Fenchel (Heilpflanzen )

Der Fenchel ist Teil der Familie der Doldenblütler und er ist auch unter der alten deutschen Bezeichnung Köppernickel geläufig. Zu den Volksnamen gehören Langer Kümmel und Fenikel.

Pflanzenkunde
Sein Ursprungsgebiet ist der Mittelmeerraum. Denn der Fenchel liebt die Sonne und kalkreiche Böden. In Deutschland wächst er wild und wird daneben als Gemüse angebaut. Im Übrigen ist er auch in allen anderen Teilen Europas, in Asien und streckenweise in Südamerika zu finden. Die Pflanze kann über zwei Meter hoch werden und hat einen fleischig verdickten Stängel. Im oberen Bereich ist der Stängel verästet. Die Blüten sind klein, gelb und in Dolden angeordnet. Es handelt sich um eine zwei- bis mehrjährige Pflanze, die von Juli bis September blüht. Gesammelt werden kann im September und Oktober.

Verwendung als Heilmittel
Seit Jahrtausenden ist der Fenchel auf vielen Teilen der Erde ein anerkanntes Heilmittel. Dazu gehört etwa die altchinesische Heilkunde. Oder die Benediktinermönche, die im 9. Jahrhundert nördlich der Alpen den Fenchel in ihren Klostergärten angebaut haben.

Sowohl aus den Früchten als auch der Wurzel werden Heilmittel hergestellt. Zu seinen Inhaltsstoffen gehören unter anderem ätherisches Öl, Bergapten, Flavonoide, Linolsäure und Vitamin C.

Die Inhaltsstoffe haben eine antibakterielle, krampflösende, harntreibende, entspannende, schleimlösende und tonisierende Wirkung.

So findet der Fenchel beispielsweise Anwendung bei Erkältungen, Asthma, Geschwüren, Migräne, Schlaflosigkeit Bronchitis und Herzschwäche.

In seltenen Fällen kann es zu Nebenwirkungen im Sinne einer Allergie von Haut und Atemwegen kommen.

Es empfiehlt sich vor der Anwendung immer die Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker.

Herstellung und Anwendung
Für einen Fenchel – Tee braucht es einen Esslöffel gemörserter Fenchelsamen. Dieser wird mit einem Viertelliter siedendem Wasser übergossen und einige Minuten stehen gelassen. Anschließend den Tee mit etwas Honig süßen.

Der Tee hilft zum Beispiel bei Husten, indem er schleimlösend wirkt. Auch bei Kleinkindern mit Blähungen oder Magen – Darm – Problemen eignet er sich hervorragend. Hier sollten Sie aber auf die Süße verzichten, indem dies bei Bauchschmerzen und Ähnlichem kontraproduktiv wirkt.

Für die Herstellung von Augenwasser muss man einen Esslöffel Samen mit einem Viertelliter Wasser aufkochen lassen. Dann gibt man einen Teelöffel Augentrost sowie einen Viertel – Teelöffel Kochsalz hinzu. Das ganze lässt man zehn Minuten ziehen und filtert es anschließend. Nun kann man die Kräuter in ein Tuch geben und als Augenpresse verwenden oder den Sud als Augenspülung nutzen.

Aus einer handvoll Fenchelblätter, die mit kochendem Wasser übergossen werden, können Sie ein Gesichtsdampfbad herstellen. Sie halten Ihr Gesicht über den Dampf, bis er deutlich nachlässt. Hier aber Vorsicht vor Verbrennungen. Dieses Dampfbad hilft besonders gut bei trockener Haut.
Autor: admin

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