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Leipziger Buchmesse (Vermischtes)

Leipziger Buchmesse
Der Frühling kommt! Mit Büchern. Vom 18. bis 21. März 2010 findet in Leipzig wieder die Buchmesse statt und mit ihr amüsiert sich eine ganze Stadt. Sie ist ein Publikumsmagnet; allein die steigenden Besucherzahlen (2009: 147.000) sprechen für sich. Weit über 2000 Verlage aus aller Herren Länder präsentieren an vier Tagen ihre Neuheiten, locken mit Lesungen, Signierstunden und Interviews. Die kommende Buchsaison lebt von den Inspirationen der zweitgrößten Buchmesse Deutschlands. Bücher als Handelsware

Leipziger Buchmesse 2010Seit fast 1000 Jahren floriert in Leipzig das Geschäft mit Waren aller Art. Zwei bedeutende Tangenten des Westost- und Nordsüdhandels (Via regia und Via imperia) kreuzten die Stadt; sie wurde zum Knotenpunkt für Kaufleute. Menschen trafen aufeinander, tauschten auch Kulturgüter aus. Als Kaiser Maximilian I. um 1500 der mitteldeutschen Metropole das Messeprivileg verleiht, adelt er damit die bisherigen Oster- und Michaelismärkte zu Reichsmessen. Und wo Geld sitzt, kann sich Kunst entfalten. Leipzig wird ein Zentrum für Literatur, Musik und Wissenschaft sowie offizieller Stapelplatz für Bücher. Der Buchhandel wächst rapide. So übertrifft Sachsens heimliche Hauptstadt die Buchmetropole Hessens Frankfurt/ Main. Als schließlich der 1825 initiierte Börsenverein des Deutschen Buchhandels den überregionalen Vertrieb und Verkauf forciert, werden Werke in deutscher Sprache systematisch an den Mann bzw. die Frau gebracht. Von Literatur und Lesevergnügen profitieren nun mehr Menschen denn je.

Weiterhin regt die Allianz die Gründung der Deutschen Bücherei an. Sie katalogisiert seit 1913 die gesamte deutschsprachige Literatur (In- und Ausland) und beherbergt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum.

Aufstieg und Fall des Bücherviertels
BücherGerne wird Leipzig als Buchstadt bezeichnet. Unweit des Bayrischen Bahnhofes erinnern Straßennamen, z. B. Baedeker-, Reclam- oder Inselstraße, an das historische Buchhändlerviertel. Vor dem Zweiten Weltkrieg konzentrierten sich hier zahlreiche Verlage, Druckereien und Buchbindereien. Namen wie Brockhaus, Breitkopf & Härtel, Kiepenheuer oder das Bibliographische Institut zeugten vom Format Leipzigs. Alles in allem waren 35 Verlage bis zur politischen Wende 1989 vor Ort. Nach dem Anschluss der DDR an die Bundesrepublik verschwinden viele Traditionsfirmen aus dem Stadtbild, gehen in die Insolvenz oder werden mit ihren westdeutschen Pendants „wiedervereinigt“. Dem zum Trotz verteidigt die sächsische Großstadt ihren Titel. Friedrich Hofmeister (Musikverlag) oder Klett (Schulbuchverlag) kehren als Ausnahmen zurück; neue Impulse setzen dagegen kleinere Verlage. An das großartige Erbe können sie nicht wieder anknüpfen. Doch Zeichen geschehen: Zunächst eröffnet 1996 an geschichtsträchtiger Stätte ein Ort für Buchfreunde und Büchermacher. Gleichzeitig gewinnt die Buchmesse wieder an Zuspruch - die Besucherzahlen steigen stetig an, die Musterschau hat sich europaweit etabliert.

Bestseller Buchmesse
Wenn Leipzig ruft, strömen die Bücherfreunde zur Neuen Messe. Dieses gläserne Prestigeobjekt des „Aufbau Ost“ bietet reichlich Platz für Aussteller und Gäste, dort geht es familiär und entspannt zu.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Messe steht die Thematik Osteuropas, im weiteren Interesse stehen Kinder & Bildung, junge Literatur und das breite Feld von Hörbüchern.
Außerdem findet am 18. März 2010 die Vergabe des Preises der Leipziger Buchmesse statt. Diese Auszeichnung ist mit 45.000 Euro dotiert und wird in den Genres Belletristik, Sachbuch/ Essayistik und Übersetzung verliehen.

Nähere Informationen zu Ticketpreisen, Öffnungszeiten und Nahverkehrsanbindung sind unter www.leipziger-buchmesse.de aufgeführt. Zudem ist unter dieser Adresse das komplette Programm des Lesefestivals „Leipzig liest“ als PDF-Datei abrufbar. Dabei haben Sie die Qual der Wahl: 1900 Veranstaltungen verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Teilweise an unkonventionellen Orten mit imposanter Kulisse. Bleiben Sie neugierig! Leipzig wird Sie überraschen.
Autor: admin

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