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Bibernelle (Heilpflanzen )

Die Bibernelle wird auch Pimpernelle oder Pimpinelle genannt. Sie kommt aus der Familie der Doldenblütler. Dabei wird zwischen zwei Arten unterschieden: der großen und der kleinen Bibernelle. Die Bibernelle ist auch unter den Volksnamen Bockwurz, Steinpeterlein und Pfefferwurz bekannt.

Pflanzenkunde
Die Bibernellen sind ausdauernde, krautige Pflanzen und selten einjährig. Die Blätter sind klein und gefiedert. Damit ähneln sie sehr den Blättern des Wiesenknopfes, weshalb es leicht zu Verwechslungen kommen kann. Ihre Blüten sind rosafarben und sie kann bis zu einem Meter groß werden.

Diese Pflanze ist in ganz Europa, aber auch in Westasien anzutreffen und sie wächst auf Wiesen, Weiden, an Zäunen und sogar am Straßenrand. Außerdem wurde sie nach Nordamerika eingeschleppt. Sie blüht von Juni bis September, wobei man die Wurzeln im März und April sowie in den Herbstmonaten September und Oktober sammeln kann.

Verwendung als Heilmittel
Nachweise zur Anwendung der Bibernelle findet man aus dem achten Jahrhundert. Seit dem 16. Jahrhundert gehört die Bibernelle zum ständigen Repertoire der Heilmittel. Zu den Inhaltsstoffen der Bibernelle gehören Saponine, ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe, Polyacetylene und Cumarine. Als Heilpflanze ist die Wirkung der Bibernelle wissenschaftlich belegt.

Sie soll früher bei Cholera eine Heilung bewirkt und im Jahre 1611 eine Seuche ausgelöscht haben. Heute findet sie unter anderem Anwendung bei Husten, Heiserkeit, Asthma, Blähungen, Durchfall, Appetitlosigkeit und Rheuma.

Bei Hustenmitteln wird vor allem die Wurzel verwendet, die sehr stark nach Harz riecht.

Als Auswurfmittel bei Husten haben die Wirkstoffe der Bibernelle eine derart starke Wirkung, dass das Heilmittel nur auf Rezept in Apotheken erhältlich ist. Die Wirkung der Inhaltsstoffe ist unter anderem schleimlösend, schweißtreibend, entzündungshemmend und blutstillend.

Aus der Wurzel der Bibernelle wird Tinktur gewonnen, die gegen Husten und Asthma hilft. Selbst die Schulmedizin greift bei der Behandlung dieser Erkrankungen auf die Heilpflanze zurück.

Im Übrigen hilft der Tee zum Beispiel bei Grippe und Halserkrankungen.

Zur äußerlichen Anwendung kann ein Badezusatz hergestellt werden, der die Heilung schlecht heilender Wunden fördert.

Herstellung und Anwendung
Generell sollten Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen, bevor Sie eine körperliche Beschwerde mit Heilkräutern behandeln.

Für die Zubereitung von Tee benötigen Sie einen gehäuften Teelöffel geschabter oder getrockneter Wurzeln. Dazu geben Sie einen Viertelliter Wasser und erhitzen das ganze, bis es siedet. Nun muss der Tee noch eine Minute lang kochen, bevor er abgeseiht werden kann.

Bei Erkältungskrankheiten und Problemen mit der Verdauung können Sie dreimal täglich eine Tasse mit etwas Honig zum Süßen, trinken.
Autor: admin

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