Eibisch (Heilpflanzen )

Der Eibisch, um den es hier geht, ist der so genannte Echte Eibisch und er wird auch Arznei – Eibisch genannt. Darüber hinaus finden sich im Volksmund Bezeichnungen wie Weiße Malve, Heilwurz oder Sumpfmalve. Der botanische Pflanzenname lautet „althaea", was aus dem griechischen kommt und so viel wie heilen bedeutet. Er gehört zur Familie der Malvengewächse.

Pflanzenkunde
Beim Eibisch handelt es sich um eine mehrjährige, krautige Pflanze. Sie ist aufrecht und hat einen kräftigen Stängel, der 60 bis 150 Zentimeter groß wird. Die Blätter sind dreilappig und haben samtige Haare. Die Pflanze hat fünf mittelgroße Blütenblätter, die hellrosa sind. Die Staubblätter und Stempel sind rot – violett. Der Eibisch blüht von Juni bis August. Er bevorzugt Sonne und einen humusreichen Boden. Seine ursprüngliche Heimat ist Süd-, Ost- und Mitteleuropa. Heute wird er in Osteuropa und in Belgien angebaut. Hier in Deutschland ist er nur sehr selten anzutreffen, vor allem an der Ostsee und hier auf feuchten Wiesen, an Ufern und auf salzhaltigen Böden.

Verwendung als Heilmittel
Schon die Menschen in der Antike waren sich der wertvollen Bedeutung des Eibisch als Heilpflanze bewusst. Und Karl der Große hat die Pflanze deshalb auf seinen Ländereien anbauen lassen.

Es wird der Wurzelstock verwendet, der im März und April sowie im September und Oktober gesammelt werden kann. Außerdem finden auch die Blüten und Blätter Verwendung, die es im Juli und August gibt. Dabei ist der Schleim der wichtigste Inhaltsstoff. Er legt sich auf die entzündeten Schleimhäute, die so gut geschützt abheilen können. Um die Wirkung des Schleims zu bewahren, darf der Eibisch niemals gekocht, sondern nur kalt verarbeitet und angewendet werden.

Im Eibisch finden sich neben dem Schleim beispielsweise ätherisches Öl, Asparagin, Gerbstoff, Gerbsäure sowie Zink. Die Inhaltsstoffe wirken beruhigend, entzündungshemmend, harntreibend und erweichend. Indem sich die Pflanze positiv auf alle Schleimhäute auswirkt, wird sie vor allem bei Erkrankungen der Atmungsorgane und bei Problemen mit dem Verdauungsapparat angewandt.

So wird der Eibisch unter anderem eingesetzt bei Magen-, Darm- und Mundschleimhautentzündung, Blasensteine, trockene Haut, Heiserkeit, Erkältung und bei Wunden.

Herstellung und Anwendung
Bevor Sie Heilpflanzen anwenden, sollte Sie vorher stets Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker halten.

Der Eibisch kann sowohl innerlich, als auch äußerlich angewendet werden – als Tee, Umschlag oder Badezusatz.

Für die Zubereitung eines Tees benötigen Sie zwei Esslöffel zerkleinerte Eibischwurzel oder –blätter. Diese werden mit einer Tasse kaltem Wasser übergossen und das ganze für eine Nacht stehen gelassen. Nach dieser Nacht absieben und dann kann der Tee angewendet werden. Nach diesem Rezept eignet er sich hervorragend als Mittel zum Gurgeln bei Halsentzündungen.

Zur äußeren Anwendung in Form von Umschlägen, wird die Wurzel fein gerieben und mit Honig vermengt. Diese Masse streicht man auf ein kleines Tuch und legt dieses auf die jeweils zu behandelnde Stelle. Alle zwei bis drei Stunden muss der Umschlag erneuert werden.
Autor: admin

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