Ginseng (Heilpflanzen )

Der Ginseng gehört zur Familie der Araliengewächse. Der echte Ginseng darf nicht mit anderen Pflanzenarten verwechselt werden, die mitunter den gleichen Namen tragen, aber nur verwandt oder sogar bloß ähnlich sind.
Botanisch betrachtet ist der Ginseng mit dem Efeu verwandt.
Man kennt den Ginseng zudem unter Bezeichnungen wie Allheilkraut, Samwurzel und Kraftwurz. Auch „Menschenwurzel“ wird der Ginseng genannt, indem das Aussehen der Wurzel an den menschlichen Körper erinnert.

Pflanzenkunde
Die in der freien Natur vorkommende Ginseng – Wurzel wächst ganze 150 bis 200 Jahre, bis sie geerntet wird. Solange braucht die Pflanze, bis sich alle Wirkstoffe gebildet haben.
Die Pflanze wird etwa 80 Zentimeter groß und ihre Heimat ist Asien, genauer der Urwald Nord – Koreas.

Mittlerweile wird der Ginseng auch in Zentral – Asien, China und Japan gezüchtet. Daneben wird er in den USA, Russland und in der Ukraine angebaut. Hier hat er nur sieben Jahre Zeit zum Wachsen und Gedeihen. Dann wird er geerntet, hat aber auch deutlich weniger Wirkstoffe. Eine 150 bis 200 Jahre alte Ginseng – Wurzel ist praktisch unbezahlbar.
Die Blüten des Ginseng sind weiß - grün. Der Stängel ist kahl und die Blätter sind fünfzählig gefingert. Zudem sind die Blätter quirlig angeordnet.

Verwendung als Heilmittel
In Asien gilt der Ginseng als Allheilmittel und wird seit Jahrtausenden in China als Heilpflanze verwendet.
Die Pflanze hat eine generell stimulierende, immunstimulierende, herzstärkende und tonisierende Wirkung. Daher wird der Ginseng etwa zur Stärkung der Libido, zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, bei Gedächtnisschwäche, Anämie sowie zur Förderung der Wundheilung eingesetzt.
Verwendet wird allein die getrocknete Wurzel des Ginseng und darin finden sich Wirkstoffe wie Vitamin B1 und B2, Schwefel, ätherisches Öl und östrogene Stoffe.
Allerdings unterscheidet man je nach Bearbeitung der Wurzel zwei verschiedene Arten: der weiße Ginseng und der rote Ginseng. Der weiße Ginseng wird geschält, gebleicht und anschließend getrocknet. Die frisch geerntete Wurzel des roten  Ginseng wird mit Wasserdampf behandelt und dann getrocknet.

Herstellung und Anwendung
Vorwiegend ist die Ginseng – Wurzel als Fertigpräparat erhältlich. Da gibt es etwa Ginseng – Kapseln und Tabletten, vor allem aber Ginseng - Tee.
Im Übrigen kann aus der Wurzel neben Tee auch Pulver hergestellt werden. Das Pulver bekommt man, indem man die getrockneten Wurzeln zermahlt. Das Pulver kann dann direkt eingenommen, zu Speisen hinzu gegeben oder in Form eines Getränks zubereitet werden.

Generell sollten Sie vor jeder Einnahme einen Arzt konsultieren. Denn die Einnahme von Ginseng kann mit Nebenwirkungen wie Schlafstörungen, Bluthochdruck oder Magen – Darm – Problemen verbunden sein. Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende sollten komplett auf eine Einnahme verzichten.
Darüber hinaus darf Ginseng nicht länger als drei Monate eingenommen werden.
Autor: admin

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