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Wirtschaftkrise (Finanzen)

Wann kommt die Krise?
Alle reden von der Wirtschaftskrise, aber bei vielen Menschen ist sie noch gar nicht zu spüren. Also alles nur Panikmache? Ich denke nicht; die Auswirkungen werden uns wie eine Welle erreichen. Erst sacken den Firmen die Aufträge weg. Kredite werden immer teurer oder werden erst gar nicht mehr bewilligt, dann folgt die Kurzarbeit und danach beginnen die Entlassungen in großem Stil. Schulden können nicht mehr bedient werden und der Konsum wird noch stärker einbrechen.

Diese Maschinerie ist ja schon in vollem Gang und die Regierung stemmt sich mit allen Mitteln dagegen, mit mehr oder weniger Erfolg. Manchmal scheint es mir, das die Politiker nur versuchen den wahren Krisenausbruch auf die Zeit nach der Bundestagswahl zu verschieben. Es ist doch schon seltsam, wie einfach die Milliarden zu beschaffen sind, wenn es darum geht Banken und Firmen vor dem Zusammenbruch zu retten.

Politiker, denen es noch vor kurzer Zeit nicht schnell genug gehen konnte mit der Deregulierung der Finanzmärkte, schreien nun nach Regulierung. Banker die sich jede Einmischung verbaten rufen nun nach Hilfe durch den Staat. Aber der Staat sind wir alle und wir alle werden die Suppe auslöffeln müsssen, die uns wenige eingebrockt haben.

Das schlimmste kommt nach der Wahl
Trotz aller Bemühungen glaube ich, das wir Bürger noch eine schlimme Zeit erleben werden. Schon heute verdienen die meisten zuwenig um nur mit einem Gehalt eine Familie ernähren zu können. Viele müssen einen Zweit- oder gar Drittjob annehmen um einigermaßen über die Runden zu kommen. Die Klasse der Mittelschicht wird immer schmaler, auch hier gibt es die Gefahr durch längere Arbeitslosigkeit in Hartz IV und damit in die Armut abzurutschen, Vorwürfe das die ja selber Schuld haben und jeder der will Arbeit finden kann halte ich für reine Polemik, denn es gibt keine Arbeit für alle, die mit der schlechtesten Bildung oder unpassendem Alter werden ausgegrenzt. Die Kluft zwischen Gutverdienern und Armen wird noch größer werden und diejenigen die noch Jobs haben, werden immer schwerer an der Last tragen, den Staat und seine sozialen Ausgaben zu finanzieren.

Etwas gutes hat die Krise ja
Die Zauberworte wie Gobalisierung und Shareholder Value zeigen nun ihre wahre Fratze. Worte, die nur ihre maßlose Gier nach immer mehr Geld in schöne Begriffe kleiden sollten. Managergehälter und Abfindungen haben schwindelnde Höhen erreicht und die meisten Manager haben ihr Bodenhaftung schon lange verloren. Was früher Fürsten und Adlige waren sind heute die Bosse der Großkonzerne. Ohne dieses Krise hätten wir wohl nie erfahren wie diese "Elite" wirklich funktioniert. Eine echte Bindung der Führungskräfte an die Firmen die sie führen sollen gibt es nicht mehr. Man identifiziert sich nur noch mit dem kurzfristigen Erfolg. Langfristige Strategien und Firmentreue scheinen hoffnungslos veraltet.

Wege aus der Krise?
Ja welche Wege kann es geben? Die Firmen müssten sich wieder auf den heimischen Markt konzentrieren, dafür sorgen, das die Menschen im Land in der Lage sind Geld auszugeben. Was nützt es immer mehr zu exportieren, wenn die Menschen im eigenen Land nicht mehr in der Lage sind zu konsumieren.

Franz Müntefering hat das Beispiel Heuschrecken aufgeführt und er hat nicht Unrecht. Heuschrecken ziehen immer weiter ins nächste Land und hinterlassen verbrannte Erde. Wenn auch die großen Konzerne sich ihrer Verantwortung bewußt werden und wieder hier produzieren, auch wenn es halt etwas teurer ist als in z.B. Ländern der dritten Welt, dann haben wir auch wieder eine Basis um etwas aufzubauen. Ich denke aber es wird schwierig werden, Banken und Aktiengesellschaften zum Umdenken zu bewegen, wenn es Ihnen so leicht gemacht wird wie zur Zeit. Warum soll man Verantwortung übernehmen, wenn man Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren kann.
Autor: admin

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