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Isländisch Moos (Heilpflanzen )

Das Isländische Moos ist eine Strauchflechte, die auch unter Bezeichnungen wie Blutlungenmoos, Fiebermoos sowie Hirschhornflechte bekannt ist.

Pflanzenkunde
Bei der Pflanze handelt es sich nicht um Moos, wie der Name vermuten lassen könnte. Vielmehr ist sie eine polsterförmig wachsende Strauchflechte. Sie wird vier bis zwölf Zentimeter hoch und wächst auf Erdböden oder Felsen. Indem das Isländisch Moos nicht angebaut werden kann, kommt es nur wild wachsend in der freien Natur vor. Hier vor allem in skandinavischen und osteuropäischen Ländern sowie in Kanada. Dort findet man sie an buschigen Hängen, auf Lichtungen, auf Wiesen und feuchten Feldern.
Die einzelnen Triebe verzweigen sich geweihartig, sind starr und schuppig.
Gesammelt wird von April bis August.

Verwendung als Heilmittel
Seit dem 17. Jahrhundert weiß man um die heilende Wirkung des Isländischen Moos. Dabei wird allein das Moos verwendet.
Die Wirksamkeit bei Erkrankungen der Schleimhaut, Husten und Appetitmangel ist wissenschaftlich belegt. Derzeit wird auch eine Anwendung bei Krebs geprüft.
Im Übrigen wird es bei Schwächezuständen, Gastritis, Nierenschwäche, Nervosität, Wunden und zur äußeren Anwendung bei Hautunreinheiten angewendet.
Die Pflanze hat unter anderem eine appetitanregende, blutstillende sowie antibakterielle Wirkung.

Zu den Inhaltsstoffen gehören Bitterstoffe, Flechtensäuren, Schleimstoffe, die Vitamine A, B1 und B12 sowie Iod.

Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt. Dennoch sollte Sie vor der Einnahme von Heilpflanzen einen Arzt oder Apotheker konsultieren.

Herstellung und Anwendung
Vor allem in Form von Tee und Lutschpastillen ist das Isländisch Moos erhältlich. Dafür werden die Flechten gesammelt und anschließend an der Luft getrocknet. Für die Herstellung von Tee werden die getrockneten Thallusstücke noch mal angefeuchtet, geschnitten und ein weiteres Mal getrocknet.
Bei Schmerzen an der Bandscheibe können Sie das Isländische Moos weich kochen und mit Orangensaft sowie Honig vermengen. Davon muss fünfmal am Tag ein Esslöffel gut gekaut werden.

Gegen Husten geben Sie einen Esslöffel Isländisch Moos in einen halben Liter Wasser und lassen das ganze sechs bis acht Stunden gekühlt stehen. Anschließend kochen Sie das Kraut mit einem halben Liter Wasser auf, und der gesüßte Sud kann löffelweise eingenommen werden. Der Tee hat eine auswurffördernde Wirkung und lindert den Hustenreiz.
Bei Akne kann eine Therapie mit dem Tee versucht werden. Dafür müssen drei Tassen täglich über einen längeren Zeitraum getrunken werden.
Als Magenmittel wird ein Teelöffel Isländisches Moos mit einer Tasse Wasser aufgekocht. Den Tee lassen Sie für zehn Minuten ziehen und sieben ihn im Anschluss ab. Nach der Mahlzeit wird der Tee getrunken.

Wenn Sie an Fieber oder Entzündungen leiden, sollten Sie von einer Einnahme von Isländisch Moos Abstand nehmen.
 
Autor: admin

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