Christrose (Pflanzen & Obstbäume)

Christrose
Wenn die Natur noch in Winterstarre liegt, gibt es doch einige Pflanzen, die schon aus dem Schnee hervor lugen. Dazu gehört die Christrose (Helleborus Niger), sie blüht schon wenn draußen alles noch von Schnee bedeckt ist. Die krautige mehrjährige Pflanze aus der Familie der Nieswurzgewächse ist in vielen Gärten zuhause. In günstigen Lagen blüht sie schon im November und ihre Blüte kann bis in den Mai hinein dauern.

Für viele gilt die Christrose als erste Blume des neuen Jahres, das liegt aber an der Tradition, sie so zu kultivieren, dass sich die Blüten zu Weihnachten entfalten. Aufgrund ihrer frühen Blühzeit und ihrer auffälligen weißen Blüten, war die Pflanze schon im 16. Jahrhundert in den mitteleuropäischen Gärten zu finden. Der griechische Gattungsname Hellleborus Niger setzt sich zusammen aus Helein für töten und bora für Speise, was nichts anderes bedeutet als dass der Verzehr tödlich wirkt. "Niger" weist auf die schwarzen Wurzeln hin, die am Rhizom sitzen.

Aufgrund ihrer stabilen Blätter und Stängel eignen sich Christrosen als Schwimmblüten. Dazu schneidet man sie unterhalb der Blüte ab und setzt sie in eine Schale mit Wasser. In einem kühlen Raum können sie so fast 2 Wochen halten.

Sorten und wo sie am besten gedeihen
Die eigentliche Heimat der Christrosen sind die die Ost- und Südostalpen und die Karpaten. Die bei uns heimische Stinkende Nieswurz bringt über das Jahr über 100 Blüten hervor. Sie verströmt beim zerreiben der Blätter aber einen durchdringenden Geruch nach Braten! Anders die Sorte Helleborus odorus, ihre Blüten riechen nach schwarzen Johannisbeeren.
Überaus reizvoll ist auch die "Grüne Nieswurz", Helleborus viridis, sie trägt außergewöhnliche grünliche Blüten. Sie sät sich selbst bereitwillig aus und so vermehrt sich der Bestand schnell.
Christrosen gedeihen in fast jedem Garten. Sie stehen gern im lichten Schatten unter eingewurzelten Gehölzen und Sträuchern. Der optimale Boden sollte mäßig feucht und kalkhaltig, humus- und nährstoffreich, sein. Die Pflanzen werden je nach Art, 25 bis 60 cm hoch und wachsen buschig. Sie breiten sich zwar langsam aus, bilden aber mit den Jahren große Blütenhorste. Leider mag sie es überhaupt nicht, wenn um sie herum immerzu gegraben wird. Ein Standort mit möglichst wenigen Bodenpflegearbeiten ist ideal.

Die Zauberpflanze und ihre Medizinische Bedeutung
Auf dem Land gilt die Christrose noch heute als Orakelblume. Dazu stellt man in der Weihnachtsnacht zwölf Blütenknospen der Christrose ins Wasser. Jede Knospe steht für einen Monat, und man liest das Wetter des kommenden Jahres an der Art ab, ob und wie sich die Knospen öffnen. Die geschlossenen Knospen deuten auf schlechtes Wetter hin, die offenen bedeuten gutes Wetter.

Helleborus ist aber auch als Zauberpflanze bekannt, so galt sie als Mittel zur Erhaltung der ewigen Jugend. Aber wie leider hinlänglich bekannt ist, muss das zu den Mythen gezählt werden, denn die ewige Jugend hat noch niemand für sich verbuchen können, außer vielleicht Richard Gere! Wenn die Pflanze zu Pulver zermahlen wird, soll man sich damit sogar unsichtbar machen können. Aber auch diese Eigenschaften können getrost ins Reich der Märchen verbannt werden.

Die Nieswurz wurde im Altertum gegen verschiedene Geisteskrankheiten (helleborio = verrückt) angewendet. Nach einer Legende wurde Herakles durch die Helleboruswurzel von seinem Wahnsinn, in dem er seine Kinder erschlug und ins Feuer warf, geheilt.
Die Christrose enthält das Saponin Helleborin und Protoanemonin. Diese Gifte rufen Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Durchfall hervor. Darüber hinaus kommt es zu Entzündungen der Mundschleimhäute, Herzrythmusstörungen, erweiterten Pupillen, Atemnot und starkem Durst. Im schlimmsten Fall kann auch zum Tod durch Atemlähmung kommen. Aber nicht nur die Pflanzenteile wie Blüten und Blätter sind giftig, bereits nach dem Verzehr von 3 reifen Samenkapseln kann es zu schweren Vergiftungen kommen. Auch für Haustiere ist der Verzehr der Pflanze gefährlich, Katzen die gern ans Grünzeug gehen sollte man von der Christrose fern halten!

Wie bei allen Giften in den Pflanzen sind diese aber nicht nur schädlich, sondern können in der richtigen Dosis eingesetzt, durchaus heilsam sein. In der Homöopathie werden die Wirkstoffe der Christrose bei Nierenentzündung, Harnvergiftung und Wassersucht eingesetzt. Auch bei Herzschwäche finden die Bestandteile der Pflanze ihre Anwendung.
Einkaufs und Dekotipps
Es gibt sehr viele Sorten der Christrosen und ihre Blütenfarben changieren von rein weiß bis hin zu violett. Da sie in ihren Wildformen streng geschützt ist, sollte sie auf keinen Fall aus der Natur entnommen werden. In jeder guten Gärtnerei sind Pflanzen erhältlich und auch über das Internet gibt es eine Vielzahl an Bezugsquellen, wie Pötschke Versand oder Bakker Blumenversand.

Wie schon erwähnt eignet sich die Christrose als Schwimmblume, leider halten sich die Blüten in einer normalen Blumenvase nicht so lange. Aber im Fachhandel sind wunderschöne Blüten aus Seide oder Kunststoff (z. Bsp. über Dekofox) erhältlich, die als Gesteck oder Kranz lange die Wohnung schmücken.
Autor: Petra Baranik
Autor: admin

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