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Osteoporose vorbeugen (Vorsorge)

Diagnostisches Vorgehen
OsteoporoseFast jeder kennt das Wort Osteoporose, aber kaum jemand weiß, wie sie genau entsteht und was dagegen getan werden kann. Die Bezeichnung Osteoporose steht für das Krankheitsbild des „porösen Knochens“. Es stammt ursprünglich aus dem Griechischen: „Osteon“ heißt Knochen, „Poros“ ist die Pore. Osteoporose betrifft fünfmal mehr Frauen als Männer und immerhin 7% aller 55-jährigen Frauen leiden an der Krankheit, bei den 80-Jährigen ist dagegen schon fast jede Fünfte betroffen. Zwar ist sie eine typische Alterskrankheit, aber viele Patienten legen den Grundstein für die Osteoporose bereits in der Kindheit.
Hierbei spielt die Ernährung eine große Rolle, denn in der Wachstumsphase wird auch die Basis für starke Knochen gelegt. Durch eine hohe Phosphat Konzentration in der Nahrung wird oft der Auslöser für eine spätere Osteoporose Erkrankung geschaffen. Phosphat ist ein Kalziumfresser, darüber hinaus sorgen eine schlechte Ernährung, übertriebene Diäten und Haltungsschäden oft bereits ab 35 Jahren für übermäßigen Knochenabbau. Hinzu kommt der Mangel an Bewegung, in unserer automobilen Zeit legen wir gerade noch 2 km am Tag zu Fuß zurück.

Das tückische ist, dass die Osteoporose oft unbemerkt beginnt. Die frühesten Anzeichen sind anhaltende heftige Rückenschmerzen. Entdeckt wird die Erkrankung meist erst wenn es zu einer Fraktur kommt. Oft genügt dann bereits ein leichter Sturz, und Oberschenkelhals, Wirbelkörper, Unterarm oder Hüfte brechen. Dabei kann jeder etwas dagegen tun, damit es überhaupt nicht so weit kommt. Die Basis für gesunde Knochen ist eine richtige Ernährung und regelmäßige Bewegung. Der menschliche Körper kann seine Knochenbausteine, z. B. Kalzium, nicht selbst bilden. Kalzium muss mit der Nahrung aufgenommen werden, dabei lautet die Empfehlung für einen Erwachsenen rund 1,5 Gramm Kalzium am Tag aufzunehmen. Als besonders kalziumreich gelten alle Milchprodukte, grüne Gemüsesorten und Vollkornlebensmittel. Vitamin D spielt bei der Aufnahme von Kalzium im Körper eine wichtige Rolle, es unterstützt den Knochenaufbau zusätzlich.

Unverzichtbar für starke Knochen ist regelmäßige Bewegung, weil Muskeln und Sehnen dabei auf die Knochen einen stetigen Reiz ausüben, dadurch werden sie zum Wachstum anregt und stabilisiert. Sinnvoll sind dabei alle Trainingsformen, die den gesamten Körper fordern, ohne ihn zu überfordern, wie z. B. Nordic Walking, Bergwandern und Walking. Ein positiver Nebeneffekt für Ältere: Eine gute Fitness sorgt für Gang- und Standsicherheit und verhindert Stürze – und damit auch Knochenbrüche. Außerdem verhilft regelmäßige Bewegung zu einer guten Figur, denn durch einen veränderten Stoffwechsel können sich Pölsterchen und das gefürchtete Hüftgold leichter breit machen. Typische Kalziumräuber sollten vermieden werden, wie der Alkohol, er stört die Funktion der knochenaufbauenden Osteoblasten. Auch Nikotin nimmt dem Knochengewebe die Nährstoffe und begünstigt den Knochenabbau. Zu viel Kaffee und Phosphat wie es in Cola Getränken enthalten ist, zehren ebenfalls am Kalzium der Knochen.

Beim Arzt kann jeder feststellen lassen wie es um den Zustand seiner Knochenmasse bestellt ist, z. B. durch eine Knochendichtemessung, auch DEXA (dual energy x-ray absorptiometry) genannt. Hierbei wird mit geringer Röntgenstrahlung der Zustand von Lendenwirbel und Oberschenkelhals untersucht. Diese Untersuchung zeigt, wie viel Kalzium im Knochen eingelagert ist. Eine Reihe von Arzneimittelsubstanzen sind dann dazu geeignet den Knochenabbau stoppen und ihren Aufbau anregen. Dazu gehören in erster Linie Kalzium und Vitamin D, die meist als Basistherapie verordnet werden.
Osteoporose ist kein unabwendbares Schicksal, jeder hat es selbst in der Hand etwas dagegen zu tun und mit einer gewissen Umstellung der Lebensgewohnheiten dafür zu sorgen, dass die Krankheit keine Chance hat.

Disclaimer:
Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von bestesalter.net kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen. Wenden Sie sich bitte bei Beschwerden immer an Ihren Arzt.


Autor: admin

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