Holunder (Heilpflanzen )

Der Holunder gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse. Von den etwa 30 bis 40 Arten ist der Schwarze Holunder die bekannteste Form und wird oftmals abgekürzt als Holunder bezeichnet. Vor allem im Norden Deutschlands ist er auch unter dem Namen Flieder bekannt. Daneben ist er im Volksmund unter Bezeichnungen wie Kelkenbusch, Betschel, Holler und Schwarzholder geläufig.

Pflanzenkunde
Der Holunder wächst in Form von Halbsträuchern, Sträuchern oder kleinen Bäumen und ist in Europa, Nordafrika, West- sowie Mittelasien heimisch. Er kann ein bis sieben Meter groß werden und ist eher selten eine mehrjährige krautige Pflanze. Die Blüten sind klein und gelblich – weiß. Dabei sind sie in großen trugdoldigen Blütenständen angeordnet.
Der Holunder blüht von Juni bis August. Im Juni können die Blüten gesammelt werden und von August bis September ist Sammelzeit für die Früchte. Dabei handelt es sich um Beeren, die schwarz oder schwarz – violett sind. Sie enthalten sehr viel Vitamin C.
Die Pflanze kann auch im Garten angepflanzt werden, allerdings sollte man bedenken, dass sie nach nur wenigen Jahren sieben Meter hoch und sehr breit werden kann.
Vorsicht ist geboten, denn das Grüne des Holunder ist giftig. Darüber hinaus kann auch der frische Holunder, genauer die Blätter, Rinde, Wurzeln, unreife sowie reife, ungekochte Beeren leicht giftig wirken. Übelkeit und Erbrechen wären die Folge.

Verwendung als Heilmittel
Noch erhaltene Schriften aus der Antike belegen, dass der Holunder schon zu dieser Zeit als Heilmittel zum Einsatz kam.
Die positive Wirkung des Holunder als Heilpflanze ist mittlerweile wissenschaftlich bestätigt. So soll er etwa vorbeugend gegen Herzinfarkte und Krebs helfen.
Die Anwendungsbereiche sind derart umfangreich, dass eine abschließende Aufzählung im Folgenden nicht möglich ist. Beispielhaft seien Bronchitis, Blähungen, Falten, Abwehrschwäche, Fieber, Gicht, Grippe, Halsschmerzen, Prellung und Verstopfung genannt.
Die Inhaltsstoffe des Holunder wie ätherisches Öl, Schleimstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide haben unter anderem eine anregende, harntreibende, krampflösende, schweißtreibende sowie entzündungshemmende Wirkung.
Nebenwirkungen sind bei der Einnahme von Holunderblüten nicht bekannt.

Herstellung und Anwendung
Mit den Blüten des Holunders kann ein Aufguss bereitet werden, der bei Fieber hilft, indem er eine schweißtreibende Wirkung hat.
Aus den Blüten kann aber auch ein Tee hergestellt werden, wobei die tägliche Dosis nicht mehr als 10 bis 15 Gramm betragen sollte. Für den Tee werden zwei Teelöffel Holunderblüten mit einer Tasse siedendem Wasser übergossen. Denn Tee lassen Sie fünf Minuten ziehen und sieben ihn ab, bevor er trinkfertig ist.
Bei Husten können Sie zehn Gramm Holunderbeeren in 150 Milliliter kaltem Wasser einweichen. Das Gemisch kochen Sie anschließend kurz auf, sieben es nach zehn Minuten ab und können es im Anschluss lauwarm trinken.
Gegen fettige und unreine Haut helfen 15 Gramm Holunderblüten, die mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen und für zehn Minuten stehen gelassen werden. Diese Mixtur können Sie nun als Kompresse oder Gesichtswasser verwenden.
Bei Gliederschmerzen bereiten Sie einen Aufguss mit 250 Gramm Holunderblüten und einem Liter Wasser. Das ganze geben Sie anschließend in ein Vollbad.

Vor einer Selbstbehandlung mit Heilpflanzen ist immer ein Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.
Autor: admin

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