Arnika (Heilpflanzen )

Die Arnika wird auch Bergwohlverleih genannt, dies wohl deshalb, da sie vor allem in den Bergen wächst. In den Vogesen und im Hochschwarzwald findet man Wiesen, die mit Arnika über und über geschmückt sind. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und steht unter Naturschutz, weshalb man sie nicht selbst sammeln darf. Sie können aber Arnika im Garten selbst anpflanzen oder in der Apotheke erwerben.

1986 wurde sie zur Blume des Jahres und 2001 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Pflanzenkunde
Die Arnika wächst vor allem im Gebirge und in Höhen von 800 bis 2.800 Metern. Neben den Alpen ist sie auch in den Pyrenäen, im Balkan sowie nördlich bis Südskandinavien und im Baltikum beheimatet. Sie blüht von Mai bis August und bevorzugt saure sowie magere Wiesen. Kalk mag sie hingegen gar nicht. Sie ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die 20 bis 60 Zentimeter groß wird. Am Stängel wachsen ein bis drei Laubblätter. Hier ist die Arnika eine Ausnahme zu den anderen Korbblütengewächsen. Gepflückt werden könnte sie im Juli und August, wobei sie aber geschützt ist.

Verwendung als Heilmittel
Bekannt ist die Arnika auch als Erste – Hilfe – Kraut. Die Arnika ist eine derart starke Pflanze, im Sinne von scharf, dass sie nur verdünnt und bei innerer Anwendung sehr vorsichtig angewendet werden sollte. Außerdem gibt es Menschen, die sogar allergisch auf die Pflanze reagieren. Tasten Sie sich daher nur langsam an die Anwendung von Arnika heran.

Im Übrigen hat sie bei zahlreichen Erkrankungen eine heilende Wirkung. Dabei ist hier eine abschließende Aufzählung gar nicht möglich. Beispielhaft seien Fieber, Husten, Grippe, Zahnfleischentzündungen, Magenkrämpfe, Durchfall, Zerrungen und Herzschwäche genannt.

Ihre Wirkung ist unter anderem antibakteriell, krampflösend, schmerzstillend, harntreibend und entzündungshemmend.

Als Wirkstoffe finden sich in der Arnika etwa Kampfer, Inulin, Flavonoide, Helenalin und ätherisches Öl.

Herstellung und Anwendung
Eine wichtige Sache vornweg: Die Arnika muss stets richtig dosiert werden, da es sonst schnell zu Vergiftungen kommen kann. Daher ist es dringend ratsam, dass die Anwendung dieser Heilpflanze nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgt.

Die Arnika – Pflanze wird vor allem als Tinktur verwendet. Für die Herstellung werden die Arnika – Blüten in ein Glas mit Schraubdeckel gegeben und mit Doppelkorn oder Weingeist übergossen. Dabei gibt man soviel Alkohol hinzu, bis alle Blüten bedeckt sind. Nun wird das ganze verschlossen, für zwei bis sechs Wochen stehen gelassen und nach dieser Zeit die Masse abgeseiht und in eine dunkle Flasche gefüllt.

Auch Tee kann aus der Heilpflanze Arnika zubereitet werden. Dafür werden ein bis zwei Teelöffel der getrockneten Arnika – Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Den Tee lassen Sie für zehn Minuten ziehen und seihen ihn abschließend ab. Den Tee können Sie lauwarm zum Gurgeln verwenden und halb – halb mit Wasser verdünnt für Umschläge.

Bei Erkrankungen der Atemwege geben sie 10 bis 25 Tropfen in ein Glas mit lauwarmen Wasser. Nun können Sie damit Gurgeln oder das Gemisch Trinken, was bei Erkältungen oder einer Bronchitis hilft.
Autor: admin

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