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Depressionen (Krankheiten)

Depressionen

Depressionen sind eine seelische Erkrankung, von denen bei Weitem nicht nur einzelne Personen betroffen sind, sondern zwischenzeitlich werden Millionen Menschen unseres Landes regelmäßig von depressiven Phasen heimgesucht. Dabei spielt es keine Rolle, ob die erkrankten Personen männlich oder weiblich sind, in welcher sozialen Stellung sie sich befinden oder in welchem Alter sie sind. Erstaunlicherweise scheinen Depressionen eine Erscheinung hochzivilisierter Gesellschaften zu sein, da Studien belegen, daß in Ländern der Dritten Welt diese Krankheit weitaus weniger häufig auftritt.


Depressionen sind eine ernst zu nehmende Krankheit:

Dass man Depressionen nicht auf die leichte Schulter nehmen soll, zeigt die Zahl der jährlich bekannt werdenden Todesfälle. Bei etwa 10 % der an schweren Depressionen erkrankten Personen besteht eine akute Suizidgefahr. Dabei bemerkt das Umfeld des depressiven Menschen anfänglich die Krankheit gar nicht, da die Betroffenen oft überdreht und hektisch wirken und ihre Erkrankung hinter übertriebenen Aktivitäten verstecken wollen. Um so erschreckender ist dann die Selbstmordmeldung, da der Betroffenen nach Aussage seiner Mitmenschen „ja so lebensfroh“ war.
Dabei entwickeln sich die Depressionen mit all den negativen Auswirkungen sehr langsam. Es fängt in der Regel mit Übelkeit, Appetitlosigkeit und schweren Schlafstörungen an und für den Betroffenen kommt ein Gefühl auf, welches alles negativ erscheinen läßt, das Selbstwertgefühl schwindet und man beginnt alles Schwarz zu sehen.


Depressionen als gesellschaftliches Problem:

Es kann als erwiesen betrachtet werden, dass unsere moderne, aber auch von Stress und Hektik geplagte Gesellschaft an der zunehmend schneller werdenden Verbreitung von Depressionen nicht unwesentlich beteiligt ist. Angst vor Arbeitslosigkeit, oder schon arbeitslos, steigende Scheidungsraten mit der Folge, daß immer mehr Kinder mit nur einem, manchmal zur Erziehung unfähigen, Elternteil auskommen müssen und die für viele nicht mehr zu planende Zukunft, läßt sie die Zuversicht verlieren. Folgeerscheinungen sind Angsterkrankungen, chronische Schmerzen und Alkoholismus, welche die Anfälligkeit für Depressionen weiter erhöhen und den Teufelskreis schließen.


Weitere Faktoren, die zu Depressionen führen können:

Sehr oft beginnen die Ursachen für Depressionen bereits in einer gestörten Kindheit. Gewalt in der Familie, ständigen Erniedrigungen, die zum Verlust des Selbstwertgefühls führen können, Verweigerung von sozialen Kontakten bis hin zur Isolierung und vieles mehr, sind Grundstein für eine spätere psychische Erkrankung, da sich dieseErfahrungen bis ins Erwachsenenalter erhalten und unverarbeitet bleiben. Aber auch finanzielle Not, nicht bewältigte Krankheiten, Dauerstress oder gar Missbrauch können Auslöser für seelische Nöte sein. Eine weiter wichtige Rolle spielt das Aussehen, da schwere Schuppenflechte, Akne oder gar eine körperliche Behinderung zu Minderwertigkeitskomplexen führen kann und guter Nährboden für Depressionen sind. Bei Frauen sollte auf den veränderten Hormonhaushalt geachtet werden, da eine depressive Erkrankung häufig nach Geburten oder nach dem Eintritt in die Wechseljahre beobachtet werden kann. Vielen ist die Tatsache unbekannt, dass der biologische Rhythmus unseres Körpers einen wesentlichen Teil zu unserer Gesundheit beiträgt. Ist dieser Rhythmus, also die innere Uhr, gestört, kann es zu schwerwiegenden körperlichen, aber vor allem seelischen Erkrankungen kommen. Die Hauptschuld dabei trägt wohl die moderne Technik, die beispielsweise durch die Erfindung des elektrischen Lichts den biologischen Rhythmus verschoben hat.

Behandlung von Depressionen:
Depressionen sind Krankheiten und haben nichts mit schlechter Laune oder Müdigkeit zu tun, denn es sind Erscheinungen, die über Monate oder gar Jahre zu spüren sind und keinen vorübergehenden Charakter haben. Sie können vollständig geheilt werden, aber die momentane Situation spricht gerade mal von weniger als der Hälfte aller Betroffenen, die sich einer Therapie unterziehen. Dabei ist der erste Schritt wohl der schwerste, da besonders die Scham vor dem Eingeständnis depressiver Erkrankung für manche unüberwindbar scheint. Besonders in diesen Situationen brauchen die Erkrankten Hilfe und es sollte ein Mensch ihres Vertrauens, sei es der Hausarzt, ein Psychiater oder gar die Telefonseelsorge zu Rate gezogen werden.
Ist dann erst einmal eine Diagnose gestellt, wird von dem behandelnden Arzt ein Therapieplan erstellt, der unter anderem beinhaltet, ob eine Behandlung ambulant oder stationär durchgeführt wird. Weiterhin wird die Frage geklärt, ob eine Psychotherapie angewandt oder das Problem medikamentös gelöst werden soll. Es gibt aber auch die Möglichkeiten andere Verfahren anzuwenden. So werden beispielsweise Winterdepressionen in erster Linie mit einer Lichttherapie behandelt und erspart dem Patienten damit unnötigen Medikamentenkonsum.

Das Ziel einer Therapie ist natürlich die Depressionen mit ihren Ursachen zu überwinden. Dazu ist der ständige Kontakt zu dem behandelnden Arzt notwendig, um über den Verlauf der Behandlung zu sprechen, damit im Notfall die Anwendungen an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden können. Das Wichtigste ist es aber, seine Krankheit zu akzeptieren, darüber zu sprechen, um voll Vertrauen, mithilfe der Medizin, dagegen anzukämpfen …

Disclaimer:
Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von bestesalter.net kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen. Wenden Sie sich bitte bei Beschwerden immer an Ihren Arzt.




Autor: admin

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