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Pfefferminze (Heilpflanzen )

Die Pfefferminze gehört zur Gattung der Minzen. 2004 wurde sie zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Indem es sehr viele wild – wachsende Minzearten gibt und die Gattung sehr variabel ist, kann eine genaue Abgrenzung kaum vorgenommen werden. Sicher ist, dass die Pfefferminze aus einer Kreuzung mehrerer Minzearten im 17. Jahrhunderten eher zufällig hervor gegangen ist.
Zu ihren volkstümlichen Namen zählen unter anderem Balsam, Edelminze, Teeminze, Gartenminze sowie Englische Minze.

Pflanzenkunde
Beheimatet ist die Pfefferminze vor allem in Europa und Nordamerika. Sie ist eine mehrjährige krautige Pflanze und wird zwischen 50 und 100 Zentimeter groß. Sie hat einen vierkantigen Stängel, der sich nach oben hin verzweigt, sofern genug Platz vorhanden ist. Die Blätter sind länglich und dunkelgrün. Sie riechen nach Menthol, wenn sie in der Hand zerrieben werden.
So quasi in jedem Garten kann die Pflanze angepflanzt werden und wenn sie sich erst einmal wohl fühlt, kommt sie jedes Jahr wieder.
Die Pflanze vermehrt sich von selbst durch Wurzelausläufer. Aus diesen sprießt jeweils eine neue Pfefferminzpflanze.

Verwendung als Heilmittel
Die Pfefferminze gehört zu den beliebtesten Heilpflanzen.
Die Wirkung der Pflanze ist anregend, beruhigend, auswurffördernd, desinfizierend, entzündungshemmend, krampflösend sowie verdauungsfördernd. Die Heilwirkung der Pfefferminze ist recht stark.
Zu den Inhaltsstoffen gehören neben ätherischen Öl Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Enzyme und Valeriansäure.
Gesammelt werden kann im Frühsommer vor der Blüte.
Die Anwendungsgebiete sind vielfältig. Dazu gehören Magenbeschwerden, eine Infektion der oberen Atemwege, Erkältungen, Schnupfen, Fieber, bei Beschwerden der Gallenblase und bei Kopfschmerzen.
Früher hat man bei Ohrenschmerzen die Minze mit Honig vermischt und in die Ohren geträufelt.

Herstellung und Anwendung
Pfefferminztee kann natürlich getrunken, aber auch äußerlich angewendet werden. Für die Zubereitung benötigen Sie einen Esslöffel Pfefferminzblätter, der mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen wird. Den Tee lassen Sie nun abgedeckt für zehn Minuten stehen und sieben ihn anschließend ab. Bei Bedarf kann der Tee mit etwas Honig gesüßt werden. Bei Übelkeit und Brechreiz hat der Tee eine leicht betäubende Wirkung auf die Magenschleimhaut.
Bei Kopfschmerzen können Stirnumschläge aus Pfefferminztee gemacht werden.
Wenn Sie inhalieren möchten, geben Sie drei bis vier Tropfen Pfefferminzöl in heißes Wasser und atmen die Dämpfe ein.
Für die Zubereitung eines Badezusatzes geben Sie 250 bis 500 Gramm Pfefferminze in zwei bis drei Liter. Dieses Gemisch kippen Sie nun in ein Vollbad. Dies dient einer allgemeinen Kräftigung und Stärkung. Außerdem hat es eine wohltuende Wirkung auf die Nerven.

In der Schwangerschaft sollte auf die Anwendung von Pfefferminze verzichtet werden, indem es zu Frühgeburten kann. Dies gilt übrigens für alle Minzarten.
Im Übrigen sollten Sie vor der Anwendung von Heilpflanzen stets Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker halten.
Autor: admin

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