Märzenbecher (Pflanzen & Obstbäume)

Märzenbecher
Oftmals ist der Winter noch gar nicht vorbei und es liegt noch Schnee, aber die Frühjahrsblüher kommen schon heraus und kündigen den Frühling an.

Der Märzenbecher gehört zur Familie der Narzissen – Gewächse und wird auch Frühlingsknotenblume genannt. Lateinisch trägt sie den Namen Leucojum vernum.
Den Namen Frühlingsknotenblume hat die Pflanze ihrem auffälligen Fruchtknoten zu verdanken, der oberhalb der Blütenglocke liegt und wie eine knotenartige Verdickung des Blütenstiels wirkt.

Verwechselungsgefahr mit Schneeglöckchen
Das tückische an dieser Pflanze ist, dass sie leicht mit Schneeglöckchen verwechselt wird. Der Unterschied zwischen beiden Frühblühern ist der, dass die Blütenblätter des Märzenbecher gleichlang sind und einen gelbgrünen Fleck vor der Spitze haben. Beim Schneeglöckchen sind die inneren Blätter dagegen kürzer.

Der Märzenbecher ist zwar genauso niedlich wie das Schneeglöckchen, aber bei weitem nicht so bekannt und daher vielleicht auch nicht so beliebt.

Aussehen, Blütezeit und Standort
Wie bei den anderen Frühjahrsblühern auch, handelt es sich bei der Frühlingsknotenblume um eine ausdauernde krautige Pflanze, die 10 bis 30 cm hoch wächst. Unterirdisch werden Zwiebel gebildet, die etwa 30 cm unter der Erde liegen.

Mit dem Märzenbecher wird der Beginn des Frühlings verbunden, was nicht verwundert, weil er oftmals schon im Februar noch vor den Schneeglöckchen blüht. Allerdings verblüht sie bereits im April und ist im Mai ganz verschwunden.

Die Pflanzen benötigen ausreichend feuchte und nährstoffreiche Böden im Halbschatten. Man findet sie auf Wiesen, Ufern, Gebüschen sowie in Laubmischwäldern.

In großen Mengen und vor allem geschützt findet sich die Pflanze auf der fränkischen Alb und im südlichen Niedersachsen wieder.

Der Märzenbecher wächst in vielen Gärten, solange der Boden nicht zu trocken ist. Wenn man eine große Fläche mit dem Frühlingsknoten wünscht, dann muss man im Herbst immer Gruppen von mindestens zehn Zwiebeln setzen.
Als Nachbarn eignen sich Winterlinge, Krokusse und Strahlen – Anemonen.

Bedeutung für die Tiere
Für die Insekten und Tagfalter bietet der Märzenbecher als Frühblüher eine wertvolle Nahrungsquelle. Die grünen Flecke auf den Blütenblättern dienen als Farbmal, um den Nektar in der Blüte zu finden.

Sonstiges
Mit der Sommerknotenblume ist der Frühblüher eng verwandt, weshalb beide gern miteinander verwechselt werden. Der Unterschied zwischen beiden ist aber ein ganz eindeutiger: die Sommerknotenblume wächst bis zu 50 cm hoch.

Der Märzenbecher steht auf der Roten Liste und wird über die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Seine Gefährdung geht auf die Umwandlung seines Lebensraums zurück. Aber auch Sammler tragen ihr Übriges hierzu bei.
 
Die Frühlingsknotenblume ist giftig. Bei einem Verzehr käme es zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Benommenheit. Auch für Tiere ist die Pflanze giftig.
Autor: admin

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