Melisse (Heilpflanzen )

Die Melisse wird auch als Zitronenmelisse bezeichnet und gehört zur Familie der Lippenblütler. Ihr botanischer Name lautet Melissa officinalis. Im Volksmund kennt man sie auch unter den folgenden Namen: Bienenfang, Riechnessel, Limonikraut, Zitronella oder Honigblum.

Pflanzenkunde
Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem südeuropäischen Raum. Im Mittelalter gelangte die Pflanze nach Deutschland, wo sie erst in Klostergärten, und später in Bauerngärten gezüchtet wurde. Mönche brachten die Melisse zu uns.
Der allseits bekannte Melissengeist wurde als erstes von den Mönchen hergestellt. Mittlerweile findet man die Pflanze in Weingärten, an Hecken sowie auf Schuttplätzen.
Sie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und kann 25 bis 30 Jahre alt werden.
Die Stängel stehen aufrecht und sind verzweigt. Die Blätter können eiförmig bis rhombisch oder länglich sein. Das Blattende ist stumpf oder kurz zugespitzt. Die Blüten sind weiß oder gelblich.
Die Melisse wird 20 bis 90 Zentimeter groß, ganz selten erreicht sie auch eine Höhe von 120 Zentimetern.
In den Monaten Juni und Juli ist Sammelzeit.

Verwendung als Heilmittel
Schon die Griechen und Römer waren von der Heilkraft der Melisse überzeugt. Sie kam zum Beispiel bei Geschwüren, Rheuma und offenen Wunden zum Einsatz. Zu ihren Inhaltsstoffen zählen ätherisches Öl, Flavonoide, Bitterstoffe, Rosmarinsäure sowie Gerbstoffe. Das Öl wirkt beruhigend, fördert die Verdauung und löst Krämpfe. In der wissenschaftlichen Forschung konnte sogar belegt werden, dass Melisse das Wachstum von Viren, insbesondere dem Herpesvirus, mindert. Die Bitterstoffe regen den Appetit an. So kommt die Pflanze unter anderem bei Migräne, Herpes, Herzbeschwerden, Ohrenschmerzen und Zahnschmerzen zur Anwendung. Eine abschließende Aufzählung ist kaum möglich, denn die Melisse wird bei fast allen Arten von Beschwerden eingesetzt.

Herstellung und Anwendung
Für eine Melissen – Tee benötigen Sie einen Teelöffel Melissenblätter, den Sie mit einer Tasse heißem Wasser übergießen. Das ganze lassen Sie etwa fünf Minuten ziehen und sieben es anschließend ab. Zur Behandlung einer Erkältung, Schwindel oder Kopfschmerz wird ein Esslöffel Melissenblätter verwendet.
Aber auch bei Einschlafproblemen und Ruhelosigkeit kann vor dem zu Bett gehen eine Tasse Tee getrunken werden.

Aus dem Melissen – Tee können außerdem Kompressen gemacht werden, die zum Beispiel bei Beulen und Insektenstichen helfen. Dafür wird ein Baumwolltuch in Melisse getränkt und auf die betreffende Stelle aufgelegt.
Ein Badezusatz aus Melisse stärkt die Nerven und wirkt beruhigend. Dafür bereiten Sie einen Aufguss aus 150 bis 500 Gramm Melissenblättern und zwei bis drei Liter Wasser. Das Gemisch geben Sie nun in ein Vollbad.

Fragen Sie vorher immer einen Arzt oder Apotheker, bevor Sie Heilpflanzen anwenden. Denn ernsthafte Erkrankungen sollten nicht eigenmächtig mit Heilpflanzen behandelt werden.
Autor: admin

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