Ginkgo (Heilpflanzen )

Das besondere am Ginkgo ist, dass er zu den Samenpflanzen gehört, aber der einzig noch existierende Vertreter dieser ansonsten ausgestorbenen Gruppe ist. Sein wissenschaftlicher Name lautet Ginkgo biloba. Den wilden Ginkgo gibt es nur noch ganz vereinzelt in abgelegenen Bergtälern der chinesischen Provinz Zhejiang. Zum Jahrtausendwechsel wurde er zum „Baum des Jahrtausends" gekürt.

Pflanzenkunde
Sein Ursprungsgebiet ist Ostasien. Holländische Seefahrer brachten ihn von Japan nach Europa. Mittlerweile wird er in Europa immer mehr angebaut, da er Umwelteinflüssen gegenüber recht resistent zu sein scheint.

Beim Ginkgo gibt es männliche sowie weibliche Pflanzen. Nur die weiblichen Bäume bilden Samenfrüchte, die außen fleischig und innen hart sind. Die männlichen Bäume haben zwei bis drei Zentimeter lange Kätzchen.

Der Ginkgobaum ist ein sommergrüner Laubbaum und wird 30 bis 40 Meter hoch. Seine Blätter färben sich in den Herbstmonaten gold – gelb. Die Blätter sind zweilappig und fächerförmig – in ihrem Aussehen unverwechselbar. Gesammelt wird im Oktober.

Er gehört zu den ältesten Pflanzenarten der Welt, indem es ihn seit 250 Millionen Jahren gibt. Zudem ist er das Bindeglied zwischen Farnen und Nadelhölzern.

Verwendung als Heilmittel
Die Spezialextrakte aus den Blättern werden zur Herstellung von Heilmitteln verwendet. In der traditionellen chinesischen Medizin sind es außerdem die Samenkerne. Schon die chinesischen Mönche haben ihn in ihren Klostergärten angebaut. Ihnen ist es wohl auch zu verdanken, dass es den Ginkgo bis heute gibt. Seine ledrigen Blätter sorgen vor allem für eine verbesserte Durchblutung der Gefäße, weshalb er bei zahlreichen Zivilisationskrankheiten angewendet wird. Dazu gehören unter anderem Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen, Vergesslichkeit, Asthma und Bronchitis. Er beinhaltet beispielsweise Flavonoide, Stärke, Harz, ätherisches Öl, Ginkgolsäure und Pinit.

Geistige Leistungsfähigkeit durch Ginkgo biloba
Die Blätter des Ginkgo-Baumes finden besonders bei Demenzerkrankungen und Hirnleistungsstörungen Anwendung. Namhafte Hersteller von pflanzlichen Präparaten bieten diesen Wirkstoff deshalb in konzentrierter Form an.

Tebonin von der Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. Kg wird als Trockenextrakt in Dosierungen von 40 mg bis 240 mg angeboten, ebenso Gingium von Hexal. Bei Craton der Firma Spitzner sind die Wirkstoffe als 30 mg oder 60 mg pro Tablette erhältlich. Die Einnahmedauer sollte sich nach Herstellerangaben je nach Krankheitsbild über mehrere Wochen oder Monate erstrecken, bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten mit gerinnungshemmender Wirkung aber in Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Suchen Sie immer einen Arzt oder Apotheker auf, bevor Sie mit der Einnahme von Heilpflanzmitteln beginnen. Denn eventuelle Krankheitsbilder müssen erst genau abgeklärt werden.

Herstellung und Anwendung
Nicht nur als Tee und Tinktur, sondern auch als Extrakt und in Form von Tabletten wird der Ginkgo als Heilmittel angewendet. Dadurch soll die Durchblutung gefördert werden. Allerdings werden nur Extrakte aus den Blättern verwendet und die Herstellung erfolgt nach einem speziellen Verfahren. Substanzen, die Nebenwirkungen verursachen, werden entfernt.

Inwiefern tatsächlich positive Ergebnisse durch die Anwendung von Tee und Co. erzielt werden können, ist nicht wissenschaftlich belegt.

Tropfen, Dragess und Filmtabletten, die mit dem Ginkgo – Extrakt angereichert sind, werden zur allgemeinen Steigerung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit eingenommen. Sie sollen auch bei altersbedingten Beschwerden helfen.

Bis heute konnten nur positive Wirkungen bei Mitteln festgestellt werden, die einen Extrakt enthalten, der mit Aceton – Wasser – Gemischen in einem speziellen Verfahren angereichert ist.
Autor: admin

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Beitrag vorhanden.

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um diesen Beitrag kommentieren zu können


Artikel Schreiben