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Reizblase (Krankheiten)

Die Reizblase ist keine Erkrankung im eigentlichen Sinn, sondern vielmehr ein Beschwerdebild. Die Betroffenen verspüren einen sehr starken Harndrang und müssen häufig die Toilette aufsuchen. Allerdings wird nur sehr wenig Urin ausgeschieden. Die Reizblase wird auch als hyperaktive Blase bezeichnet. Selbst nachts führt ein häufiger Harndrang zu einem gestörten Schlaf, weshalb die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sein kann.

Die Reizblase ist eine Form der Inkontinenz. Wenn der Harndrang nicht mehr kontrolliert werden kann und es deshalb zu einem ungewollten Verlust von Harn kommt, spricht man von Inkontinenz.

Ursachen für eine Reizblase können bei Frauen die hormonellen Veränderungen durch Schwangerschaft oder Wechseljahre sein. Von psychischen Belastungen oder einem Kälte- bzw. Nässereiz der Blase können Männer wie Frauen gleichermaßen betroffen sein.

Die Beschwerden einer Reizblase kommen in Deutschland recht häufig vor. Weil man sich aber aus Scham ausschweigt, ist die Zahl der Betroffenen nicht bekannt. Das Leiden kann die normale Teilnahme am öffentlichen Leben stark einschränken und schlimmstenfalls komplett unmöglich machen.

Symptome
Die Symptome sind ähnlich mit denen einer Blasenentzündung. Es treten aber nur einige, nicht alle Symptome auf. Dazu gehört häufiger und schmerzhafter Harndrang, es werden nur geringe Mengen an Harn ausgeschieden und es kann in einigen Fällen zu einer Drang- oder Belastungs - Inkontinenz kommen.

Dagegen verspürt der Betroffene kein Brennen beim Wasserlassen, der Urin ist nicht trüb und es befinden sich weder Bakterien noch Blut im Urin. Denn dies wären die Anzeichen für eine Blasenentzündung.

Vorsorge
Vermeiden Sie es, auf kaltem Untergrund zu sitzen. Denn dies beugt nicht nur der Reizblase, sondern auch einer Blasenentzündung vor.

Werden die Symptome der Reizblase gerade nach dem Essen und Trinken verspürt, sollten Sie genau darauf achten, was zuvor gegessen bzw. getrunken wurde. Schon eine Vermeidung dieser Lebensmittel kann die Beschwerden komplett beseitigen.

Außerdem gibt es diverse Mittel, die sich auf die Funktion der Blase günstig auswirken. Dazu gehören Säfte und Kapseln aus Cranberry, aber auch die Inhaltsstoffe des Kürbis, welche es in Form von Kapseln gibt.

Behandlungsmöglichkeiten
Wenn die Reizblase ihren Grund in einer Erkrankung, wie etwa einer Entzündung, hat, wird diese behandelt und die Beschwerden verschwinden schon bald. Ansonsten werden vor allem Medikamente verabreicht. Sie verringern die Häufigkeit des Wasserlassens und das Füllungsvolumen der Blase nimmt zu.

Bei Frauen in den Wechseljahren hilft zumeist ein örtlich angewendeter Ausgleich des sinkenden Östrogenspiegels zum Beispiel mit Hilfe von Salben.

Oftmals kann auch eine Psychotherapie die Beschwerden der Reizblase lindern. Davor muss aber feststehen, dass die Reizblase keine organischen Ursachen hat. Allerdings wollen viele Betroffene nicht wahrhaben, dass eine seelische Ursache für die Beschwerden der Reizblase verantwortlich sein kann.

Operationen, wie die Entfernung eines Teils der Blase, sind nur der allerletzte Schritt und mit Risiken verbunden.

Disclaimer:
Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von bestesalter.net kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen. Wenden Sie sich bitte bei Beschwerden immer an Ihren Arzt.


Autor: admin

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