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Migräne (Krankheiten)

Migräne diagnostizieren
Insgesamt sind derzeit 251 Arten von Kopfschmerzen bekannt. Davon gliedern sich 90 Prozent aller Fälle in zwei Arten von Kopfschmerzen auf: Der Kopfschmerz vom Spannungstyp und die Migräne. Diese beiden Kopfschmerz-Arten sind also am häufigsten verbreitet. Dennoch ist es wichtig, dass die Diagnose korrekt gestellt wird, denn alle Arten von Kopfschmerzen lassen sich auf andere Ursachen zurückführen und müssen deshalb natürlich auch unterschiedlich behandelt werden.

Wer vorrangig im Winter Kopfschmerzen hat, die durch Kälte verursacht werden, der muss lediglich eine Mütze tragen. Anders sieht es eben bei Migräne und Spannungskopfschmerzen aus. Die Diagnose muss natürlich durch einen Arzt erfolgen, doch kann ihm die Diagnose erleichtert werden.

Kopfschmerztagebuch führen
Ein Kopfschmerztagebuch hilft dem Arzt, sich die Kopfschmerzen, deren Stärke und Häufigkeit genauer anzuschauen. Somit lässt sich die Art der Kopfschmerzen deutlich besser bestimmen. Doch bevor die Art der Kopfschmerzen bestimmt werden kann, muss eine Ausschlussdiagnose erfolgen. Dabei untersucht der Arzt den Patienten gründlich und schließt symptomatische Kopfschmerzen aus.

Von diesen ist immer dann die Rede, wenn die Kopfschmerzen durch andere Krankheiten, wie etwa eine Grippe verursacht werden. In Frage kommen ebenfalls Vergiftungserscheinungen oder ein Hirntumor. Wurden diese Arten von Kopfschmerz jedoch ausgeschlossen, muss nur noch zwischen Spannungskopfschmerz und Migräne unterschieden werden, was anhand eines Kopfschmerztagebuchs recht einfach möglich ist.

Mögliche Vorboten und Symptome von Migräne

Die Entstehung von Migräne
Alternative Therapien bei Migräne


Mögliche Vorboten und Symptome von Migräne

Wer tatsächlich unter Migräne leidet, kennt das Gefühl, dass bereits einige Tage vor dem nächsten Anfall einige Vorboten auftreten. Diese können sehr unterschiedlich ausfallen, unter anderem werden oftmals Müdigkeit, Gereiztheit, Aufgedrehtheit und ähnliches angegeben. Diese Vorboten werden oft als Auslöser für die Migräne angesehen, haben jedoch meist nichts mit ihr zu tun.

Die Aura

Die Aura ist ebenfalls bei Migräne zu beachten. Sie zählt jedoch nicht zu den Vorboten, sondern stellt die Migräne selbst dar, wenngleich im Nachhinein noch weitere typische Anzeichen, wie die pulsierenden Kopfschmerzen auftreten. Das Wort Aura leitet sich dabei von der griechischen Göttin für die Morgenröte ab, deren Name Aurora war. Gemeint sind mit der Aura vorrangig Störungen des zentralen Nervensystems. Es werden flimmernde Punkte gesehen oder Linien, im Augenwinkel treten neue Formen, wie Schlieren, auf und vieles mehr. Die Aura mit ihren Nebenwirkungen tritt jedoch in der Regel nur für wenige Minuten auf, meist sind die Symptome nach spätestes einer Stunde verschwunden.

Werden mehrere Attacken ausgelöst, die unterschiedlich, aber auch gleichartig sein können, kann sich die Summe auf mehr als eine Stunde ausdehnen. Wer unter Migräne mit verlängerter Aura leidet, wird hingegen noch länger geplagt. Hier sind sogar dauerhafte Störungen bis zu sieben Tagen möglich.

Viele Patienten leiden über Jahre hinweg ausschließlich unter den Symptomen der Aura. Da diese jedoch recht schnell wieder nachlassen, gehen die Patienten nicht zum Arzt. Sie wissen oft nicht, dass sie Migräne-Patienten sind.

Die Wanderung und Entwicklung des Schmerzes

Typisch für einen Migräneanfall ist die Wanderung des Schmerzes. Wie schon bei der Aura kann sich der Schmerz über verschiedene Körperteile ziehen und wandern. Dabei verändert er auch seine Art.  So kann er anfänglich eher schwach sein und sich nur auf einer Seite des Kopfes bemerkbar machen, später wandert er über den Ober- oder Unterkiefer und findet schließlich seinen Mittelpunkt.

Nachdem der Kopfschmerz diesen erreicht hat, zieht er sich wiederum über verschiedene Bereiche zurück und wird schwächer. Er kann dann dumpf erscheinen, wie bei normalen Kopfschmerzen. Doch eine Verwechslung ist aufgrund des zwischenzeitlich pulsierenden Charakters des Schmerzes kaum möglich.

Bewegung verboten

Ein weiteres typisches Symptom von Migräne ist der schier unerträgliche Schmerz, der mit jeder Bewegung einhergeht. Jegliche Anstrengung, sei es der Gang zur Toilette oder auch nur ein Niesen, verstärkt den Schmerz deutlich. Diese Empfindlichkeit ist ein klares Signal für Migräne. Deshalb lässt sie sich sehr gut vom einfachen Kopfschmerz unterscheiden, da bei diesem oft ein Spaziergang oder etwas Gymnastik für Abhilfe sorgen.

Übelkeit und Überempfindlichkeit

Ebenfalls ist die Übelkeit ein entscheidendes und typisches Symptom der Migräne. Dabei kann mit dem Begriff Übelkeit individuell immer wieder etwas anderes gemeint sein. Die Übelkeit reicht vom einfachen Unwohlsein, über Erbrechen und Appetitlosigkeit, bis hin zum Ekel vor Nahrung im Allgemeinen.

Genauso kommen oftmals Blähungen und Bauchschmerzen zum Tragen, genau wie Sodbrennen. Laut Studien leiden etwa 65 bis 95 Prozent der Migräne-Patienten regelmäßig unter Übelkeit während der Anfälle. Bei etwa der Hälfte der Patienten kommt es gar zum Erbrechen.

Die überempfindlichen Sinne der Betroffenen während eines Anfalls sind ebenfalls ein wichtiges Symptom, das der Unterscheidung von Migräne und Kopfschmerzen dient. Während eines Anfalls reagieren fast alle Patienten überempfindlich auf Geräusche. Genauso kann aber Licht als sehr unangenehm empfunden werden. Gegenüber bestimmten Gerüchen, wie Parfüms, kann es ebenfalls zu einer Aversion kommen, die bis zum Erbrechen führen kann. Vielen ist sogar die Berührung des Partners während der Migräne zu viel.

Weitere Symptome

Nicht ganz so typisch, wie die häufig auftretenden, vorgenannten Symptome sind weitere Merkmale. Sie äußern sich in einer welken, eingefallenen Haut, in tränenden und brennenden Augen oder in einem Schmerz, der sich sogar über den Bereich von Nase und Rachen erstreckt. Ebenfalls kommen psychische Beschwerden, wie Angstzustände und Depressionen in Frage. Verstärktes Schwitzen und Frieren kommt oftmals vor, genauso wie Gewichtsveränderungen.

Allerdings treten diese Symptome nur vereinzelt auf und dienen daher auch keiner sicheren Diagnose der Migräne. Sie können vorhanden sein, müssen es aber nicht.

Die Entstehung von Migräne

Wie die Wissenschaft innerhalb der letzten Jahrzehnte herausfinden konnte, entsteht Migräne nicht durch einzelne Faktoren. Vielmehr sind die betroffenen Patienten mit einer ständigen Hochspannung des Gehirns bestraft, was bei anderen Personen nicht gegeben ist. Für die Entstehung der Migräne müssen nun noch weitere Faktoren hinzukommen, die als Trigger bezeichnet werden.

Die Triggerfaktoren sorgen somit also für den Anstoß zur Entstehung der Migräne, sie sind jedoch nicht deren Ursache. Letztere ist bereits in der besonderen Reizverarbeitung im Gehirn des Migräne-Patienten bedingt. Die Faktoren, die die Migräne dann auslösen, können in zahlreichen Variationen auftreten.

Durch das Einwirken der Triggerfaktoren werden im Gehirn Serotonine und Neurotransmitter gebildet. Sie stellen wiederum eine vermehrte Freisetzung von Botenstoffen dar. Das Gehirn selbst erkennt diese vermehrte Freisetzung von Botenstoffen als Folge einer Vergiftung. Damit versucht es Maßnahmen einzuleiten, um den Körper zu schützen. Häufige Folgen sind Übelkeit und Erbrechen, also typische Symptome eines Migräneanfalls. Allerdings kann auch das Erbrechen nicht für Linderung sorgen, denn die vermehrte Freisetzung von Botenstoffen beruht nicht auf einer Vergiftung, sondern auf der falschen Reizwahrnehmung des Gehirns. Ein Teufelskreis entsteht somit.

Die Aura entsteht

Ebenfalls durch die Freisetzung der Botenstoffe bedingt, entsteht eine Spreading Depression. Darunter kann man soviel wie eine Dämpfung von Nervenzellen verstehen, die sich immer weiter ausbreitet. Durch die Spreading Depression werden die Symptome der Aura verursacht.

Eine typische Variante ist das Kribbeln, welches in den Fingern beginnt und dann über den ganzen Körper weiter läuft. Dabei wird der Weg dieses Kribbelns bereits durch die Spreading Depression im Gehirn vorgezeichnet. Legt sich das Kribbeln wieder, entsteht in der Regel ein Gefühl von Taubheit.

Der Schmerz entsteht

Aufgrund der Spreading Depression wiederum wird die Konzentration der Elektrolyte in den Zellen beeinträchtigt. Unter anderem zählt hierzu Magnesium. Aufgrund dieses nicht mehr ausgeglichenen Haushaltes von Elektrolyten werden die Schmerzrezeptoren aktiviert und signalisieren dem Körper Schmerz.

Durch den vermittelten Schmerz werden nun weitere Botenstoffe ausgesandt, die für Entzündungen verantwortlich sind. Sie breiten sich ebenfalls über viele Zellen und Blutgefäße aus, bis sie in die Hirnhaut eindringen. Dort bilden sie eine so genannte neurogene Entzündung. Sie führt zu weiteren Schmerzen, so dass sich der typische Migräneschmerz nach einiger Zeit in den betroffenen Bereichen des Gehirns lokalisieren lässt.

Der Körper wird zwar nach einiger Zeit versuchen, die eigens entwickelten Schmerzabwehrsysteme einzusetzen. Doch bis alle Funktionen im menschlichen Körper wieder auf einem „normalen“ Niveau ablaufen, kann es mehrere Stunden oder gar einige Tage dauern.

Alternative Therapien bei Migräne


Wenn Medikamentengabe bei Migräne nichts mehr nutzt oder einfach neue Wege ausprobiert werden sollen, um gegen die tückischen Anfälle vorzugehen, dann bieten sich alternative Therapien bei Migräne durchaus an. Allerdings sind die meisten dieser Verfahren noch nicht ausgiebig untersucht worden. Eine genaue Aussage darüber, ob diese Therapien tatsächlich helfen oder wie gut sie helfen, ist deshalb nicht möglich. Oftmals übernehmen auch die Krankenkassen die hierfür anfallenden Kosten nicht. Dennoch ist es eine weitere Möglichkeit, ein Versuch, seiner Migräne Herr zu werden.

Akupressur und Akupunktur

Von der Akupressur hat sicher ein Jeder schon einmal gehört. Diese stellt in der Regel eine Selbstbehandlung dar. Dabei massieren die Patienten mit Daumen und Zeigefinger bestimmte Punkte. Diese werden anhand des Meridiansystems aus der Akupunktur heraus festgelegt, so dass die Patienten sich zunächst mit diesem System beschäftigen müssen.

Neben den Massagen mit den eigenen Fingern sind Entspannung und Ruhe wichtig für die Akupressur. Zwar gibt es bisher noch keine wissenschaftlichen Studien, die die Wirksamkeit bestätigen, doch ist die Therapieform durchaus einen Versuch wert.

Bei der Akupunktur wird ebenfalls von den Meridianen ausgegangen, den so genannten Längen- und Breitengraden auf dem Körper. Diese stammen aus der mittlerweile mehr als 4.000 Jahre alten Lehre der Akupunktur. Durch die Meridiane soll die Lebensenergie fließen, das Qi. Die Akupunkturnadeln sollen das Qi besser zum Fließen bringen, weshalb, je nach Krankheit, unterschiedliche Körperbereiche mit den Nadeln durchstochen werden.

Auch bei der Akupunktur sind allerdings noch keine wissenschaftlichen Studien entstanden, die eindeutige Ergebnisse aufzeigten. In der Regel wirkt die Akupunktur allerdings zumindest in den Anfängen durchaus positiv, wenn auch oft nur kurzfristig.

Chiropraktik und Osteopathie

In der Chiropraktik werden die Halswirbel, die gegeneinander stehen, korrigiert. Zumindest wird der Versuch dazu unternommen. Die bisherigen Untersuchungen in diesem Bereich werden jedoch zum Großteil nicht anerkannt. Genaue Aussagen zur Wirksamkeit dieser Therapie können deshalb nicht getroffen werden. Ein großes Manko hierbei ist auch, dass mitunter ein Schlaganfall durch falsche Eingriffe entstehen kann.

Bei der Osteopathie wird versucht, die Störungen und Einschränkungen der Bewegungsabläufe zu lösen. Hierfür setzen die Osteopathen ihre Hände ein und wollen dem Patienten Linderung verschaffen. Doch auch hier konnten bisher keinerlei Wirkungen nachgewiesen werden.

Diäten und Elektrostimulation

Ebenfalls empfehlen viele Heilpraktiker bestimmte Diäten, die dafür sorgen sollen, dass bestimmte Auslöser für die Migräne nicht entstehen. Dabei wird oft auf die Evers-Diät oder die F. X. Mayr-Diät verwiesen. Einig sind sich die Schulmediziner, dass eine ausgewogene Ernährung, in Verbindung mit dem fehlenden Genuss von Tabak und Alkohol sehr gesund ist. Dass sie gegen Migräne wirkt, ist jedoch nach wie vor umstritten.

Die Elektrostimulation arbeitet mit Elektroden, die über die Haut Strom an die Nervenzellen transportieren sollen. Unterschieden wird hierbei zwischen der transkutanen, elektrischen Nervenstimulation und der punktuellen transkutanen elektrischen Nervenstimulation. Beide Varianten arbeiten nach den gleichen Grundlagen. Nur die eingesetzten Elektroden unterscheiden sich in ihrer Größe. Eine Wirkung wird laut Studien nur bei wenigen Patienten und meist nur zeitweise erreicht.

Fokalsanierung und Hypnose

Bei der Fokalsanierung ist der Zahnarzt der wichtigste Ansprechpartner. Die Grundidee bei dieser Therapieform besteht darin, dass chronische Infekte zu chronischen Krankheiten führen. Insbesondere Infektionen der Zähne werden hierbei genannt. Dabei gehen die Ärzte davon aus, dass der Krankheitsherd bzw. der „Fokus“ behandelt werden muss. Wird er saniert oder gar vollständig entfernt, sollen auch die Migräneanfälle vorübergehen. Allerdings fehlen wiederum die wissenschaftlichen Belege über die Wirksamkeit.

In der Hypnose soll sich der Patient entspannen. Man spricht hier auch von der Tiefenentspannung. Bei zahlreichen Krankheitsbildern kann die Hypnose durchaus helfen, ihre Wirksamkeit ist in vielen Fällen sogar schon bestätigt. Allerdings liegen im Bereich der Kopfschmerz- und Migräne-Patienten noch keine genauen Ergebnisse vor.

Kälte- und Kneipptherapie

Die Kältetherapie, bekannt auch als Cryotherapie, ist bereits eine alte Form, um Kopfschmerzen zu begegnen. Bei dieser Form der Therapie werden Eisbeutel oder kalte Umschläge genutzt, die direkt auf die Schläfen gelegt werden. Die dahinter stehende Idee: Durch die Kälte sollen sich die Blutgefäße zusammen ziehen, der Schmerz soll verschwinden. Insbesondere bei leichten Kopfschmerzen verspricht die Kältetherapie Linderung. Allerdings kann sie in der Regel nur unterstützend angewendet werden, eignet sich jedoch weniger als alleinige Therapieform.

Bei der Kneipptherapie geht es vor allen Dingen um das Wasser. Vom Wassertreten über Arm- und Beinbäder, bis hin zu Gesichtsgüssen werden hier zahlreiche Möglichkeiten geboten. Wie sie sich bei der Behandlung von Migräne auswirken, ist unklar. Allerdings sehen selbst Schulmediziner in der Kneipptherapie eine Möglichkeit, den Migräne-Anfällen vorzubeugen. Denn sie sorgt für einen ausgeglichenen Alltag.

Magnetfeld- und Neuraltherapie

Auch mit der Magnetfeldtherapie soll schon häufig gegen Kopfschmerzen vorgegangen worden sein. Dabei wurden Magnetfelder eingesetzt, die unterschiedliche Stärken aufwiesen. Bei diesen fehlt jedoch ebenfalls ein wissenschaftlich erbrachter Beweis.

Bei der Neuraltherapie kommen Mittel aus der Lokalanästhesie zum Einsatz. Durch deren Injektion sollen die bei der Migräne auftretenden Störungen verringert werden. Diese Form der Behandlung setzen Ärzte mittlerweile bei zahlreichen Krankheiten ein. Allerdings fehlen genaue Aussagen zu den Erfolgsquoten bei Kopfschmerzen.

Psychophonie und Sauna

Die Psychophonie stellt ein Verfahren dar, das mittels Musik funktionieren soll. Allerdings handelt es sich dabei nicht um herkömmliche Musik. Dieses Verfahren wird zum Beispiel bei Depressionen und Schlafstörungen eingesetzt, ebenso soll es gegen Migräne und Kopfschmerzen helfen. Zunächst muss ein EEG der Hirnströme erstellt werden. Wichtig ist, dass das EEG nicht während einer Migräne-Attacke erstellt wird. Die Hirnströme werden in einem weiteren Schritt in Klangfolgen gewandelt, ein „Musikstück“ entsteht. Durch das immer wiederholte Abspielen dieser „Musik“ soll das Gehirn von Migräne-Patienten entspannt werden. Es hört in diesem Fall seinen eigenen Strom. Klinische Studien fehlen jedoch auch bei diesem Verfahren.

Der Besuch in der Sauna gilt gemeinhin als sehr gesund. Sogar Mediziner bestätigen, dass die Sauna das vegetative Nervensystem positiv beeinflusst. Nichtsdestotrotz stellen die hohen Temperaturen bei einigen Patienten den Auslöser für Migräne dar. Nur wenn der Patient sich in der Sauna wohl fühlt, sollte deshalb ein Besuch selbiger zur Vorbeugung von Migräne genutzt werden. Allerdings empfehlen Experten, geringe Temperaturen zu wählen und ausreichend Zeit einzuplanen. Ebenfalls gibt es keine Nachweise, dass die Sauna gegen Migräne hilft.

Schlafkuren und tierische Gifte

Eine Schlafkur läuft so ab, dass die Patienten über Tage hinweg in Schlaf versetzt werden. Es handelt sich jedoch nicht um einen tiefen und festen Nachtschlaf, sondern eher um einen Dämmerschlaf. Die Gänge zur Toilette sind während dieses Zustands jedoch möglich. Allerdings sind die Auswirkungen auf Migräne nach wie vor unerforscht.

Der chinesischen Tradition entnommen, werden noch heute vielfach Gifte injiziert. Dabei handelt es sich in der Regel um Gifte von Schlangen, Spinnen und Skorpionen. Sie sollen auf die Nerven, sowie das Immunsystem wirken, konnten jedoch bisher nicht belegt werden.

Stellatum-Blockaden und Zahnbehandlungen

Bei den Stellatum-Blockaden kommen ebenfalls Mittel aus der Lokalanästhesie zum Einsatz. Sie werden in einen Nervenknoten am Hals injiziert. Dabei handelt es sich um den so genannten Ganglion stellatum, daher auch der Name. Durch die Injektion soll die Durchblutung gefördert werden, doch die wissenschaftlichen Belege über die Wirksamkeit fehlen.

Einige Zahnärzte empfehlen gegen Migräne Zahnspangen. Sie teilen die Ansicht, dass die Schmerzen in Kopf und Gesicht in vielen Fällen durch Zahnprobleme entstehen. Diese Ansicht ist auch allgemein anerkannt, inwieweit Zahnspangen jedoch wirkungsvoll sein sollen, bleibt fraglich.

Disclaimer:
Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von bestesalter.net kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen. Wenden Sie sich bitte bei Beschwerden immer an Ihren Arzt.
Autor: admin

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