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Hagebutten (Heilpflanzen )

Mit Hagebutten sind alle ungiftigen Früchte diverser Rosensorten gemeint. Die Pflanze ist auch unter den Namen Wildrose, Zaunrose, Weinrose oder Heckenrose bekannt.
Der Name leitet sich ab von dem mittelhochdeutschen „Hag“ und „butte“. Ersteres steht für dichtes Gebüsch und meint den Standort, an dem die Hagebutte zu finden ist. Zweites meint das Gefäß, in dem die Samen sitzen.

Pflanzenkunde
Man findet die Hagebutte in Europa und Asien, wo sie in Hecken, Gebüschen und an Böschungen wächst und gedeiht. Man kann sie nicht nur in freier Natur antreffen, sie wird auch gezüchtet. Insgesamt ist sie eine sehr anspruchslose Pflanze. Der Strauch wird bis zu fünf Meter hoch.

Die Früchte bilden sich aus den zarten weißen oder zartrosafarbenen Blüten der Wildrose. Ihre Blütezeit ist der Hochsommer und im Herbst sind die leuchtend roten Hagebutten gereift, so dass sie gesammelt werden können.
Allerdings ist die Bezeichnung als Frucht nicht korrekt, vielmehr handelt es sich um Nüsschen, indem sich im Inneren der Hagebutte steinharte Schließfrüchte befinden.

Verwendung als Heilmittel
Verwendet werden allein die Schalen der Hagebutte.
Die Hagebutte hat viel Vitamin C und stärkt somit das Immunsystem. Zu den Inhaltsstoffen gehören neben Vitamin C Flavone, Fruchtsäuren und Vitamin B Komplex. Wegen dem hohen Vitamin C Gehalt werden die Früchte bei Erkältungen eingesetzt, aber auch bei Frühjahrsmüdigkeit und Vitamin C Mangel. Die Pektine und Fruchtsäuren haben eine abführende Wirkung, was zur Ausscheidung von Giftstoffen beiträgt.
Die Inhaltsstoffe wirken harntreibend, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Wegen der harntreibenden Wirkung wird die Hagebutte bei chronischen Nieren- und Blasenleiden verwendet.

Herstellung und Anwendung
Die Hagebutte wird von den Kernen befreit, klein geschnitten und getrocknet. Aufgrund des hohen Wassergehalts bedarf es eines warmen Plätzchens oder man nimmt den Backofen zur Hilfe.

Aus der getrockneten Hagebuttenschale kann nun einen Tee zubereitet werden. So kann ein Vitamin C Mangel erfolgreich behandelt werden. Indem die Hagebutte recht resistent ist, wird auch das Vitamin C durch die Hitze nicht zerstört. Bei Fieber dient der Tee der Erfrischung.
Wenn der Hagebuttentee als Abführmittel eingesetzt werden soll, muss ein Teelöffel zerkleinerte Hagebutten mit einem Viertelliter Wasser übergossen werden. Den Tee lassen Sie fünf bis zehn Minuten ziehen und er kann anschließend warm oder kalt getrunken werden.

Vor der Anwendung von Heilpflanzen aller Art, sollten Sie zunächst Rücksprache mit Ihrem Arzt halten und Erkrankungen oder andere körperliche Beschwerden abklären lassen.
 
Autor: admin

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