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Simons Geheimnis (Kino)

<!-- @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } -->Simons Vater war ein Mörder – wenn man dem Glauben schenken darf, was sein Opa behauptet. Bei einem Autounfall kamen seine Eltern vor langer Zeit ums Leben. Wie’s dazukam, weiß jedoch niemand genau. Es könnte immerhin sein, dass der Tod der Mutter von seinem muslimischen Vater absichtlich herbeigeführt wurde.

Mit einer schockierenden Geschichte muss Simon Jahre später im Französisch-Unterricht Vorlieb nehmen. Im Handgepäck einer schwangeren Frau hatten Sicherheitsbeamte 1986 einen Zünder und den dazugehörigen Plastiksprengstoff entdeckt. Auf dem Weg nach Israel war die junge Europäerin damals, während des Fluges sollte die Bombe explodieren. Von dem geplanten Attentat wusste die Frau jedoch nichts. Der Sprengstoff wurde in ihrer Tasche heimlich von ihrem Verlobten, einem jordanischen Terroristen, versteckt.

Dass er der Sohn jenes Terroristen sei, der sein ungeborenes Kind und dessen Mutter in den Tod schicken wollte, erklärt Simon tags darauf seinen entsetzten Mitschülern. Sein Geständnis entwickelt eine unkontrollierbare Eigendynamik, als er die Anekdote anschließend auch im World Wide Web verbreitet. Dadurch wird auch seine Lehrerin (Arsinée Khanjian) sowie sein Onkel („Underworld“-Star Scott Speedman) dazu gezwungen, sich mit den Geheimnissen ihres Lebens zu beschäftigen.
In fast allen Filmen des Kanadiers Atom Egoyan ist der Widerspruch zwischen Sein und Schein das zentrale Thema. Zu einer komplexen Reflexion über subjektive Wahrheiten, Identitätsverlust und kulturelle Vorurteile werden auch in „Simons Geheimnis“ verschiedene Handlungs- und Zeitebenen miteinander verknüpft. Hier kann man durchaus von anspruchsvollerem Kino für denkende Menschen sprechen.

Fazit ziehend kann man sagen, dass die Geschichte verwirrender klingt als sie ist, denn der Streifen zeigt in klaren Bildern, wie unterdrückte Trauer und verdrängte Schuld ein Leben zerstören können.
Genre: Drama, CDN 2008
Besetzung & Crew: Scott Speedman, Rachel Blanchard, Noam Jenkins, Devon Bostick
Kinostart war der 21.05.2009
Autor: admin

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