Weihnachtsstern (Pflanzen & Obstbäume)

Der Weihnachtsstern
Meist steht der Weihnachtsstern schon im Oktober in den Gartenmärkten und in der Weihnachtszeit kommt man praktisch kaum noch an ihm vorbei. Dabei ist der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) keine Pflanze, die nur in der Weihnachtszeit schön anzusehen ist. Mit ein bisschen Geschick kann sie das ganze Jahr über weiter wachsen. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südamerika und wurde von dem großen Alexander von Humboldt 1804 von einer seiner Reisen erstmals nach Europa gebracht. In Mittel und Südamerika kommt der Weihnachtsstern in Laubwäldern vor und kann dort eine stattliche Höhe von immerhin 5 Metern erreichen.

Das was wir fälschlicherweise für die Blütenblätter halten, sind in Wahrheit nur ihre Hochblätter. Die eigentliche Blüte ist wenig spektakulär und besteht lediglich den kleinen gelb und grünlich gefärbten Cyathien, die im Zentrum der Hochblätter liegen. Jede Einzelblüte ist eingeschlechtig, entweder nur weiblich oder nur männlich.
Arten und Pflege
Durch konsequente Züchtungen gibt es vom Weihnachtsstern inzwischen so viele Farben und Spielarten, dass es schade wäre nur ein Exemplar zu haben. Die klassische Farbe ist und bleibt natürlich rot, aber im Fachhandel gibt es sie in Weiß, in Rosa und sogar mit zweifarbigen Blättern zu kaufen. Bei uns wandern die meisten Pflanzen nach Sylvester in den Müll, dabei ist es nicht so schwer sie bis zum nächsten Jahr am Leben zu erhalten.
Als leicht sukkulentes Gewächs sollte der Weihnachtsstern nicht zu feucht gehalten werden. Auf Staunässe reagiert er in dem er die Blätter verliert. Besser ist es zu warten, bis die Erde im Topf trocken geworden ist und der Pflanze dann ein Tauchbad zu gönnen. Im Frühjahr wird sie umgetopft und mit frischem Substrat versorgt. Wer einen Garten hat, kann sie den Sommer über auch nach draußen pflanzen. Dort gedeiht sie am besten an einem halbschattigen Platz. Im Herbst kommt der Weihnachtsstern dann wieder ins Haus und um die Blüte anzuregen wird für 12 Stunden Dunkelheit am Tag gesorgt. Wie viele andere typische Winterblüher ist auch der Weihnachtsstern eine Kurztagpflanze, das bedeutet, dass sie nur dann anfängt zu blühen wenn sie nur 12 Stunden am Tag Tageslicht bekommt. Um das zu erreichen, wird in der übrigen Zeit ein Karton oder ein anderes lichtdichtes Gefäß darüber gestülpt.
Während der Blütezeit sollte die Temperatur nicht unter 15°C aber auch nicht über 22°C liegen. Ist die Temperatur zu hoch reagiert die Pflanze in dem sie gelbe Blätter bekommt. Ist es zu kühl, wirft sie ihre Blätter ab. Auch auf Zugluft reagiert der Weihnachtsstern empfindlich, besser man stellt ihn an einem Platz auf wo er vor Luftzug geschützt ist.
Wer viel Geduld hat kann auch versuchen die Euphorbia durch Stecklinge zu vermehren. Einfacher ist es jedoch die relativ preiswerten Exemplare im Gartencenter neu zu kaufen.
Gesundheitsgefahren
Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und ist wie alle seiner Verwandten, leicht giftig. Sein Milchsaft führt bei Kontakt mit der Haut zu Reizungen. Daher ist es ratsam nach Hautkontakt die Hände gründlich zu waschen. Bei einer Aufnahme durch den Mund kommt es zu leichten Vergiftungserscheinungen wie Schleimhautreizungen und Bauchschmerzen. Aber man müsste schon sehr viel von der Pflanze essen um sich einen ernsthaften Schaden zu zufügen. Anders sieht es bei Haustieren aus, wegen ihrer geringeren Körpergröße kann der Verzehr sogar tödlich enden. Hat die Katze oder der Vogel vom Weihnachtsstern gefressen, ist angeraten das Tier zum Arzt zu bringen. Tiere haben zwar meist einen guten Instinkt für giftige Pflanzen, aber der funktioniert leider nicht immer zuverlässig.
Dekotipps
Als Mitbringsel in der Advents und Weihnachtszeit ist der Weihnachtsstern ein echter Klassiker. Durch die Farbenvielfalt kann er fast jeder Umgebung ein weihnachtliches Ambiente verleihen. Besonders in Weiß wirkt die Pflanze höchst elegant und in Verbindung mit goldenen Accessoires wie Flitter oder einen goldfarbigen Übertopf vermittelt überall eine festliche Note.
Als Tischdeko empfiehlt es sich mehrere Pflanzen zusammen zu stellen. Es gibt sie auch in Miniaturzüchtungen, die nach Weihnachten dann aber besser in größere Pflanzgefäße umgetopft werden sollten. Denn sie wurden mit Wuchshemmern daran gehindert ihre natürliche Größe zu erreichen und wenn die dann nachlassen, kann es im Topf schnell zu eng werden.
Mit seiner auffälligen Erscheinung wirkt der Weihnachtsstern am besten wenn er für sich allein steht. Bestenfalls in Kombination mit schlichtem Blattgrün oder sparsamer Dekoration wie Zimtstangen oder einfarbigen Weihnachtskugeln. Wer aus Platzgründen auf einen Weihnachtsbaum verzichtet, kann mit ein paar der Euphorbien dennoch ganz leicht weihnachtliche Stimmung in die Wohnung zaubern.
Autor: admin

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare zu diesem Beitrag vorhanden.

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um diesen Beitrag kommentieren zu können


Artikel Schreiben