Tulpe (Pflanzen & Obstbäume)

Tulpe
Die Tulpe, lateinisch Tulipa gesneriana, stammt aus der Familie der Liliengewächse und ist eines der Symbole für den beginnenden Frühling.
Sie blüht von März bis Mai und hat 4 bis 8 cm lange, glockenförmige Blüten. Die Laubblätter können bis zu 30 cm lang werden und haben eine lanzenähnliche Form.

Grob wird die Tulpe in Wild- und Gartentulpe unterteilt. Erstere finden sich allenfalls in Steingärten, während letztere die dem Menschen bekannte Form in den Gärten und Blumenvasen ist.

Die Farben der Tulpenblüten variieren von weiß, gelb, rosa über rot, blau bis hin zu schwarz.
Die Wildform der Tulpe hat gelbe Blüten und duftet stark. Aus ihr wurden die Gartentulpen gezüchtet, wovon es heute mehrere tausend Sorten gibt.

Tulpen fühlen sich am wohlsten und gedeihen am besten, wenn sie im Frühjahr ausreichend Feuchtigkeit, im Sommer heiße, trockene Luft auf nährstoffreichen Böden, kühle Nächte und kalte Winter haben.

Es ist allgemein bekannt und verwundert daher nicht, dass die Niederlande der größte Tulpenproduzent der Welt sind. Hier werden um die 1.200 Sorten gezüchtet, wobei allein 40 Sorten so beliebt sind, dass sie über die Hälfte der Anbaufläche einnehmen.

Die Tulpen finden sich auf vielen Kontinenten der Erde wieder – in Nordafrika, Europa, Mittel- und Zentralasien sowie im südöstlichen Mittelmeerraum.

Sie werden als Gartenpflanzen genauso gern wie als Schnittblumen genutzt. Wer sich Tulpen im Garten pflanzen möchte, der muss die Zwiebeln vor Wühlmäusen schützen, zum Beispiel durch Plastikkörbe oder Drahtgeflechte. Auch benötigen sie auseichend Dünger. Der Standort im Garten sollte sonnig bis schattig sein.

Zur Geschichte der Tulpe
Die Geschichte der Tulpe reicht bis in den Mittleren Orient zurück, wo wohl die Gartentulpe aus mehreren Wildarten entstand.

In der Mitte des 16. Jahrhunderts kam dann die Tulpe aus der Türkei nach Mittel- und Westeuropa.

Ende des 16. Jahrhunderts wurde Holland zum Zentrum für die Tulpenzucht und es entstanden zahlreiche Sorten, wie etwa mit gefüllten oder farbig geflammten Blüten, was aber einer Viruserkrankung zu verdanken war.

Nachdem die Tulpe einige Jahrzehnte lang dem Adel und den wohlhabenden Menschen vorbehalten war, wurde sie auch zu einer weit verbreiteten Zierpflanze für den einfachen Bürger.

Mit Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Holland die Züchtung fortgesetzt und es kam 1885 die hochwüchsige, spät blühende Darwin – Tulpe auf den Markt.

1957 widmete man der Tulpe in Deutschland eine Briefmarke, womit sie zur Repräsentantin aller Pflanzen wurde.
Autor: admin

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