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Schwindel- wenn die Sinne rotieren (Krankheiten)

Schwindel- wenn die Sinne rotieren
Frühmorgens geschwind aus den Federn und die Welt dreht sich erst einmal. Sicherlich kennen Sie diese Situation. Sie ist weder ungewöhnlich noch bedenklich. Ihr Kreislaufsystem hat lediglich Anpassungsschwierigkeiten. Treten Schwindelgefühle häufiger auf oder verschwinden nicht mehr, heißt es der Sache auf den Grund zu gehen. Doch zunächst ein kleiner theoretischer Wegweiser zum Miteinander der menschlichen Sinnessysteme.

Sehen, Gleichgewicht und Empfinden
Beobachten, entdecken, sichten oder ansehen – alles geschieht mit den Augen. Die eigentliche Arbeit leisten aber Sehnerven und Gehirn. Sie leiten optische Reize weiter, liefern visuelle Eindrücke und versorgen die „Schaltzentrale“ mit konstanten Hinweisen zur Umgebung.
Wer unter Schwindel – auch Vertigo genannt - leidet, berichtet oft von gestörtem Sehen. Daher sind der gesamte Prozess des Erkennens sowie die beteiligten Augenbewegungen wesentliche Kriterien zur Diagnose von Schwindel.

Den Körper ausbalancieren; diese Aufgabe leistet der Gleichgewichtssinn. Bei Medizinern heißt er „Vestibuläre Wahrnehmung“. Sein Handlungszentrum liegt im Innenohr und im Kleinhirn. Zierlich und gekrümmt sitzt der sogenannte Vestibulärapparat hinter dem Ohr. Dessen bogenförmige Gänge sind voller behaarter Sinneszellen und angefüllt mit liquider Lösung. Jede Kopfbewegung überträgt sich auf dieses komplexe Gefüge. Und es reagiert unverzüglich: Zuerst wogt die Innenohrflüssigkeit, dann regen sich die Härchen. Mit ihrer Bewegung reizen sie Sinneszellen, die dann Informationen ans Kleinhirn übermitteln. Deshalb kann der Mensch aufrecht und sicher gehen; dank spezieller Rezeptoren.
Als dritter Partner des Gleichgewichtes sei die Tiefenwahrnehmung zu nennen. Unter dem Einfluss biologischer Sensoren läuft sie im Körperinneren ab. Wie Messfühler geben die Zellen Daten zu Muskelspannung, -länge und Haltung der Gelenke an das Gehirn weiter. Nur so gelingt dem Menschen der Überblick, in welcher Position und Statik sich seine Gliedmaßen befinden. Er ist damit imstande zwischen Liegen, Stehen und Sitzen zu differenzieren.
Schwindel hat viele Gesichter

Gleichgewichtsstörungen sind kein isoliertes Beschwerdebild, sondern Fingerzeige des komplexen, menschlichen Organismus. Taumeln und Schwanken weisen also auf Schwachstellen im System hin und werden von diversen Ursachen ausgelöst. Meist können Innenohr oder Kleinhirn die Reize nur behindert aufnehmen oder auswerten. Allerdings entfachen auch Sehprobleme, psychische sowie körperliche Leiden Schwindelattacken. Erkrankungen des Stoffwechsels, Herz-, Kreislauf- und Hormonstörungen nehmen ebenso Einfluss auf die Balance. Schwindel ist demnach ein vielschichtiges Gebilde.

Disclaimer:
Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von bestesalter.net kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen. Wenden Sie sich bitte bei Beschwerden immer an Ihren Arzt.
Autor: admin

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