Zierquitte (Pflanzen & Obstbäume)

Die Zierquitte gehört zu den Rosengewächsen und ist eine Gattung dorniger Büsche. Sie wird auch als Scheinquitte oder Japanische Zitronenquitte bezeichnet. In der Botanik trägt die Pflanze den Namen „Chaenomeles“. Der Name kommt aus dem griechischen „chainein“ und „melon“. Ersteres steht für „klaffen“, zweites für „Apfel“. Denn die Früchte sind rund wie Äpfel und klappen auseinander, wenn sie reif sind.

Ursprünglich kommt das Rosengewächs aus Asien und ist seit dem 19. Jahrhundert in Europa verbreitet. Die Zierquitte blüht ab April und kann durch ihre weiten, rosafarbenen oder korallenroten Blüten begeistern. Die Pflanzen sind nicht giftig. Sie werden ein bis zwei Meter hoch. Eine Vermehrung erfolgt über Stecklinge.

Für unsere heimische Tierwelt hat die Pflanze eine entscheidende Bedeutung. Denn sie bietet kleinen Säugetieren und Vögeln Schutz sowie Nahrung. Außerdem sind die Blüten eine gute Nektarquelle für Insekten.

Aussehen
Die Zierquitten wachsen als dornige Sträucher und zeichnen sich durch ihre schönen roten Blüten sowie die im Spätsommer reifen gelben Früchte auf.

Die Sträucher der Zierquitten haben achselbürtige Stacheln an den langen Trieben.
Die Blüten sind zwittrig oder staminat und der Blütenbecher ist glockenförmig.

Standort und Pflege
Zierquitten sind sehr anspruchslos. Sie mögen Sonne ebenso wie Halbschatten. Allerdings blühen sie mit Sonne besonders prächtig. Der Boden sollte durchlässig, aber nicht zu fett sein. Sie kann als einzelne Staude ebenso wie als lockere Blütenhecke angepflanzt werden.

Theoretisch ist ein radikaler Rückschnitt zur Verjüngung möglich. Dann entstehen aber lange, blütenlose Triebe. Beschränken Sie sich daher auf einen Auslichtungsschnitt, bei dem nur sehr alte Äste weg geschnitten werden. Beschränken Sie sich daher im Mai oder Juni auf die Entfernung der Triebspitzen. So werden Sie mit einem dichteren Wuchs der Pflanze belohnt. Frost macht der Zierquitte nichts aus.

Vermehrung
Im Winter werden die Früchte der Pflanze weich, zerbrechen und die Vögel können so die Samen verteilen.

Zwar bestäuben sich die Pflanzen selbst, so dass an ihnen Früchte wachsen. Aber um den Ertrag an Früchten zu erhöhen, sollten zwei oder mehr Zierquitten gepflanzt werden. Als Pärchen sind alle Zierquitten mit einfachen Blüten geeignet.

Die Zierquitte als Nahrungsmittel
Die Scheinfrüchte sind apfel- oder birnenförmig, können aber wegen ihres hohen Säuregehalts nicht roh verzehrt werden. Vielmehr werden sie zu Gelee, Mus oder Quittenbrot verarbeitet, weil sie sich durch einen hohen Pektingehalt auszeichnen.

Daneben finden die Früchte der Zierquitte ihre Anwendung bei  Saft, Spirituosen und der Herstellung von Parfum.

In Lettland ist die Zierquitte eine der wichtigsten Obstsorten. Daher wird sie in großen Plantagen angebaut. Sie hat mehr Vitamin C als eine Zitrone.

Die Zierquitte als Heilmittel
In der Volksmedizin werden die Früchte des Rosengewächses bei Durchfall angewendet.
Autor: admin

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