Qigong (Sport ab 50)
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Qigong ist eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform. Sie wird im Stehen, ebenso wie im Sitzen ausgeübt. Dabei geht Qigong auf die Chinesische Medizin zurück. Es sollen nicht nur Krankheiten vorgebeugt, sondern auch der Geist kultiviert werden. Frei übersetzt meint Qi Lebensenergie, Lebendigkeit und Vitalität. Das Gong steht für beharrliches Üben. Nach der Überzeugung der Chinesen ist die Lebensenergie kein Gegenstand, vielmehr fließt sie im Körper des Menschen. Es gibt über 1.000 Übungsarten bzw. Stile, die sich nach kürzeren und längeren Übungsreihen, Stilles Qigong und Qigong - Gehen unterscheiden. Zur Geschichte des Qigong Schon seit vielen Jahrtausenden wird Qigong angewandt – es ist etwa 5.000 Jahre alt. Wie genau die einzelnen Qigong – Arten entstanden sind, kann nicht genau gesagt werden, da es eine Reihe von Mythen und Sagen gibt. Eine Theorie, wonach der chinesische Arzt Hua Tuo, der von 112 – 207 nach Chr. lebte, von der harmonischen Bewegung der Tiere fasziniert gewesen sein und daher die Bewegung der fünf Tiere erfunden haben soll, wurde widerlegt. Denn mit dem archäologischen Fund eines Grabes, in dem sich Darstellungen auf einem Seitentuch fanden, wurde belegt, dass die Übungen wohl schon 400 Jahre zuvor erfunden wurden. Vor allem seit Beginn der 1980iger Jahre ist Qigong auch im Westen anzutreffen. Dabei entstanden moderne Arten, die Krankheiten im Sinne der westlichen Schulmedizin heilen sollen. Was bewirkt Qigong? Qigong wirkt sich auf den ganzen Körper aus und auch das seelische Wohlbefinden wird gestärkt. So kann das Immunsystem unterstützt und Krankheiten vorgebeugt werden. Man wird beweglicher und die Konzentrationsfähigkeit wird gefördert. Außerdem lernt man seinen Körper intensiver wahrzunehmen. Wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass sich kranke Menschen durch die Anwendung von Qigong besser fühlen. So wird das vegetative Nervensystem harmonisiert, der Blutdruck gesenkt und die Stresshormone reguliert. Für wen ist Qigong geeignet und wo kann es erlernt werden? Qigong eignet sich für jeden Menschen, egal ob jung oder alt, gesund oder krank. Es ist nie zu spät, damit anzufangen und sich etwa Gutes zu tun. Man muss nur offen für Neues sein und sich darauf einlassen wollen. Für Anfänger empfiehlt sich ein Kurs – hierzu kann etwa bei Volkshochschulen angefragt werden. Entscheidend ist die Ausbildung bei einem professionellen Qigong – Trainer. Sie müssen gar nicht jeden Tag Qigong ausüben, denn schon eine Trainingseinheit einmal pro Woche wirkt sich positiv auf den Anwender aus. Im Idealfall aber gelingt es Ihnen, Qigong sogar in den Alltag zu integrieren, so dass Sie es jeden Tag ausüben. Ein Trainer bewahrt Sie auch davor, Fehler zu machen, die sich dann rasch einschleifen und nur schwer umzugewöhnen sind. |
| Autor: admin |
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