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Aikido für Herz und Kreislauf (Sport ab 50)

Aikido für Herz und Kreislauf
Aikido ist eine Art des Selbstverteidigungssports, der in jedem Alter ausgeübt werden kann. Vor allem für ältere Menschen ist dieser Sport aufgrund mehrerer Faktoren sehr empfehlenswert. Die gleichmäßigen, ruhigen und fließenden Bewegungen regen auf sanfte Art das Herz-Kreislauf-System zu mehr Leistung an. Daneben werden beim Aikido bestimmte Techniken des Fallens erlernt, was bekanntlich gerade im Alter sehr wichtig ist. Nicht selten kommt es im fortgeschrittenen Alter durch Stürze zu schwerwiegenden Verletzungen, zum Beispiel Beckenbrüchen oder Oberschenkel-Hals-Brüchen. Dafür reicht schon das Verfehlen einer Stufe oder des Bordsteins und schon ist es geschehen. Wer gewisse Falltechniken im Schlaf kann, ist auch im Ernstfall eher in der Lage, einen Sturz rechtzeitig abzubremsen und damit das Schlimmste zu verhindern.

Die ursprünglich aus Japan stammende Kampfkunst wird leider noch nicht überall angeboten. Wer sich für diesen Sport interessiert, kann im Internet auf der Seite des DAB (Deutscher Aikido Bund) die Vereine, die diesen Sport anbieten, ausfindig machen. Vielleicht ist ja einer in unmittelbarer Nähe dabei. Das Trainingsvolumen kann variieren. Manche Vereine bieten nur zwei Abende in der Woche an, andere wiederum sogar fünf Abende. Im Prinzip kann dieser Sport also täglich ausgeübt werden, da hier eher selten mit Überlastungen zu rechnen ist.

Beim Aikido geht es hauptsächlich darum, einem eventuellen Angreifer auszuweichen, weshalb die Übungen stets zu zweit durchgeführt werden. Der Part des Verteidigers sowie des Angreifers wechselt dann ständig. Neben dem Ausweichen gehört auch das richtige Fallen zu den Grundübungen. Da gerade richtige Falltechniken im Alter so wichtig sind, bietet das Üben mehrmals in der Woche viele Vorteile. Die Übungen werden immer und immer wieder wiederholt, bis sie in Fleisch und Blut übergegangen sind. Die Techniken werden im Ernstfall ohne nachzudenken und reflexartig ausgeführt.

Der Aikido kommt ohne Wettkämpfe aus, denn schließlich soll es bei dem Sport nicht darum gehen, einen Gegner ernsthaft zu verletzen. Vielmehr soll die mögliche Aggression eines Angreifers auf diesen zurückgeführt werden, indem bestimmte Techniken angewendet werden, die den Gegner aus dem Gleichgewicht bringen, so dass er fällt. Möglich ist auch eine Fixierung des Gegners am Boden, indem bestimmte Gelenke verhebelt werden. Das alles erfolgt, ohne den Gegenüber zu verletzen, so dass die Gewalt aus einer kritischen Situation herausgenommen wird.

Aikido hat eine gesundheitsfördernde Wirkung, die sich nicht nur auf Herz und Kreislauf beschränkt, sondern ähnlich wie beim Yoga alle Organe mit einbezieht. Außerdem gehen die Teilnehmer seelisch gestärkt aus diesen Übungen hervor. Gegenanzeigen gibt es für diesen Sport eigentlich nicht. Die einzige Ausnahme sind Osteoporose-Patienten. Diese sollten vor der Ausübung der Sportart unbedingt ihren Arzt konsultieren.
Autor: admin

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