Salbei (Heilpflanzen )

Der Salbei gehört zur Familie der Lippenblütler. Die Pflanze ist auch unter Bezeichnungen wie Zuffen, Königssalbei, Salfat sowie Königssalbei bekannt. Der botanische Name lautet Salvia officinalis. Dieser Name leitet sich vom lateinischen „salvare“ ab und heißt übersetzt „heilen“.

Pflanzenkunde
Beheimatet ist der Salbei im Mittelmeerraum, hier vor allem an der Adria. Sein Ursprungsgebiet sind die Gebirge in Südeuropa, denn der Salbei mag es warm. Gesammelt werden kann im Mai und September, nämlich vor und nach der Blütezeit.
Die Pflanzen sind meist ausdauernd und krautig. Der Salbei wächst als Strauch oder Halbstrauch, wird bis zu 50 Zentimeter groß und duftet aromatisch. Die Blätter sind weich und filzig. Während sie im Frühling eine graugrüne Farbe haben, sind sie von Herbst bis Frühjahr eher silbrig. Die unteren Stängel sind verholzen und an den Spitzen der Stängel befinden sich die hellvioletten Lippenblüten. Zumeist bilden sechs bis zehn Blüten einen Quirl.

Verwendung als Heilmittel
Seit vielen Jahrtausenden wird der Salbei als Heilpflanze eingesetzt. So wurde er etwa im alten Ägypten bei Unfruchtbarkeit verabreicht.
Die Pflanze zeichnet sich vor allem durch ihre desinfizierende, schweißhemmende und zusammenziehende Wirkung aus.
Zu den Inhaltsstoffen gehören unter anderem ätherisches Öl, Limonen, Menthol, Bitterstoff, Asparagin, Zink und Thymol. Diese Stoffe haben eine harntreibende, krampflösende, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Die Anwendungsgebiete sind sehr vielfältig, weshalb eine abschließende Aufzählung nicht möglich ist. Beispielhaft seien Rheuma, Übergewicht, starkes Schwitzen, Insektenstiche, Blähungen, Mundgeruch, Hauterkrankungen und Durchfall genannt.

Herstellung und Anwendung
Vor allem bei Husten und Entzündungen im Hals, hilft ein Salbei – Tee. Dafür werden zwei Teelöffel von den getrockneten oder frischen Blättern mit heißem Wasser übergossen und für zehn Minuten stehen gelassen. Nun noch den Tee absieben und dann kann zwei- bis dreimal täglich eine Tasse getrunken werden.
Bei schlecht heilenden Wunden oder Ekzemen kann der Tee im Rahmen eines Bades oder einer Spülung auch äußerlich angewendet werden. Man kann mit dem Tee auch den Mund ausspülen, wenn man an Entzündungen der Mundschleimhaut oder des Zahnfleisches leidet.
Schließlich ist ein Fußbad möglich, wenn man übermäßigen Fußschweiß bekämpfen möchte. Dafür werden zwei Esslöffel der getrockneten Blätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen. Das ganze bleibt für zehn Minuten ziehen, man siebt es anschließend ab und lässt es abkühlen. Nun können die Füße in dem Bad gewaschen werden.

Vor der Herstellung und Anwendung von Heilpflanzen gilt es immer, den Rat eines Apothekers oder Arztes einzuholen. Keinesfalls sollten Heilpflanzen eigenmächtig eingenommen werden. Bei einer Überdosierung von Salbei kann es zu Hitzegefühl und Schwindel, aber auch Krämpfen und Herzrhythmusstörungen kommen. Daher Salbei nicht in der Schwangerschaft und über einen längeren Zeitraum einnehmen.
 
Autor: admin

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