Schneeglöckchen (Pflanzen & Obstbäume)

Schneeglöckchen
Das Schneeglöckchen gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und ist ein Zwiebelgewächs.
Seinen Namen verdankt es der Blütezeit und der Blütenform.
Wegen seinem niedlichen Erscheinungsbild dürfte es zu den beliebtesten Frühblühern gehören. Zudem verkündet es den nahenden Frühling, was ihm nach der langen Winterzeit wohl zusätzliche Sympathiepunkte einbringt.

Wachstum und Aussehen
Schon seit über 500 Jahren wird der Frühlingsbote in unseren Gärten gepflegt. Dabei vermehrt er sich quasi von allein. Denn wenn die Pflanze verblüht ist, können die Blumenzwiebeln leicht aufgenommen und versetzt werden. Zudem tragen die Ameisen, welche die Samen breit tragen, ihr übriges dazu bei.

Durch das Wasser der Schneeschmelze und der warmen Frühlingssonne wird die Pflanze zum Wachstum angeregt. Die vorangegangene Winterszeit konnte der Frühblüher durch seine unterirdische Vorratskammer, der Zwiebel, überstehen.

Sie fühlen sich auf ausreichend feuchten und nährstoffreichen Böden wohl und sind in Laubmischwäldern, Gebüschen und auf Wiesen, wie zum Beispiel im eigenen Garten, anzutreffen.

Der Frühblüher wird nur etwa 10 cm hoch und kann leicht mit dem Märzenbecher verwechselt werden. Anders aber als beim Märzenbecher sind die inneren Blätter beim Schneeglöckchen nicht gleich lang.

Von den heimischen Schneeglöckchen gibt es verschiedene Züchtungen: Großblumige, gefüllte Schneeglöckchen, besonders stark duftende oder solche mit grünen Spitzen.

Bedeutung für Insekten
Für die Insekten sind die Schneeglöckchen eine sehr wichtige erste Nahrungsquelle, indem sie zu den ersten Pflanzen gehören, die nach der langen Winterszeit blühen. Außerdem haben die inneren Blütenblätter einen grünen Fleck, dass so genannten Saftmal, das zur Orientierung für die Insekten dient.

Gift und Naturschutz
Der Frühjahrsblüher ist zwar, sowohl für den Menschen als auch die Tiere, leicht giftig, wird aber als Arzneimittel eingesetzt. Allerdings eher selten und nur in der Homöopathie bei Herzbeschwerden.
Bei einer Vergiftung käme es unter anderem zu Erbrechen, Durchfall, Schweißausbrüchen und Benommenheit.

Wild wachsende Schneeglöckchen dürfen keinesfalls gepflückt werden, da sie unter Naturschutz stehen.

Schneeglöckchen in der Wohnung züchten
Auch in der eigenen Wohnung kann man sich die niedlichen Frühblüher heran züchten. Dafür müssen Sie im September die Zwiebeln in Töpfe pflanzen und an einen schattigen Ort im Garten stellen. Wenn dann der erste Frost kommt, holen Sie die Pflanzen ins Haus und stellen sie dort an einen kühlen, aber hellen Platz.
Sobald Sie den Topf in ein warmes Zimmer stellen, dauert es keine zwei Wochen, bis die Schneeglöckchen blühen. Dabei müssen sie regelmäßig gegossen werden.


Karel Capek (1890-1928)
Schneeglöckchen
Und ich sage euch,
keine Siegespalme, kein Baum der Erkenntnis, kein Ruhmeslorbeer
ist schöner als dieser weiße, zarte Kelch am blassen Stengel,
der im frostigen Wind schaukelt.
Autor: admin

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