen erzielen möchte, geht auch ein ebenso hohes Risiko ein. Was eigentlich auf der Hand liegt. Denn wie sagt der Volksmund so schön: Umsonst ist der Tod, und den bezahlt man mit dem Leben. Und trotzdem glaubten viele Anleger, dass man hohe Zinssätze „umsonst“ bekommt. Jetzt sind viele Menschen um eine schmerzhafte Erfahrung reicher, und das prägt nun einmal. Und wie ist es mit den Unternehmen, wie sieht es mit dem Konto für Firmengelder aus? Nun, die Unternehmen hatten andere Sorgen, sie mussten ihre Firma sicher durch die Krise navigieren. Glücklicherweise erholt sich die Wirtschaft gerade wieder, das wirkt sich auf Unternehmen und Privatanleger aus. Es ist wieder mehr Geld im Umlauf, das ausgegeben oder angelegt werden kann.


Eine sichere Alternative: in Immobilien vertrauen
Gerade ist die Gelegenheit günstig, sich seinen Traum vom eigenen Häuschen zu verwirklichen. Denn die Zinsen sind so niedrig wie schon lange nicht mehr. Und diese günstigen Zinsen kann man sich bei einem Immobilienkredit langfristig sichern. „Zinsfestschreibung“ heißt dafür das Zauberwort. Durch einen etwas höheren Zinssatz, der immer noch recht günstig ist, sichert man sich über viele Jahre lang die aktuell günstigen Zinsen für seinen Immobilienkredit.
 

Das Sparbuch – Geldvernichtung par excellence

Zunehmend werden daher Gelder wieder auf Girokonten und Sparbüchern geparkt. Und das, obwohl wir seit Jahrzehnten wissen, dass diese Form des Geldanlegens nicht sinnvoll ist. Wer sein Geld auf seinem Girokonto hat, wo es so gut wie keine Zinsen bringt, betreibt in der Realität sogar Geldvernichtung. Die Alternativen für temporäre Geldanlagen? Ein Tagesgeldkonto oder ein Festgeldkonto sind zumindest bei deutschen Banken ebenso sicher und bieten zur Überbrückung eine höhere Rendite.

Wer ein langfristiges Sparziel verfolgt, zum Beispiel für die persönliche Altersvorsorge, muss allerdings andere Anlageformen wählen. Breit gestreute Anlagen, darunter auch Rentenpapiere und Aktien, sind weiterhin der beste Garant für eine sichere Kapitalanlage und Kapitalwachstum.






Aktien

Aktien? Viele Kleinanleger lehnen diese momentan rundweg ab. Verständlich. Dennoch ist die übertriebene Zurückhaltung privater Anleger bei Aktien grundlos.

Wer jetzt einsteigt, kann Aktienanteile zu einmalig günstigen Konditionen erwerben. Jedoch sollte man sich auskennen oder aber von einem unabhängigen Finanzexperten beraten lassen. Ein weiteres Risiko möchte schließlich kein Privatanleger eingehen. Das verbleibende Kapital soll unter allen Umständen gesichert werden. Eine vernünftige Wachstumschance ist aber dennoch gerade jetzt bei Aktien realisierbar ohne zu großes Risiko.
Schließlich sind nicht auf einen Schlag alle Unternehmen wertlos geworden. Aktiengesellschaften benötigen ständig frisches Kapital für Innovationen und Unternehmenswachstum. Nur so können sie solide wirtschaften.

Ein guter Berater muss Aktien empfehlen
Kundige Finanzberater können umfangreiche Geschäftsberichte von Aktiengesellschaften richtig lesen und die Kennzahlen richtig deuten. Hieraus kann man nämlich wertvolle Informationen bezüglich der zukünftigen strategischen Ausrichtung eines Unternehmens entnehmen – eine wichtige Information, die das Geschäftsergebnis maßgeblich beeinflusst. Dennoch lesen laut einer Studie immer weniger private Anleger diese Berichte. Abgeschreckt werden sie durch zu viele technische und finanzspezifische Formulierungen. Stattdessen informieren sie sich fast ausschließlich in Tageszeitungen. Wer aber nur auf diese Informationen baut, wenn er seine Altersvorsorge plant, ist schlecht beraten.

Vertrauen ist gut, eigenes Know-how ist besser
Eine Beratung bei der Hausbank oder einem anderen Kreditinstitut ist für eine fundierte Altersvorsorge und Geldanlage unerlässlich. Damit man aber nicht ausschließlich aufgrund der Bankberatung seine Entscheidung treffen muss, wie man sein Geld möglichst sicher und gewinnbringend anlegt, sollte man vor allem selbst gut informiert sein.

Zum Beispiel sollte man die so genannten sieben Grundregeln für die Geldanlage in Aktien kennen.






Sieben Regeln für die Anlage in Aktien

Erste Regel: Jeder Anleger sollte sein Vermögen auf möglichst viele unterschiedliche Geldanlagen verteilen. So minimiert er das Risiko. Das Kapital sollte dazu immer nur zum Teil in Aktien und Investmentfonds angelegt werden. Darüber hinaus empfehlen sich Immobilien, Festgelder und andere Anlageformen.

Die zweite Regel beherzigen leider viel zu wenige Aktionäre: Anstatt einmalig eine große Summe zu investieren, sollte man lieber regelmäßig für einen bestimmten Betrag monatlich Aktien kaufen. So vermindert man Verluste, da man mal zu Hausse-, mal zu Baisse-Zeiten Aktien erwirbt.

Drittens sollten Sie als Privatanleger immer Gewinne mitnehmen. Gerade, wenn die Aktien hoch notieren, zögern aber viele Anleger mit dem Verkauf, weil sie einen weiteren Höchststand nicht verpassen wollen. Wer sich hingegen Limits nach oben und unten setzt und sich daran hält, kann wesentlich mehr Gewinne mit Aktien machen, ohne das Risiko zu erhöhen.

Vierte Regel: Wenn ein Finanzberater einem Privatanleger empfiehlt, für den Aktienkauf einen Kredit aufzunehmen, sollte dieser gleich aufstehen und gehen. Ein solches Unterfangen ist unseriös und äußerst riskant. Man sollte daher nie der Verlockung nachgeben, noch höhere Renditen einzustreichen, indem man auf Pump Aktien erwirbt.

Regel Nummer fünf besagt, dass man in seiner Geldanlage jederzeit flexibel sein muss. Notfälle kündigen sich nicht vorher an. Ein Teil des Vermögens muss daher immer so angelegt werden, dass es möglichst täglich, zumindest aber kurzfristig verfügbar ist.

Sechstens sollte sich auch ein Privatanleger über seine Geldanlagestrategie Gedanken machen. Nur wer konstant nach einer bestimmten Strategie Geld anlegt, kann sein Risiko begrenzen. Anlagestrategien können zum Beispiel die Sicherung des Kapitals sein oder aber ein moderates Wachstum des Vermögens. Wer maximale Chancen beim Einsatz nutzen möchte, muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass er hiermit auch ein großes Risiko eingeht.

Zu guter Letzt sollten Kleinanleger auch in Krisenzeiten erst einmal Ruhe bewahren. Aktien sind langfristige Geldanlagen. Sie eignen sich nicht für einen kurzfristigen Zeithorizont. Egal wie niedrig der aktuelle Kurs ist, Verluste sind erst dann Verluste, wenn man sie realisiert, also die Aktien zum ungünstigsten Moment verkauft.
Autor: admin

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