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Angina Pectoris (Krankheiten)

Die Angina pectoris ist ein plötzlich auftretendes Engegefühl in der Brust. Umgangssprachlich spricht man auch von der Brustenge oder Brustbeklemmung. Besonders die Arteriosklerose löst diese Erkrankung aus. Indem sich in der Innenseite der Blutgefäße Fette ablagern, kommt es zu einer Verengung der Gefäße und das Herz kann nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Die Durchblutungsstörung des Herzens verursacht Schmerzen.

Bei einer Diagnose ist die Abgrenzung zu einem Herzinfarkt schwierig. Eine Blutuntersuchung kann das Rätsel zumeist lösen, da es bei einer Angina pectoris keine Veränderungen im Blutbild gibt.

Im Übrigen werden ein Belastungs- oder Langzeit – EKG und eine Ultraschalluntersuchung des Herzmuskels vorgenommen.

Symptome
Die Symptome der Brustenge sind recht eindeutig. So leidet der Betroffene an Schmerzen, Enge, Druck oder Beklemmung hinter dem Brustbein. Dabei können die Schmerzen bis in den Nacken, Hals, in die Arme und in den Oberbauch ausstrahlen.

Es kommt zu plötzlicher Atemnot, Übelkeit oder Erbrechen. Auch kann ein Taubheitsgefühl in Arm, Schulter, Ellenbogen oder Hand auftreten. Und schließlich eine regelrechte Todes- und Erstickungsangst.

Interessant ist, dass die eben genannten Symptome eher typisch für Männer sind. Hingegen sind die Anzeichen einer Angina pectoris bei Frauen ganz anders. An Stelle der Brustschmerzen leiden sie an Müdigkeit, Magenbeschwerden und Kurzatmigkeit.

Im Übrigen muss noch zwischen den drei verschiedenen Arten einer Angina pectoris unterschieden werden. Da gibt es die stabile, instabile und Prinzmetal – Angina.
Bei der stabilen Brustenge treten die Beschwerden zumeist nur bei körperlicher Anstrengung oder seelischer Belastung auf. Schon eine kurze Ruhepause löst die Beschwerden binnen kürzester Zeit auf.

Die instabile Brustenge tritt in Ruhephasen oder nachts auf, die Anfälle sind häufiger und sie ist typische Folge eines Herzinfarkts der etwa sechs Wochen zurück liegt.

Da bei dieser Form der Angina ein Herzinfarkt sehr wahrscheinlich ist, muss unbedingt ein Notarzt gerufen werden.

Die Prinzmetal – Angina ist eine sehr selten auftretende Form. Es kommt hierbei zu einem Verkrampfen der Herzkranzgefäße. In der Regel tritt diese Form der Brustenge im Ruhezustand, also vor allem nachts auf, und dauert etwa eine viertel Stunde.

Vorsorge
Führen Sie ein gesundes Leben ganz im Interesse Ihres Herzens. Eine bessere Vorsorge gibt es nicht. Dazu gehören die Klassiker einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, ausreichend Bewegung, kein Übergewicht, kein Nikotin und nur wenig Alkohol. Auch Stress sollte weitestgehend vermieden und ausreichend geschlafen werden.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt können mögliche Gefahren schneller aufdecken. Schon durch das einfache Messen des Blutdrucks kann Bluthochdruck festgestellt werden.

Behandlungsmöglichkeiten
Zunächst einmal werden dem Betroffenen Medikamente verabreicht mit denen das Herz einen verringerten Sauerstoffbedarf hat und die den Blutzufluss zum Herzen verbessern.

Im Übrigen hängt die Behandlungsform vom Schweregrad der Erkrankung ab. So ist in einem fortgeschrittenen Stadium zumeist eine Operation erforderlich. Vor allem dann, wenn die Medikamente keine Besserung der Beschwerden mit sich bringen.

Dazu gehört auch die Bypass – Operation, die aber die Verkalkung der Arterien nicht aufhalten kann.

Um die Schmerzen zu lindern, gibt es auch noch die Möglichkeit der Neurostimulation. Hierbei wird eine Elektrode in die Nähe des Rückenmarks und ein Impulsgeber unter die Haut des Patienten eingesetzt. Durch elektrische Impulse werden bestimmte Nervenfasern im Körper gereizt. Damit wird verhindert, dass der Schmerz bis zum Gehirn weiter geleitet wird.

Disclaimer:
Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von bestesalter.net kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen. Wenden Sie sich bitte bei Beschwerden immer an Ihren Arzt.
Autor: admin

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