Birke (Heilpflanzen )

Die Birke gehört zur Gattung der Laubbäume und ist Teil der Familie der Birkengewächse. Gerade Birken dringen auf noch nicht besiedelten Flächen als so genannte Pionierpflanzen vor und können ein Lebensalter von bis zu 160 Jahren erreichen. Seit jeher gilt dieser Baum als heilig. Nach wie vor werden sie am ersten Mai als Maibäume aufgestellt und der Frühling gefeiert. Daher wird die Birke im Volksmund nicht nur als Maibaum, sondern auch als Frühlingsbaum, Besenbirke oder Hexenbesen bezeichnet. Der wissenschaftliche Name lautet Betula alba.

Pflanzenkunde
Die Birke gibt es nicht nur als Baum, sondern auch als Strauch. Der Baum wächst sehr schnell und kann schon nach sechs Jahren bis zu sieben Meter groß sein. Ist die Birke ausgewachsen, dann misst sie 30 Meter oder sogar höher.

Die meisten Arten haben eine sehr helle, oft sogar weiße Rinde. Die Blütezeit ist von Ende März bis Ende April. Die Blütenstände werden als Kätzchen bezeichnet, wobei die männlichen Blütenstände hängend und die weiblichen stehend sind. Im September und Oktober sind die Früchte reif. In Bezug auf Boden und Klima sind die Birken recht anspruchslos. Der Boden kann nass, ebenso wie trocken sein, daher findet man diese Pflanzen im Moor, in Heidegebieten und auf Dünen.

Verwendung als Heilmittel
Die Blätter der Birke, die Rinde, aber auch der Birkensaft, werden als Heilmittel genutzt. Sie enthalten beispielsweise ätherische Öle, Bitterstoffe, Vitamin C, Gerbstoffe und Flavone.

Die Wirkung ist harntreibend und blutreinigend. Das Anwendungsgebiet umfasst unter anderem Ekzeme, Flechten, Husten, Haarausfall, Schuppen, Durchfall, Rheuma und Nierensteine.

Herstellung und Anwendung
Vor allem Tee wird aus den Blättern und Blattknospen der Birke gewonnen. Indem der Tee stark harntreibend wirkt, eignet er sich besonders bei Rheuma und diversen Erkrankungen des Stoffwechsels.

Über mehrere Wochen drei Tassen Tee täglich getrunken, können mitunter sogar Nierensteine aufgelöst werden. Mit dem Aufguss des Birken - Tees können zudem Bäder angereichert werden. Dies soll bei schweren Hauterkrankungen helfen. Des weiteren gibt es die Möglichkeit, die Rinde der Birke abzukochen und zur äußeren Anwendung von Hauterkrankungen zu nutzen.

Die Herstellung von so genannter Birkenkohle ist in den eigenen vier Wänden nicht möglich. Dies kann allein vom Fachmann vorgenommen werden. Aber sie ist in Apotheken erhältlich und hilft gegen Durchfall. Denn die Kohle saugt die Flüssigkeiten und Schadstoffe im Darm auf.

Hinsichtlich der Herstellung gilt eben Gesagtes auch für den Birkenteer, der bei chronischen Hauterkrankungen angewendet wird. Er reizt die Haut und schafft es so, den Entzündungsprozess neu zu aktivieren. Nun kann das Ekzem abheilen.

Weil der Birkenteer sehr reizend wirkt, muss er verdünnt und darf nur in kleinen Mengen eingenommen werden.

Schließlich kann Birkensaft aus dem Baumstamm gewonnen werden. Dafür muss aber die Birke Ihr Eigen sein oder Sie haben die Genehmigung vom Eigentümer.

Der Birkensaft kann getrunken, jeden Tag zwei bis drei Schnapsgläser, oder bei Problemen mit der Haut äußerlich angewendet werden.
Autor: admin

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Beitrag vorhanden.

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um diesen Beitrag kommentieren zu können


Artikel Schreiben