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Impfungen für den Urlaub (Reisen)

Immer mehr Urlauber buchen Fernreisen. Voll im Trend liegen Ziele wie Afrika und Asien. Viele Urlauber kommen krank aus den Ferien zurück oder werden vor Ort krank, weil sie leider viel zu sorglos in die Ferien starten. Feste Impfsprechstunden gibt es beispielsweise in vielen Kliniken. Professoren und Ärzte beraten und impfen dort. Standardimpfungen, die schon für Deutschland empfohlen werden, sind Polio, Diphterie und Tetanus. Wenn es ums Reisen geht, ist Hepatitis A die wichtigste Impfung, da Hepatitis A über Lebensmittel und Wasser übertragen wird. Dies kann selbst in guten Restaurants geschehen. Dabei zieht Hepatitis A eine Krankheitsdauer von 2 – 3 Wochen mit sich, bei der man sich schlecht fühlt und unter Umständen sogar stationär behandelt werden muss.

Unbedingt empfehlenswert ist die Impfung, auch wenn die Erkrankung meistens folgenlos ausheilt. Denn in subtropischen Ländern ist das Risiko, sich mit Hepatitis A anzustecken, relativ hoch. Höher als in unseren Breiten ist das Risiko der Hepatitis-A-Übertragung im gesamten Mittelmeerraum (Türkei, Italien, Spanien) .

Auch wenn die Hepatitis B anders übertragen wird als die Hepatitis A , nämlich überwiegend durch Blutkontakt, sollte man eine Hepatitis-B-Impfung vornehmen, denn die Hepatitis B kann viel folgenschwerer verlaufen und in eine chronische Verlaufsform mit Leberzirrhose (evtl. sogar Leberkrebs im Endstadium) münden.

Wenn man nach Zentralafrika in den sogenannten Gelbfiebergürtel reisen möchte, ist eine Gelbfieberimpfung empfehlenswert. Ruanda, die Elfenbeinküste, Ghana, Tansania oder Kenia sind typische Länder. Eine sehr unangenehme Erkrankung ist das Gelbfieber. Behandlungsmöglichkeiten gibt es wenige, 20% würden daran sterben. Touristen wie Einheimische sind vor den Moskitos, die Gelbfieber oder Malaria übertragen, gleich.
An Malaria sterben weltweit jährlich 3 Millionen Menschen. Impfen kann man sich gegen Malaria leider noch nicht. Der Tourist kann jedoch eine medikamentöse Prophylaxe in Angriff nehmen, mit der man noch vor der Reise beginnt. Auch noch einige Zeit nach der Reise muss man diese Prophylaxe in den meisten Fällen weiterführen. Diese vorbeugende Maßnahme schützt zwar nicht zu 100% vor der Malaria, ist aber gemeinsam mit einer Mückenstichprophylaxe sehr wirkungsvoll.
Damit der Impfschutz einen effektiven Aufbau erhält, sollte man sich im Vorfeld einer Fernreise mindestens 4 Wochen vor Reiseantritt entsprechend impfen lassen.

Wer trägt die Kosten einer Schutzimpfung ?
Dass Sie ihren Versicherten künftig einige Schutzimpfungen erstatten will, hat vor 2 Jahren die Kaufmännische Krankenkasse Hannover (KKH) angekündigt.
Für die meisten Standard-Impfungen wie beispielsweise Tetanus, Kinderlähmung, Mumps, oder Masern haben bislang die Kassen die Kosten übernommen, auch für Risikogruppen wie z. B. ältere Menschen oder Kinder. Bezahlt wird von den Krankenkassen in bestimmten Gebieten Deutschlands auch die Zeckenschutzimpfung. Die meisten Krankenkassen orientieren sich danach, was die ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt, auch wenn es bei den Schutzimpfungen keine einheitlichen Regelungen gibt.
Nicht grundsätzlich übernommen wurden bislang Schutzimpfungen vor Auslandsreisen, da diese als Privatvergnügen des Krankenversicherten gelten. Deshalb muss derjenige, der beispielsweise nach Indien reisen möchte, für die Kosten im Hinblick auf eine Hepatitis-Impfung selbst aufkommen. Das gleiche gilt für den Zeckenschutz vor einen Trip nach Österreich.

Alle Schutzimpfungen, welche die STIKO bei Auslandsreisen auch empfiehlt, hat die KKH als Schutzimpfungen aufgenommen. Dies sind die Zeckenschutzimpfung (FSME), Meningokokken-Meningitis (Hirnhautentzündung), Tollwut, Hepatitis A und B, Cholera, Gelbfieber sowie Typhus. Eine Malariaprophylaxe wird nicht bezahlt, da diese – wie oben erwähnt – keine Impfung im eigentlichen Sinne ist.

Wenn man wissen möchte, welche Impfung man für welches Land braucht, kann man sich beispielsweise beim Auswärtigen Amt erkundigen, bei dem es die entsprechenden Länderinformationen gibt. Dahingehende Hinweise geben aber auch gute Reisebüros. Außerdem kann man auch bei seinem Hausarzt Auskünfte einholen, gleiches gilt für die Gesundheitsämter. Da manche Impfungen 4 – 6 Wochen Vorlauf benötigen, sollte man sich rechtzeitig um die Impfungen kümmern, bevor man die Reise antritt.
 
Nützliche Links:
www.auswaertiges-amt.de
Homepage des Auswärtigen Amtes
www.rki.de
Homepage des Robert-Koch-Instituts
Autor: admin

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