Lapacho (Heilpflanzen )

Hinter dem Namen Lapacho verbirgt sich ein Baum, der in Mittel- und Südamerika beheimatet ist. Die Indianer bezeichnen den Lapacho als Baum des Lebens.
Er gehört zur Familie der Bignoniaceae – die so genannten Trompetenbaumgewächse.

Pflanzenkunde
Der Baum kann bis zu 35 Meter groß und 700 Jahre alt werden. Er wächst in Regenwäldern von zum Beispiel Argentinien und Brasilien. Er blüht von Mai bis August und bringt glockenförmige Blüten hervor, die gelb, weiß oder rosarot sind. Der Lapacho Baum ist außerdem immergrün.
Das Holz ist hart und schwer sowie von hoher Qualität. Die Rinde ist glatt und aus ihr wird der Lapacho – Tee hergestellt.

Verwendung als Heilmittel
Schon die Inkas waren von der Heilwirkung des Lapacho – Tees überzeugt. Er wird eingesetzt bei Müdigkeit, Verstopfung, Asthma, Entzündungen, Magenschmerzen und Infektionen. Seine Inhaltsstoffe haben eine antibakterielle, beruhigende, blutdrucksenkende, harntreibende und schmerzstillende Wirkung. Zu den Inhaltsstoffen gehören unter anderem Eisen, Kalzium, Barium, Jod und Bor.
Es wird immer nur der innere Teil der Rinde verwendet, da der äußere Teil kaum Wirkstoffe enthält.
Die Wirksamkeit als Heilpflanze ist nach wie vor nicht wissenschaftlich belegt. Außerdem ist er in Europa eher unbekannt, während er in Nordamerika den Status eines so genannten Mode – Heilmittels eingenommen hat.
Besonders gestritten wird um die Verwendung als Heilmittel gegen Krebs. Tatsächlich finden sich in der Rinde Stoffe, die gegen Krebs helfen können. Dafür müsste man aber eine derart große Menge an Tee zu sich nehmen, dass es zu sehr heftigen Nebenwirkungen kommen würde. Generell sind bei den Nebenwirkungen Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und eine Verlangsamung der Blutgerinnung beobachtet wurden.

Herstellung und Anwendung
Stets gilt es, Heilpflanzen niemals ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker einzunehmen. Der Lapacho - Tee darf nicht überdosiert und länger als sechs Wochen getrunken werden. Schwangeren ist gänzlich von dem Tee abzuraten, jedenfalls als Getränk. Wer Probleme mit der Blutgerinnung hat, sollte ebenfalls auf die Anwendung verzichten.
Für den Tee braucht man zwei Teelöffel Rinde, die mit einem Liter kaltem Wasser übergossen werden. Das Gemisch lässt man für fünf Minuten kochen und im Anschluss 15 Minuten ziehen. Pro Tag kann maximal ein Liter getrunken werden. Auch für ein Vollbad oder die Verwendung in Kompressen ist der Lapacho – Tee geeignet. Bei den Kompressen wird das Auflegen auf große Wunden nicht empfohlen. Dies hängt wohl mit der Verlangsamung der Blutgerinnung zusammen, was von den Wirkstoffen der Lapacho – Rinde bewirkt wird.
 
Autor: admin

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