» Bestesalter.net » Artikel » Gesundheit » Heilpflanzen » Bockshornklee

Bockshornklee (Heilpflanzen )

Der Bockshornklee gehört zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler und ist Teil der Familie der Hülsenfrüchtler. Er wird auch Griechischer Klee, Siebenzeitensamen oder Kühhornsamen genannt. Schon die Inder haben diese Pflanze angebaut und auch im alten Ägypten war sie bekannt. Indien ist zudem das Herkunftsland des Bockshornklees. Die Benediktinermönche haben diese Heilpflanze zu uns gebracht und in ihren Klostergärten angebaut. Bis heute wird er in Deutschland angebaut und vor allem in der Gegend um Erfurt massenhaft gezogen.

Pflanzenkunde
Der Bockshornklee mag Standorte mit viel Sonne und einem lehmigen Boden. Man findet ihn in Mitteleuropa und Asien. Es handelt sich bei ihm um eine einjährige krautige Pflanze, die 30 bis 80 Zentimeter groß wird. Die Pflanze bildet einige lange Pfahlwurzeln sowie faserige Seitenwurzeln aus. Die Blüten sind gelb – weiß und die Blätter ähneln denen des Kleeblatts. Jeder Stängel hat drei Blätter, die länglich und keilförmig sind. Sie messen eine Länge von jeweils 15 bis 40 Millimeter. Die Nebenblätter sind mit der Basis des Blattstiels verwachsen. Die Pflanze blüht von Juni bis Juli.

Verwendung als Heilmittel
Schon im alten Ägypten wurden die getrockneten Samen der Pflanze zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Bei uns wurde das Bockshornklee ab dem Mittelalter populär.

Bei Kneipp etwa ist der Bockshornklee Teil des Heilmittel – Repertoires und bekommt nur die besten Wertungen hinsichtlich seiner Wirksamkeit.

Die Inhaltsstoffe helfen beispielsweise bei Husten, Halsschmerzen, Verdauungsstörungen, Bluthochdruck, offenen Beinen und Rekonvaleszenz.

Die Wirksamkeit bei Ödemen ist wissenschaftlich nachgewiesen. Die Ödeme sind der Auslöser für Krampfadern und Hämorrhoiden.

Zu den Inhaltsstoffen der Samen gehören reichlich Eiweiß und Schleimstoffe. Aber auch ätherisches Öl, Eisen, Bitterstoff sowie Phosphor finden sich im Bockshornklee.

Der Bockshornklee wirkt schleimlösend, entzündungshemmend und blutbildend.

Herstellung und Anwendung
Aus den Samen des Bockshornklees kann Tee wie folgt zubereitet werden: Die Samen werden zerstoßen und ein Teelöffel davon mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen. Der Tee kann zwei- bis dreimal am Tag getrunken werden. Sinnvoll ist es, dem Tee Menthol oder Orangenöl beizugeben, da er weder gut riecht noch gut schmeckt. Der Tee regt den Appetit an und hilft so bei Untergewicht. Im Übrigen verbessert er das Allgemeinbefinden. Schließlich kann er bei Erkrankungen der Atemwege und dem Verdauungsapparat getrunken werden, indem er entzündungshemmend und schleimlösend wirkt. Im Rahmen einer äußerliche Anwendung kann der Tee für Kompressen verwendet werden.

Das Bockshornkleemehl als Brei zubereitet wird als Pflaster auf Geschwüre aufgelegt, womit die Schmerzen gelindert und die Anschwellung verringert wird. Auch bei Schwellungen der Mandeln oder einer Mandelentzündung ist der Brei hilfreich.
 
Autor: admin

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Beitrag vorhanden.

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um diesen Beitrag kommentieren zu können


Artikel Schreiben