Das Hochbeet (Garten und Balkon)

Hochbeet
Für viele Gartenbesitzer ist das Hochbeet eine gute Alternative zu den herkömmlichen Beeten die auf Bodenniveau liegen. Denn die Pflege findet auf einer Arbeitshöhe statt, die ohne Bücken oder Knien erreichbar ist. Der Trend zum Hochbeet ist schon seit einigen Jahren zu beobachten und setzt sich immer mehr durch. Gerade im Spätwinter fällt durch den Gehölzschnitt viel Material an, das als Grundlage für die Anlage eines Hochbeets dienen kann.

Wie wird ein Hochbeet gebaut?
Ein Hochbeet soll dem Gartenfreund erlauben, auch ohne Bücken ganz bequem gärtnern zu können. Es sollte in Nord-Süd Richtung angelegt werden, da hierbei eine ideale Ausnutzung des Sonnenlichtes erfolgt. Am besten wird es in einer Höhe von bis zu einem Meter angelegt, so kann es leicht erreicht werden und ein Arbeiten ohne Rückenprobleme ist möglich. Dazu ist es zunächst nötig eine 20 bis 30 cm tiefe und ca. 130 cm breite Grube auszuheben. Das Beet sollte nicht tiefer als 120 bis 140 cm sein, denn je tiefer das Beet wird, umso schlechter kann der Gärtner in die Mitte gelangen. Durch die erhöhte Temperatur (5-8° C mehr) des Verrottungsprozesses, reift Gemüse um einiges schneller und ist bis zu 6 Wochen früher erntereif. Alles  verrottbare Gartenmaterial findet Verwendung im Hochbeetaufbau und muss nicht extra entsorgt werden
Nach dem Aushub ist es ratsam den Boden mit Hasendraht zu sichern, so können Wühlmäuse nicht von unten her ins Beet gelangen und die Wurzeln anfressen. Wer sein Hochbeet lange Zeit vor Verwitterung schützen möchte, tut gut daran einen Sockel aus Stein zu legen. Die eigentliche Einfassung kann aus naturbelassenem oder druckimprägnierten Holz sein oder auch aus Beton, Metall oder Kunststoff. Bei den Holzsorten hat sich einheimisches Lärchenholz als sehr widerstandsfähig erwiesen - es hält auch ohne extra Imprägnierung bis zu 15 Jahre. In vielen Gartencentern sind die Einfassungen bereits fertig erhältlich und müssen nur noch auf den Sockel oder direkt auf den Boden gesetzt werden.

Aufbau eines Hochbeetes
Damit in einem Hochbeet das ideale Klima entstehen kann, ist es wichtig den Untergrund in 5 Schichten aufzubauen. Für die unterste Schicht eignet sich grober Baum- und Strauchschnitt, der im Spätwinter vermehrt anfällt. Er sorgt dafür, dass die Grünabfälle von unten gut durchlüftet werden und sich so sehr gleichmäßig zersetzen können. Um zu verhindern, dass darauf aufgeschichtetes Material durchrieselt, deckt man den Strauchschnitt am besten mit den vorher ausgehobenen Grassoden ab. Darauf folgen Laub, gehäckselter Strauchschnitt, Grünabfälle und zerkleinerte Staudenreste, sie bilden die zweite Schicht. Als dritte bis fünfte Schicht dienen Gartenerde, Kompost und Blumenerde. Jede Schicht sollte in etwa eine Höhe von 25 bis 40 cm haben, das hängt von der gesamten Höhe des Beetes ab.

Wie pflegt man so ein Beet?
Auch ein Hochbeet braucht eine gewisse Pflege, damit es uns lange Zeit guten Ertrag bringt. Die eingebrachten Pflanzenteile verrotten mit der Zeit und so sackt das Erdreich mit den Jahren ab. Daher ist es immer wieder notwendig, das Beet mit Kompost erneut aufzufüllen. Nach 5 bis 6 Jahren sind die Nährstoffe im Hochbeet soweit aufgebraucht, dass das Füllmaterial komplett ausgetauscht wird. Das Material wie die Grünabfälle und der Strauch und Baumschnitt sind dann zersetzt und müssen wieder neu aufgefüllt werden.
Da ein Hochbeet von unten her nur eingeschränkt mit Wasser versorgt wird, muss es im Sommer mehr gegossen werden als ein normales Gartenbeet. Durch den lockeren Aufbau trocknet die Erde schneller aus und die Pflanzen sind dann nicht mehr optimal versorgt. Hier wäre es sinnvoll eine automatische Bewässerung anzubringen, die auch an trockenen Tagen für gute Wasserversorgung sorgt.

Was wächst in einem Hochbeet?
In den ersten beiden Jahren enthält das neu angelegte Hochbeet die meisten Nährstoffe. Nun gedeihen Starkzehrer wie Tomaten, Kohl, Sellerie, Lauch, Gurken und Zucchini besonders gut. Sie sorgen für einen Abbau des reichlich vorhandenen Nitrats. Ab dem 3 Jahr folgen dann Spinat und alle Salatsorten. Durch die im Inneren des Hochbeets entstehende Wärme, wachsen auch wärmeliebende Pflanzen wie Paprika oder Tomaten besonders üppig.
Das Hochbeet erfordert auch einiges Wissen über die Mischkultur, da ja sehr viele Gemüsearten auf engem Raum angebaut werden. Welche Pflanzen passen zusammen und welche nicht! So passen Erbsen nicht zu Tomaten. Auch die Mischung von Zwiebel und Kohl verträgt sich nicht. Während Gurken und Zwiebel zum Beispiel gut mit einander auskommen.
Bei einem solchen  Beet bieten sich aber noch mehr Möglichkeiten, so können Gemüsesorten auch über den Rand wachsen. Bei Erdbeeren vermeidet man so Fäule, weil sie nicht auf dem feuchten Boden aufliegen. Auch Gurken können so trockenen Fußes und üppig wachsen.

Einkaufstipps
Wer sich nicht die Arbeit machen möchte und das Hochbeet komplett selbst bauen will, kann sich fertige Bausätze im Gartencenter kaufen. So ist der Erfolg garantiert, denn durch die entsprechende Vorbehandlung des Holzes hält das Material länger und muss nicht schon nach kurzer Zeit ersetzt werden. Dauerhafter sind Bausätze aus Kunststoff, sie sehen aber immer ein wenig künstlich aus.
Autor Petra Baranik
Autor: admin

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