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Augentrost (Heilpflanzen )

Die Pflanze Augentrost gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse. Euphrasia ist der griechische Name für diese Pflanze und heißt übersetzt Freude, Frohsinn. Volkstümlich ist sie zudem unter den Bezeichnungen Augendank, Lichtkraut und Weihbrunnkessel bekannt.

Pflanzenkunde
Die Pflanze ist ein Halbschmarotzer, das heißt eine parasitische Blütenpflanze. Sie entzieht mit Hilfe ihrer Saugwurzeln den Wurzeln der benachbarten Gräser Wasser und Nährstoffe. Daher ist die Pflanze auch unter dem volkstümlichen Namen „Wiesenwolf" oder „Milchdieb" bekannt.

Die Besonderheit beim Augentrost ist, dass sie, anders als andere Halbschmarotzer, auch leben kann, ohne zu parasitieren. Nur im chemischen Einflussbereich des Wirts keimen die Samen.

46 Arten von Augentrost wurden 1997 in die so genannte Rote Liste aufgenommen. In dieser Liste finden sich alle weltweit gefährdeten Pflanzenarten wieder. Eine aus Japan stammende Sorte, die Euphrasia omiensis, ist wohl ausgestorben. Die Euphrasia arguta aus Australien war seit 1904 verschollen und wurde im Jahr 2008 wiederentdeckt.

Verwendung als Heilmittel
Schon unsere Vorverfahren im Mittelalter haben die Bedeutung von Augentrost erkannt – eine Heilpflanze für, wie es der Name schon sagt, Probleme mit den Augen, zur äußerlichen Anwendung. Insbesondere geht es hier um eine Entzündung der Augenlider, der Bindehäute und der Augen selbst.

Eine Brille wird unter der Anwendung von Augentrost leider nicht ersetzt. Aber die Sehkraft des Menschen kann aufrechterhalten werden und es soll auch eine Verbesserung der Sehkraft möglich sein. Überdies ist die Pflanze bei Schnupfen, Husten, Heuschnupfen und Erkrankungen des Verdauungssystems eine Alternative zur Chemie.

So wird Augenrost etwa als Tee zubereitet und hat eine Husten lösende und lindernde Wirkung. Auch können mit dem Tee die Augen ausgewaschen bzw. gespült werden.

Obwohl es zahlreiche Arten von Augentrost gibt, so haben doch alle Pflanzen eine ähnliche Wirkung. Allerdings war es bis heute nicht möglich, die Erforschung der Gattung abzuschließen, weil sich die verschiedenen Sippen untereinander sehr leicht kreuzen.

Im Spätsommer, also von Juli bis Oktober, werden die Blätter zur Blütezeit des Augentrost gepflückt. Die Pflanzen finden Sie an trockenen Berghängen, in Wäldern und auf Weiden.

Sehr interessant ist, dass die Pflanze um so mehr Wirkstoffe enthält, je höher ihr Standort ist. Als Wirkstoffe enthält die Heilpflanze Gerb- und Bitterstoffe sowie ätherische Öle. Allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die die Wirksamkeit als Heilpflanze belegen.

Herstellung und Anwendung
Die oberen blühenden und blättrigen Teile des Augentrost müssen abgeschnitten, die Pflanzenteile gereinigt und die verholzten Teile entfernt werden.

Die verbleibenden Pflanzenteile werden in einer dünnen Schicht ausgebreitet und zum Trocknen liegen gelassen.

Für die Zubereitung eines Tees wird ein Teelöffel des getrockneten Krautes mit einem Viertelliter Wasser einige Minuten gekocht. Von diesem Tee kann man täglich ein bis zwei Tassen trinken.

Soll der Tee hingegen äußerlich angewendet werden, dann wird ein Esslöffel des Krautes mit einem Viertelliter Wasser für zehn Minuten kochen gelassen. Mit dieser unverdünnten Flüssigkeit können dann die Augen ausgewaschen werden.

Sie sollten keinesfalls eine Behandlung mit Augentrost starten, bevor Sie nicht Ihren Arzt oder Apotheker aufgesucht und hierzu nachgefragt haben.
Autor: admin

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