Bärlauch (Heilpflanzen )

Der Bärlauch stammt aus der Gattung der Allium und ist deshalb mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch verwandt.

Pflanzenkunde
Beheimatet ist die Pflanze in Europa und Teilen Asiens. Man findet sie vor allem in Wäldern.
In Deutschland ist der Bärlauch besonders im Süden, weniger im Norden anzutreffen. In Brandenburg und Hamburg steht er sogar auf der Roten Liste, das heißt, er ist vom Aussterben bedroht. In Schleswig – Holstein etwa gilt er als potenziell gefährdet. Der Bärlauch ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit regelmäßig zwei, seltener ein oder drei Laubblättern. Seine Trugdolden mit weißen sternenförmigen Blüten sitzen auf einem 20 bis 50 Zentimeter hohen Stängel. Die Blätter sind länglich, lanzettlich und weich. Er bevorzugt humose, lockere und dauerhaft feuchte Böden in schattigen Laubwäldern.

Wenn der Bärlauch im Frühjahr blüht, nimmt man in den feuchten Laubwäldern schnell einen knoblauchartigen Geruch wahr. Daher wird er auch als Waldknoblauch bezeichnet. Er blüht von Mai bis Juni und muss frisch verarbeitet werden, da sonst die Inhaltsstoffe verloren gehen.

Sollten Sie Bärlauch selbst sammeln gehen, müssen Sie sehr vorsichtig sein. Denn bei den Bärlauchblättern besteht Verwechselungsgefahr zu den Blättern des Maiglöckchens und der Herbstzeitlosen. Da diese beiden Pflanzen giftig sind, kann eine Verwechselung im schlimmsten Fall tödlich enden.

Darüber hinaus ist Bärlauch für einige Tierarten giftig. Dazu gehören Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und Pferde.

Zu den Inhaltsstoffen zählen Flavonoide, Biokatalysatoren, Lauchöl, Fructosane und eine Menge Vitamin C.

Verwendung als Heilmittel
Angewendet wird der Bärlauch bei Problemen beispielsweise mit dem Magen – Darm – Trakt, Hautausschlägen, Bluthochdruck, Darminfektionen, Rheuma, Asthma, Durchfall, Frühjahrsmüdigkeit sowie Arterienverkalkung.

Ebenso kann man gut gegen Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Und auch für Frühjahrskuren ist das Kraut bestens geeignet. Er wirkt unter anderem entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend, blutreinigend und anregend. Indem sich Bärlauch und Knoblauch sehr ähnlich sind, ist auch die heilende Wirkung vergleichbar. So kann man, je nach Saison, die Kräuter abwechselnd anwenden.

Schon im Mittelalter machte man sich die heilende Wirkung von Bärlauch zu Nutze. Allerdings gibt es bis heute keine ausreichenden wissenschaftlichen Studien, die die Wirksamkeit von Bärlauch als Heilmittel belegen können.

Herstellung und Anwendung
Man kann den Bärlauch als Tinktur gegen Arteriosklerose und Bluthochdruck zubereiten. Dafür gibt man die Blätter in ein Glas mit Schraubdeckel und fügt Doppelkorn oder Weingeist hinzu. Die Blätter müssen vollständig bedeckt sein. Dann bleibt das Gemisch für zwei bis sechs Wochen stehen. Nun seihen Sie das ganze ab und füllen es in eine dunkle Flasche.

Von der Tinktur kann man täglich 10 bis 50 Tropfen nehmen. Ist die Tinktur zu stark, kann sie mit Wasser verdünnt werden.

Aus geschmacklichen Gründen ist die Herstellung von Tee aus Bärlauch weniger empfehlenswert, aber dennoch möglich. Die Zubereitung erfolgt wie bei jedem anderen Tee auch. Die Blätter werden mit kochendem Wasser übergossen und das ganze lässt man für fünf bis zehn Minuten ziehen.
Autor: admin

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Beitrag vorhanden.

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um diesen Beitrag kommentieren zu können


Artikel Schreiben