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Brennnessel (Heilpflanzen )

Die Brennnessel gehört zur Familie der Brennnesselgewächse. Wohl jedem ist diese Pflanze bekannt, denn wer hatte nicht schon mal eine unangenehme Begegnung mit ihr. Wenn sie mit der menschlichen Haut in Berührung kommt, gibt es ein fürchterliches Brennen. Die Pflanze ist auch unter diversen Volksnamen bekannt. Dazu gehören beispielsweise: Nessel, Teufelskraut, Hanfnessel, Donnernettel und Feuerkraut.

Pflanzenkunde
Die Brennnessel mag humose, feuchte sowie nährstoffreiche Böden. Der Standort kann sonnig, aber auch schattig sein. Insgesamt ist sie sehr anspruchslos und wächst fast überall, wo es nur möglich ist. Daher findet man sie so gut wie überall auf der Welt. Sie ist eine mehrjährige Pflanze und blüht von Juli bis September. Zwischen Mai und September kann geerntet werden.

Es gibt zwei Arten: die Große und die Kleine Brennnessel. Erstere kann bis zu 150 Zentimeter groß werden, während zweite 15 bis 45 Zentimeter klein bleibt. Außerdem unterscheiden sie sich bei den Blüten. So hat die Große Brennnessel nur weibliche oder männliche Blüten, während die Kleine Brennnessel Blüten beider Geschlechter vereint.

Bei den Früchten handelt es sich um kleine, eiförmige Nüsschen, die regelmäßig von Kelchblättern umgeben sind.

Der gefürchtete Juckreiz hängt mit den Stängeln und Blättern zusammen, an denen sich Brennhaare befinden. Kommen sie mit der Haut in Berührung, entstehen kleine Wunden. Darin ergießt sich dann das Nesselgift.

Verwendung als Heilmittel
Die Blätter und Wurzeln der Brennnessel haben heilende Wirkung. Die Inhaltsstoffe der Pflanze werden beispielsweise angewendet bei Schuppen, Magenschwäche, Nierenschwäche, zur Förderung des Haarwuchs und bei Bluthochdruck. Die Brennnessel wirkt blutbildend, blutstillend und fördert den Stoffwechsel. Zu ihren Inhaltsstoffen gehören Nesselgift, Histamin, Sekretin, Vitamin A und Eisen.

Herstellung und Anwendung
Die Pflanze bzw. deren Inhaltsstoffe kann in Form von Tinkturen und Tee zubereitet werden.
Gerade bei Haarausfall wird die Tinktur auf der Kopfhaut einmassiert. Oder Sie verwenden ein Shampoo, das Extrakte der Brennnessel enthält.

Für die Zubereitung des Tees brauchen Sie die Brennnessel nur fein zerkleinern und mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen. Nach drei bis vier Minuten ist der Tee fertig.

Brennnesselsaft hilft gut gegen Frühjahrsmüdigkeit. Dafür muss die komplette Pflanze zerschnitten und für einen Tag ins Wasser gelegt werden. Anschließend pressen Sie die Pflanze aus, wobei der Saft aufgefangen wird.

Die Brennnessel wird gern bei Frühjahrskuren verwendet, da sie den Körper schön entschlackt. Diese Wirkung ist auch wissenschaftlich bestätigt.

Bei unreiner Haut empfiehlt sich ein Gesichtsdampfbad. Dafür wird ein Liter kochendes Wasser auf fünf Esslöffel Brennnessel gegossen. Die dabei aufsteigenden Dämpfe lassen Sie für zehn Minuten auf Ihr Gesicht wirken.
Autor: admin

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