Aloe vera (Heilpflanzen )

Wer kennt sie nicht, die Aloe vera. Diese Pflanzen durchlebt auf der ganzen Welt sowohl zur äußeren als auch inneren Anwendung einen wahren Siegeszug. Dabei ist sie beispielsweise unter dem liebenvollen Namen „Pflanze der hundert Wunder" bekannt.

Pflanzenkunde
Sie ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Aloen in der Unterfamilie der Affodillgewächse. Die Pflanze wächst ohne oder nur mit einem sehr kurzen Stamm. Dabei kann der Stamm einen Umfang von bis zu 30 Zentimetern erreichen. Sie ist sprossend und bildet dichte Gruppen. Sie hat etwa 16 Laubblätter, die lanzettartig und dicht am Stamm angeordnet sind. Die Blattoberfläche ist glatt und die Blüten sind gelb.

Ihre eigentliche Herkunft ist wohl von der Arabischen Halbinsel. Mittlerweile wird sie aber in allen tropischen und subtropischen Gebieten der Welt kultiviert.

Ein Anbau erfolgt auf den weltweit größten Plantagen in Texas, Florida und Mexiko. Daneben wird sie auch in Spanien, auf Malta und den Kanaren gezüchtet. Die wild wachsenden Aloe – Arten stehen unter Artenschutz, genauer dem Washingtoner Artenschutzabkommen vom 3. März 1973. Das gilt aber nicht für Pflanzenprodukte, die von Aloen stammen, die außerhalb ihres Verbreitungsgebietes stammen oder das Produkt künstlicher Vermehrung sind.

Verwendung als Heilmittel
Obwohl es mehr als 300 Arten der Aloe gibt, haben nur zwei von ihnen eine heilende Wirkung. Dazu gehört neben der Aloe arborescens auch die Aloe vera.

Die Aloe vera ist eine der ältesten bekannten Heilpflanzen der Welt. Überlieferungen zufolge wurde die Pflanze schon 5000 vor Christus angewendet.

Aus Schriften der Klostermedizin geht hervor, dass die Aloe vera besonders bei Verstopfung, Geschwüren und zur Wundbehandlung empfohlen wurde.

Mönche nahmen schon immer lange Reisen auf sich, um Pflanzen aus dem Mittelmeerraum zu uns zu bringen.

Neben dem Pflanzensaft werden auch die Pflanzenauszüge verwendet.

Das aus dem Blattharz gewonnene Aloin hat eine stark abführende Wirkung. Daneben finden sich als Wirkstoffe unter anderem: Ester, Zimtsäure, Anthranol, Barbaloin und Isobarbaloin.

Bei der Aloe vera ist die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt, wobei ihr Anwendungsgebiet in der Medizin sehr umfassend ist. Dazu gehören unter anderem Asthma, Körpergeruch, Hepatitis, Pilzbehandlung, Sonnenbrand, Brandwunden und Hautkrankheiten wie Akne.

Mit ihren entzündungshemmenden Stoffen sorgt sie für einen raschen Wundverschluss. Wie gut und schnell die Wirkung ist, veranschaulicht folgendes Beispiel: Wenn man mit einem Messer ein Stück des Aloe – Blattes abschneidet, kann man fast dabei zusehen, wie es sich von selbst wieder schließt.

Mittlerweile wird auch in der Zahnmedizin erforscht, ob Teile von Aloe vera in Zahnpasta vor Paradontitis schützen.

Für die äußere Anwendung ist die Pflanze bzw. deren Inhaltsstoffe als Gel oder Salbe erhältlich.

Im Rahmen von Nebenwirkungen kann es zu Wechselwirkungen mit Cremes kommen, die Cortison beinhalten, der Blutdruck kann fallen, wenn zugleich Medikamente gegen Diabetes eingenommen werden und die innere Anwendung kann zu einem Nierenversagen führen.

Herstellung und Anwendung
Zum Beispiel bei Verbrennungen oder Schürfwunden braucht man nur ein Aloe – Blatt abzuschneiden und die Schnittstelle mit dem kühlenden Gel auf die Wunde zu legen. Hierfür eignen sich die älteren, dicken Blätter am besten. Denn darin finden sich die Wirkstoffe am stärksten konzentriert.

Hat man trockene oder spröde Hat, so kann man ein Stück von einem Blatt abschneiden und muss die ledrige Außenhaut mit einem Messer entfernen. Nun drücken Sie das Gel durch ein kleines Sieb und verrühren es in einer Schüssel mit Quark und Honig. Diese Masse können Sie auf Gesicht und Hals verteilen. Nach zehn Minuten waschen Sie alles von Gesicht bzw. Hals ab.
Autor: admin

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