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Johanniskraut (Heilpflanzen )

Das Echte Johanniskraut gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse. Die Pflanze ist auch unter den Namen Tüpfel - Johanniskraut oder Tüpfel – Hartheu bekannt. Daneben trägt sie im Volksmund Namen wie Wundkraut, Jageteufel, Teufelsflucht und Gartheil.
Die Pflanze ist eine bekannte typische Mitsommerpflanze, deren Name vom Johanni – Tag am 24. Juni stammt.

Pflanzenkunde
Es gibt etwa 400 Arten des Johanniskrauts, wovon zehn in Mitteleuropa zu finden sind. Daneben ist die Pflanze auch in Westasien und Nordafrika heimisch. Zu einer Einbürgerung kam es in Australien, Nord- und Südamerika sowie Ostasien.
Sie kann bis zu 90 Zentimeter groß werden und hat einen aufrechten 15 Zentimeter hohen Stängel, der am oberen Teil verzweigt ist. Im Vergleich zu anderen Johanniskrautarten ist der Stängel nicht innen hohl, sondern markig ausgefüllt.
Die Wurzel kann bis zu 50 Zentimeter in die Tiefe reichen.
Eine Pflanze hat bis zu 100 Staubblätter. Die Blüten sind gelb und unsymmetrisch.
Man findet die Pflanze an Wegrändern, in lichten Gebüschen, Böschungen und auf Schuttplätzen. Dort tritt sie zumeist in größeren Gruppen auf.
Das Johanniskraut blüht von Juni bis August. Sammelzeit ist von Ende Juni bis September.
Die Bestäubung erfolgt durch Pollen suchende Insekten. Die Pflanze ist leicht giftig.
Das Johanniskraut wird wegen seiner Verwendung als Heilpflanze angebaut, gilt aber im Übrigen als Unkraut. Verwendet werden das blühende Kraut sowie die Blüten.

Verwendung als Heilmittel
Schon im 17. Jahrhundert kam die Pflanze bei Depressionen und schwermütigen Gedanken zum Einsatz. Wegen ihren gelben Blüten wird sie mit der Sonne assoziiert, deren Kraft sie an den langen Sommertagen aufnimmt und im Winter an den dunklen Tagen an den Menschen abgibt.

Im Johanniskraut finden sich Wirkstoffe wie Phytosterin, Stearin, Öl, Harz, Gerb- und Bitterstoffe. Diese haben eine stimmungsaufhellende, abschwellende, krampflösende, beruhigende, entzündungshemmende, schmerzstillende und antibakterielle Wirkung. Daher wird Johanniskraut unter anderem bei Appetitlosigkeit, Durchfall, Magenbeschwerden, Wunden, trockene Haut und Narbenschmerzen eingesetzt. Das Hauptanwendungsgebiet sind aber nach wie vor Depressionen. Da verwundert es nicht, dass die anderen Anwendungsbereiche leicht in Vergessenheit geraten sind.
Auch in der Wissenschaft ist die Wirkung des Johanniskraut anerkannt, weshalb es bei nervöser Unruhe und leicht depressiven Verstimmungen verschrieben wird.

Herstellung und Anwendung
Vor der Anwendung oder Einnahme von Johanniskraut sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker fragen. Denn es können eine Reihe von Nebenwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten. Außerdem wird man bei einer Einnahem gegenüber Sonneneinstrahlung empfindlich. Ebenso soll die Wirkung der Pille beeinträchtigt werden.
Weil unter anderem schwere Depressionen unbedingt von einem Arzt behandelt werden müssen, sind Johanniskraut – Präparate seit dem 1. Juli 2009 rezeptpflichtig.
Autor: admin

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