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Erektionsstörungen im Alter (Gesundheit - News & Tipps)

Erektionsstörungen machen sich mit zunehmendem Alter bei vielen Männern bemerkbar. Sie können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. In manchen Fällen können sie zudem auch Anzeichen für ernsthaftere Erkrankungen sein. In vielen Fällen können Erektionsstörungen aber durch eine entsprechende Behandlung ganz oder teilweise behoben werden.

Was ist Impotenz eigentlich?
Erektionsstörungen und Impotenz werden häufig als synonyme Begriffe gebraucht. Medizinisch ist das allerdings nicht ganz zutreffend. Denn Impotenz als allgemeinerer Begriff umfasst mehrere unterschiedliche gesundheitliche Probleme, die eine normale Ausübung des Geschlechtsverkehrs und/oder das Zeugen von Kindern verhindern. Dazu zählen neben der Unfähigkeit, eine Erektion zu bekommen und ausreichend lange aufrechtzuerhalten, auch diejenigen Fälle, in denen der Betroffene keinen Samenerguss bekommen kann oder trotz unbeeinträchtigter Erektions- und Orgasmusfähigkeit keine Kinder zeugen kann. Erektionsstörungen - medizinisch als erektile Dysfunktion bezeichnet - haben unter den möglichen Gründen für eine Impotenz jedoch die größte Bedeutung.

Zunahme mit fortschreitendem Lebensalter
Eine nicht vollständige Erektion oder ein vorzeitiges Erschlaffen des Penis können bei jedem Mann gelegentlich vorkommen und sind zunächst einmal kein Grund zur Besorgnis. Treten derartige Probleme jedoch häufiger oder gar jedes Mal auf, können sie das Sexualleben sowie das Selbstwertgefühl des Betroffenen empfindlich beeinträchtigen.

Generell nehmen Erektionsprobleme jedoch mit fortschreitendem Lebensalter zu. So leiden etwa zehn Prozent der 30- bis 60-jährigen Männer an einer erektilen Dysfunktion. In der Altersgruppe von 60 bis 69 Jahren sind jedoch bereits rund 35 Prozent und bei den 70- bis 80-Jährigen sogar mehr als 50 Prozent davon betroffen, wobei es sich bei vielen von ihnen dann um einen völligen Erektionsverlust handelt.

Mögliche Ursachen einer erektilen Dysfunktion
Psychische Faktoren wie Probleme in der Partnerschaft, Stress, Depressionen oder Ähnliches können dazu führen, dass Erektionsprobleme auftreten oder bereits vorhandene Probleme sich verstärken. Gerade im höheren Lebensalter stehen jedoch oftmals physische Ursachen im Vordergrund. So nimmt beispielsweise der Anteil des Testosterons, des wichtigsten männlichen Sexualhormons, etwa vom 40. Lebensjahr an immer weiter ab.

Aber auch Verengungen von Blutgefäßen durch Ablagerungen (Arteriosklerose) können die Durchblutung von Beckenbereich und Penis verschlechtern und das Zustandekommen und Anhalten einer Erektion erschweren.
In diesen Fällen haben die Betroffenen auch ein höheres Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisiko, weshalb entsprechende Probleme grundsätzlich sehr ernst genommen und diagnostisch abgeklärt werden sollten. Auch infolge von Beschwerden und Erkrankungen der Prostata, Nervenschädigungen - etwa bei Diabetes -, Stoffwechselstörungen, Bluthochdruck und anderen Erkrankungen kann die Erektionsfähigkeit beeinträchtigt sein, ebenso bei hohem Nikotin- oder Alkoholkonsum, Einnahme bestimmter Medikamente oder Schlafmangel.

Wie lassen sich Erektionsstörungen behandeln und welche vorbeugenden Maßnahmen gibt es?
Eine der wichtigsten allgemeinen Vorbeugungsmaßnahmen gegen Erektionsstörungen ist sicherlich eine gesunde Lebensweise, da diese vielen als Ursache infrage kommenden Erkrankungen entgegenwirkt. Wenn bereits Erektionsstörungen aufgetreten sind stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung. Zum einen ist eine medikamentöse Therapie mit PDE-5-Hemmern, besser bekannt als Potenzmittel, möglich. Zum anderen stehen auch mechanische Hilfsmittel zur Verfügung, wie beispielsweise ein Penisring, der das Aufpumpen des Schwellkörpers unterstützt. Auch SKAT-Injektionen oder Vakuumpumpe sind denkbar.

Da die Beckenbodenmuskulatur einen wichtigen Einfluss auf die Erektionsfähigkeit und auf die Durchblutung im Beckenbereich und im Penis hat, werden auch mit speziellen Übungen zum Beckenboden-Training oftmals gute Erfolge erzielt. Welche therapeutischen Maßnahmen im individuellen Einzelfall am sinnvollsten sind, bleibt der Entscheidung des Arztes vorbehalten. In jedem Fall ist eine ausführliche und sorgfältige Diagnose wichtig, da nur so eine gezielte Behandlung der Ursachen möglich ist.

Männer, die häufiger unter Erektionsproblemen leiden, sollten daher nicht aus falsch verstandener Scham darüber schweigen, sondern in jedem Fall einen Arzt konsultieren. So haben sie nicht nur eine reale Chance, verloren geglaubte Lebensqualität wieder zurückzugewinnen, sondern auch die Möglichkeit, ernsthafte Stoffwechsel- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen früh genug zu entdecken, bevor diese eventuell lebensgefährliche Auswirkungen haben.




Autor: admin

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