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Schafgarbe (Heilpflanzen )

Die Schafgarbe gehört zur Familie der Korbblütler und der botanische Name lautet Achillea. Dieser Pflanzenname leitet sich vom griechischen Helden Achilles ab, der seine Wunden mit der Schafgarbe behandelt haben soll.
Daher ist die Pflanze auch unter dem Volksnamen Achilles bekannt. Andere Namen sind zum Beispiel Fasankraut, Feldgarbe, Gerwel, Katzenzahl und Tausendblatt.

Pflanzenkunde
Man findet die Schafgarbe in ganz Europa, vor allem aber in Mittel- und Nordeuropa. Dort kommt sie häufig vor und ist nicht gefährdet. Daneben ist die Pflanze in Nordamerika und Nordasien beheimatet.
Sie ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die bis zu einem Meter lange Wurzeln ausbildet. Sie wird etwa 80 Zentimeter groß und hat einen aufrechten Stängel, der an den Blütenständen verzweigt ist. Sowohl Stängel als auch Blüten sind behaart.
Gesammelt werden kann im Juli und August. Die Pflanze wächst an sonnigen Standorten auf trockenen Wiesen, Brachland und an Wegrändern. Vor allem auf Schafweiden ist sie oft zu finden und auch Schafe mögen sie sehr. Als Untergrund bevorzugt die Schafgarbe stickstoffhaltige, trockene Lehmböden.

Verwendung als Heilmittel
Schon die Menschen im Altertum wussten um die Kraft der Schafgarbe und nutzen sie zur Behandlung von Wunden und zum Blut stillen. Selbiges galt für die Menschen in China und die Indianer in Amerika.
Angewendet wird die Pflanze bei Problemen mit dem Magen, fehlendem Appetit, zur Stärkung des Immunsystems und des Kreislaufs. Aber auch bei Schleimhautentzündungen, Durchfall, Brandwunden, Unterleibskrämpfen und Hämorrhoiden soll die Schafgarbe helfen.
Zu den Inhaltsstoffen gehören unter anderem ätherisches Öl, Gerbstoffe, Flavone, Bitterstoffe sowie Eukalyptol.
Das blaue ätherische Öl der Schafgarbe ist dem Öl der Kamille im Aussehen und in der Wirkung ähnlich. Aus einer Pflanze kann nur sehr wenig Öl gewonnen werden, weshalb das ätherische Öl recht teuer ist, auch wenn die Schafgarbe in der Natur häufig anzutreffen ist.
Die Wirkung ist antibakteriell, krampflösend, beruhigend sowie hautpflegend. Wegen der krampflösenden Wirkung wird die Pflanze oftmals in der Frauenheilkunde eingesetzt.

Herstellung und Anwendung
Bevor Sie selbst Heilmittel zubereiten und anwenden, sollten Sie stets einen Arzt oder Apotheker konsultieren.
Zur Sammelzeit im Juli und August ist die Wirksamkeit der Pflanze am größten. Sie braucht nur ausgepresst werden und der Saft kann ohne Weiteres getrunken werden.
Alternativ dazu kann die Schafgarbe getrocknet und daraus ein Tee zubereitet werden. Dafür braucht nur ein Teelöffel von den getrockneten Blüten mit kochendem Wasser übergossen werden. Nach 15 Minuten abseihen und der Tee ist trinkfertig.
Bei Gliederschmerzen kann auch ein Badezusatz hergestellt werden. Dafür werden 250 bis 1000 Gramm Schafgarbe in zwei bis drei Liter Wasser gegeben und anschließend in ein Vollbad gefüllt.

Auch in Cremes findet sich das ätherische Öl der Schafgarbe wieder, um Ekzeme und unreine Haut zu behandeln. Bei der Anwendung muss aber beachtet werden, dass das Öl die Sonnenempfindlichkeit der Haut erhöht.
Autor: admin

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