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Generation 50plus (Vermischtes)

50. Geburtstag - und nun?
50 Jahre alt, das ist mehr als das halbe Leben. Sicher, wir wünschen einander zu unseren Geburtstagen "bis 120", aber wir glauben nicht wirklich daran, so alt zu werden, zumal die Erfahrungen in unserem Verwandten- und Bekanntenkreis der Erfüllung dieses Wunsches deutlich widersprechen.
Es beginnt die Zeit, wo nicht nur Menschen der Generation vor uns sterben, sondern wir immer häufiger vom Tod ehemaliger Mitschüler und weiterer Menschen unseres Alters erfahren.
Die Beschäftigung mit der eigenen Endlichkeit schmerzt zunächst. Das aber nur solange, bis wir einsehen, dass diese untrennbar zum Leben gehört und uns mit ihr arrangieren. Irgendwann in den nächsten zehn Jahren werden die meisten ihr Testament verfasst haben und beruhigt sein, Vorsorge für die Zeit nach dem Ableben getroffen zu haben.

50 - durchaus noch ein Alter, in dem Veränderungen möglich sind. Waren vor wenigen Generationen noch die meisten 50-jährigen bereits Großeltern, so heiraten nicht wenige Männer heutzutage in diesem Alter zum ersten Mal. Sie wollen noch Vater werden und sie können auch noch Vater werden, vorausgesetzt, ihre Frau ist ein wenig jünger. Aber auch bei diesen verschieben sich die Wechseljahre immer mehr zu einem späteren Alter hin. Medizinische Hilfen können diesen Effekt zusätzlich verstärken.

Wer in einer Ehe lebt, spürt Veränderungen. Der Sex steht weniger im Mittelpunkt als das Miteinander im Alltag. Die meisten Paare entdecken ihn nach einiger Zeit wieder neu; nicht so wild wie in der Jugend, sondern mehr sanft und kuschelnd, aber bis in das hohe Alter für ihr Leben wichtig.
Vielen Männern wid nachgesagt, dass sie sich in der Midlife-Crisis nach einer jüngeren Partnerin sehnen und tatsächlich scheitern einige Ehen. Das muss aber nicht unbedingt an der Suche nach einer jüngeren Lebensgefährtin liegen, zumal sich dieses Unterfangen häufig als kurzlebig herausstellt und eine Bereicherung innerhalb der Ehe Abhilfe schaffen kann. Allerdings brechen auch Frauen vermehrt in der 2. Lebenshälfte aus der Ehe aus.

Nur wenige Paare stellen jedoch während einer nahezu unvermeidlichen Krise fest, dass sie dauerhaft nicht mehr verbunden bleiben möchten. Dann ist 50 tatsächlich ein ideales Alter, um die Konsequenzen zu ziehen und einen Neuanfang zu wagen. Auffällig ist, dass Paare, die sich in der zweiten Lebenshälfte getrennt haben, überdurchschnittlich oft einander freundschaftlich verbunden bleiben.

Spätestens mit 50 muss der Mensch auf körperliche Grenzen achten. Krankheiten nehmen zu, lassen sich aber im allgemeinen leicht behandeln. Gerade Männer müssen lernen, rechtzeitig zum Arzt zu gehen, damit aus kleinen Störungen nicht ernsthafte Schäden entstehen. Die tägliche Einnahme von Medikamenten wird nach einiger Zeit zur Selbstverständlichkeit. Auch Krankenhausaufenthalte nehmen zu und werden weniger als unangenehme Störung des üblichen Lebens, sondern als Chance zum Auftanken und zur Heilung erlebt.
Der Abnahme des Hörvermögens kann inzwischen durch entsprechende Geräte zuverlässig begegnet werden, während das Sehvermögen, zumindest bei kurzsichtigen Menschen, vorübergehend sogar zunimmt.
Vielen gesundheitlichen Problemen kann der Mensch zudem vorbeugen. Regelmäßiges Sport-Treiben ist ebenso nützlich wie das verstärkte Achten auf eine gesunde Ernährung. Auch im Urlaub bietet sich Bewegung an. Spätestens mit dem Erreichen eines Alters von 50 Jahren ändern sich die Aktivitäten während einer Reise vom bevorzugten Aufenthalt am Strand hin zu einer zunehmenden Vorliebe für Museen und kulturelle Ereignisse. Selbst wer Mozart und Beethoven während der Jugendzeit absolut nicht mochte, findet zumindest teilweise Gefallen an nicht zu laut gespielter ernster Musik.
Im Fernsehen gefallen die Sendungen der öffentlich-rechtlichen Anstalten zunehmend besser als die der privaten Sender. Diese brüskieren unsere Generation ohnehin, indem sie uns als "nicht werberelevant" titulieren. Vielleicht wissen sie nur nicht, welche Produkte uns interessieren und wofür wir extrem werbe-relevant sind.

Die Wahrscheinlichkeit, auf der Arbeit befördert zu werden, ist aktuell für 50-jährige gering. Wer das Unglück erlebt, seine Arbeitsstelle zu verlieren, findet bislang nur mit Mühe eine neue. Dieses ist bedauerlich, da der Erfahrungsschatz der Generation 50+ wesentlich mehr zum Erfolg eines Unternehmens beitragen kann als der mitunter doch recht ungestüme Elan eines Jugendlichen. Die Weisen des Talmud schätzten noch das Alter. In den Sprüchen der Väter wird das Sitzen im Rat sogar erst ab 50 Jahren empfohlen, nicht nur, weil mit zunehmendem Alter das Zuhören leichter fällt.
Erfreulicherweise denken immer mehr Unternehmen um und fangen an, das Wissen erfahrener Mitarbeiter zu schätzen.

Wer noch nicht ausreichend für die Rente vorgesorgt hat, muss sich mit dem Erreichen des 50. Lebensjahres unbedingt darum kümmern, da die gesetzliche Rente alleine nur in sehr wenigen Fällen ausreicht. Banken bieten spezielle Produkte an, um die schlimmste Deckungslücke auszugleichen.

Insgesamt ist das Alter von 50 Jahren ein spannendes Alter.
Ein halbes Jahrhundert ist die ideale Gelegenheit zu einem Neuanfang, wo eine Änderung erforderlich ist und zu eier bewussten Dankbarkeit für alle Stellen im Leben, bei denen eine Neuorientierung nicht notwendig ist, da wir diese wunderbar getroffen haben.
Autor: admin

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